Eric Walz (* 29. März 1966 in Königstein im Taunus) ist ein deutscher Schriftsteller. Unter seinem bürgerlichen Namen wurde er als Autor historischer Romane bekannt. Seit 2013 veröffentlicht Walz unter dem Pseudonym Eric Berg Kriminalromane, die in der Gegenwart spielen.
Eric Walz wuchs in Königstein auf.
Im frühen Alter von 14 Jahren beschloss er, angeregt durch Leben und Werk des berühmten britischen Schriftstellers William Somerset Maugham, selbst Romane zu schreiben.
Er absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Anschließend arbeitete er als kaufmännischer Angestellter bei einer Versicherung, einem Versandhaus sowie Telekommunikations- und Beratungsunternehmen, unterbrochen durch ein kurzes, jedoch nicht abgeschlossenes Studium der Germanistik, das er sich mit Gelegenheitsjobs als Model finanzierte. Auch schrieb er Kurzgeschichten für Zeitungen und Magazine. Nachdem Walz eine Zeit lang als selbständiger Personal Trainer für Unternehmen und freier Autor in Berlin gelebt hatte, entschied er sich im Alter von 35 Jahren schließlich, sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren.
Im Jahre 2016 war er zum ersten Mal beim Mordsharz-Festival dabei.
Im Jahr 2002 veröffentlichte er sein erstes Buch, Schwule Schurken, eine Sammlung von elf Porträts historischer Persönlichkeiten, die Walz mit Homosexualität in Zusammenhang brachte: Alexander der Große, Heliogabal, Papst Sixtus IV., Friedrich der Große, Maximilien Robespierre, Alfred Redl, Ernst Röhm, J. Edgar Hoover, Yukio Mishima, Michael Kühnen und Jeffrey Dahmer. Walz wollte mit diesen Darstellungen zumeist negativ besetzter Figuren nach eigener Aussage auch ein Gegengewicht zum herrschenden Zeitgeist setzen:
Mit seinem Debütroman Die Herrin der Päpste um die römische Papstmutter Marozia hatte Walz 2003 auf Anhieb großen Erfolg. Sein Interesse an geschichtlichen Stoffen schlug sich auch in den historischen Romanen Die Schleier der Salome (2005), der Geschichte der judäischen Prinzessin Salome, und Die Sternjägerin (2006) über die Astronomin Elisabeth Hevelius nieder. Mit Die Glasmalerin legte Walz 2007 einen historischen Kriminalroman vor, der vor dem Hintergrund des Konzils von Trient spielt. Dessen Protagonisten, die Glasmalerin Antonia Bender und der Jesuit Sandro Carrissimi, tauchten auch in Die Hure von Rom wieder auf. Diese Romane veröffentlichte Walz im Blanvalet Verlag.
Bei allen seinen historischen Darstellungen legt Walz jedoch stets auf die dichterische Freiheit Wert: Er weist daher in den Nachworten seiner Romane darauf hin, welche Ereignisse wahr und welche spekulativ oder erfunden sind.
Unter dem Pseudonym Eric Berg schrieb Eric Walz mehrere Krimis und Jugendthriller.
Das Nebelhaus erschien 2013 im Limes-Verlag.
Das Buch hatte auf Anhieb großen Erfolg und landete auf dem Spiegel-Bestseller-Listen auf Platz 6.
Die Zeitungen sprachen von einem gelungenen und spannendem Krimi voller vielschichtiger Charaktere und Plots.
Die gekonnte Mischung aus Whodunit-Krimi, großem menschlichen Drama und der teils mystisch anmutenden Küstenlandschaft von Hiddensee konnte sowohl Leser als auch Kritiker begeistern und ließen sogar teils Hitchcock-Bezüge feststellen.
Eric Berg hat sich laut eigenen Aussagen von mehreren Prämissen leiten lassen:
Die Mörder sind normale Leute von Nebenan ohne psychische Auffälligkeiten und die Taten geschehen durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, aus denen sich die Täter nicht mehr befreien können. Dadurch werden moralische Fragen aufgeworfen, wie etwa in Die Schattenbucht das Thema Selbstjustiz, oder in Das Küstengrab, wie weit Freundschaft gehen darf.
Durch mehrere erzählte Zeitebenen und die dadurch gezielt gestreuten Informationen wird Spannung langsam aufgebaut. Mal wissen die Leser schon mehr als die Hauptfiguren und manchmal ist es genau andersherum. Vorbilder hierfür sind Patricia Highsmith und Alfred Hitchcock. Die Kritiker beschrieben es als eine sich „von hinten anschleichende“ Spannung.
Im Vordergrund steht das psychologische Dilemma, nicht die Gewalt. Schockelemente werden sparsam gegen Ende eingesetzt, wie in Das Nebelhaus der Amoklauf gegen Ende des Romans.
Der von Berg genutzte, für Hitchcock typische, Suspense-Effekt findet sich dann auch in den nachfolgenden Romanen als Muster wieder. Auf mehreren Zeitebenen ist ein geschlossener Personenkreis um eine Tragödie versammelt und die Lösung von Geheimnissen ist das Ziel der Geschichte.