Eres Holz (* 26. September 1977 in Rechovot) ist ein israelisch-deutscher Komponist, der seit 2003 in Berlin lebt. Er beschäftigt sich mit elektroakustischer Musik, wobei sein Spezialgebiet die algorithmische Komposition ist.
Holz studierte von 1998 bis 2011 Komposition und elektronische Musik in Tel Aviv und Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Ruben Seroussi, Hanspeter Kyburz und Wolfgang Heiniger. Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter für Algorithmische Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Holz’ Werke werden in Deutschland und international von renommierten Musikern in verschiedenen Festivals und Konzertreihen aufgeführt u. a. Forum neuer Musik (DLF), Ultraschall, Ars Nova (SWR), Impuls Festival in Graz, Südseite nachts – Musik der Jahrhunderte, Klangwerkstatt, ZKM, Unerhörte Musik, Randspiele, Tonlagen, Impuls Festival in Sachsen-Anhalt, Schwere Reiter, ZeitGenuss, Akademie der Künste, Brücken, Podium Worpswede e. V., Staatsoper im Schiller Theater Berlin, Schauspielhaus Berlin, Theater und Musik in Ahrensburg e. V., Totally-Trumpet und Tagliot.
Mehrere Radiosendungen im deutschen Rundfunk befassten sich mit seiner Musik.
Holz ist seit 2014 Mitglied der Akademie Deutscher Musikautoren.
Von 2015 bis 2018 war er als Jurymitglied der Initiative Neue Musik Berlin tätig. 2020 ist er in die Jury des Senats von Berlin zur Förderung von „Arbeitsstipendien für Ernste Musik 2020“ berufen worden.
In den Jahren 2005, 2008 und 2010 war er Preisträger des Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik.
2012 erhielt er ein Aufenthaltsstipendium an der Cité Internationale des Arts Paris für 2013, ein Stipendium das durch den Berliner Senat ermöglicht wird.
2013 wurde seine Komposition Vier Schatten für Blechbläserquintett bei dem Carl von Ossietzky – Kompositionspreis ausgezeichnet.
2013, 2014 und 2015 erhielt er Kompositionsstipendien des Berliner Senats.
2017 wurde Holz zum Composer-in-residence des Deutschlandfunks erkoren.
Eres Holz’ Musik ist oft durch die Auseinandersetzung mit außermusikalischen Inspirationsquellen, etwa Psychologie und Film, geprägt: Seine Komposition LATAH (2006/07) wurde durch die Beschäftigung mit der unter anderem in Malaysia auftretenden psychischen Störung Latah angeregt, Weiße Wunden (2008) basiert auf einem Text des belgischen Regisseurs Jan Fabre. Holz lässt diese außermusikalischen Elemente mit teils rigiden innermusikalischen Organisationsprinzipien kollidieren, die er mithilfe algorithmischer Kompositionsmodelle entwickelte. Daneben bezieht Holz immer wieder elektronische Klänge in seine Kompositionen ein.
Brain of Love (2024) für großes Ensemble und Live-Elektronik; Auftragskomposition von Ensemble New Babylon
DEATH (2023) für Licht, zwei Baßklarinetten und Live-Elektronik
three minds - twisted (2023) für Streichquartett; Auftragskomposition des Festivals Tonedmelisma
Ein Mensch erkennt, dass er nie Mensch war (2023) für großes Ensemble, Video und Live-Elektronik; Auftragskomposition für den Deutschlandfunk
MACH (2022) für Blockflöten und Live-Elektronik
MACH (2021) für Harfe und Live-Elektronik