Enrique Miguel Iglesias Preysler [enˈrike miˈɣɛl iˈɣlesjas ˈpɾejzleɾ] (* 8. Mai 1975 in Madrid) ist ein spanisch-philippinisch-US-amerikanischer R&B- sowie Dance-Pop-Sänger, Songwriter und Schauspieler. Zu seinen bekanntesten Titeln gehören Bailamos, Rhythm Divine, Hero, Escape, Do You Know? (The Ping Pong Song), Takin’ Back My Love, Bailando und Duele el corazón.
Iglesias’ Vater ist der spanische Sänger Julio Iglesias, seine Mutter die philippinische ehemalige Schönheitskönigin Isabel Preysler. Seine beiden älteren leiblichen Geschwister sind Julio Iglesias Jr., der ebenfalls als Sänger aktiv ist, und die Journalistin Chábeli Iglesias. Iglesias hat noch fünf Halbgeschwister, die sein Vater Julio mit seiner zweiten Frau Miranda hat. Als Iglesias acht Jahre alt war, zog er mit seinem Vater, der zu dieser Zeit schon geschieden war, nach Miami. Hier besuchte er die Gulliver Preparatory School, wo er sein Gesangs-Debüt bei der Produktion von Hello, Dolly! machte. Anschließend begann er sein Studium in Wirtschaftsrecht an der University of Miami, brach es wiederum ab, um in Toronto sein erstes Album aufzunehmen.
Seit 2001 ist Iglesias mit der ehemaligen russischen Tennisspielerin Anna Sergejewna Kurnikowa liiert, die in seinem Musikvideo Escape mitspielte.
Er hat mit ihr seit 2017 Zwillinge, einen Sohn und eine Tochter. Am 30. Januar 2020 kam ihr drittes Kind auf die Welt. Am 17. Dezember 2025 wurde das vierte Kind, ein Sohn, geboren.
1995–1998: Enrique Iglesias, Vivir und Cosas del Amor
Am 21. November 1995 veröffentlichte er sein selbstbetiteltes und spanischsprachiges Debütalbum Enrique Iglesias, welches ebenfalls auf Portugiesisch sowie italienisch aufgenommen wurde. Zwar erreichte es lediglich Platz 148 der US-amerikanischen Billboard 200, jedoch konnte es sich allein in der ersten Woche nach der Veröffentlichung über 500.000-mal verkaufen. Bei den Grammy Awards im Jahr 1997 gewann das Album in der Kategorie Best Latin Pop Album.
Anfang 1997 erschien sein zweites Album Vivir, welches wie das vorhergehende Album ebenfalls auf Spanisch aufgenommen wurde. Es kletterte bis auf Platz 33 in den US-amerikanischen Album-Charts und erreichte dort, mit über 1 Million verkauften Einheiten, Platinstatus. Das Album wurde bei den Grammy Awards im Jahr 1998 in der Kategorie Best Latin Pop Album nominiert, es verlor aber gegen das Album Romances von Luis Miguel.
Im Spätsommer 1998 veröffentlichte Iglesias mit Cosas del Amor ein weiteres spanischsprachiges Album, das es bis auf Platz 64 in den US-amerikanischen Billboard 200 schaffte, in den USA auch mit Gold ausgezeichnet und, wie seine vorherigen Alben auch, bei den Grammy Awards in der Kategorie Best Latin Pop Album nominiert wurde, dabei jedoch nicht erfolgreich.
Um 1999 begann Iglesias in den englischen Musikmarkt einzusteigen. So brachte er im Sommer desselben Jahres den Song Bailamos heraus, welcher ebenfalls in dem Film Wild Wild West zu hören ist. Der Song erreichte in den USA sogar die Chartspitze und hatte weltweit großen Erfolg.
Daraufhin unterzeichnete er einen Plattenvertrag bei Interscope Records und veröffentlichte somit Ende 1999 sein erstes englischsprachiges Album Enrique. Es brachte es in über 32 Ländern auf Gold- oder Platinstatus und kletterte bis in die Top 10 vieler internationaler Album-Charts. Zudem beinhaltet es unter anderem weitere Single-Auskopplungen, wie Sad Eyes und Rhythm Divine. Letztere avancierte sowohl in Spanien im Jahr 2000 zum Nummer-eins-Hit als auch bei den Billboard Hot Latin Songs. Die Single Could I Have This Kiss Forever wurde mit Whitney Houston aufgenommen und schaffte es in der Schweiz bis auf Platz 1. Zudem gelang Iglesias mit einer weiteren Single des Albums, Be With You, ein erneuter Nummer-eins-Hit in den Vereinigten Staaten.
Im Jahr 2000 trat er beim Super Bowl XXXIV mit Christina Aguilera, Phil Collins und Toni Braxton auf. Daraufhin meinte Howard Stern, dass Iglesias nicht live singen könne. Am 8. Juni desselben Jahres trat dieser dann in seiner Show auf und sang live vor Stern. Letzterer nahm seine Beschuldigung zurück und bemerkte, dass Iglesias doch in der Lage sei, live zu singen.
Am 3. September 2001 brachte er die erste Singleauskopplung Hero seines nächsten Albums Escape heraus. Die Single wurde ein weltweiter Erfolg und wurde zugleich ein Nummer-eins-Hit, beispielsweise in der Schweiz, in Großbritannien, in Australien oder in Kanada. In den USA erreichte die Single Platz 3, ebenso in Deutschland und Österreich.
In den darauffolgenden Monaten wurden weitere Singles des Albums veröffentlicht, unter anderem Don’t Turn Off the Lights, Love to See You Cry, Maybe sowie To Love a Woman. Letztere wurde mit Lionel Richie aufgenommen. Die Single-Auskopplung Escape, welche denselben Namen wie das dazugehörige Album trägt, wurde nach Hero eine ebenso erfolgreiche Auskopplung des Albums.
Das zweite englischsprachige Album Escape erschien am 30. Oktober 2001 und übertraf den Erfolg des davorherigen Albums. So schaffte es bis auf die Chartspitze der Album-Charts in Großbritannien ebenso in Australien, wo es das meistverkaufte Album im Jahr 2002 ist. In den Vereinigten Staaten kletterte
Escape bis auf Platz 2 und verkaufte sich dort in der ersten Woche nach der Veröffentlichung rund 270.000-mal. Das Album wurde zahlreich ausgezeichnet: Beispielsweise in Australien sowie in Kanada wurde das Album jeweils 5-mal mit Platin ausgezeichnet, in Großbritannien 4-mal und in den USA 3-mal.
Am 17. September 2002 wurde das vierte spanische Album Quizas (deutsch: Vielleicht) veröffentlicht. Der Titel erzählt über die angespannte Beziehung zwischen Iglesias und seinem Vater Julio Iglesias. Das Album erreichte Platz 12 in den US-amerikanischen Albumcharts und ist somit das Album, welches die höchste spanischsprachige Chartplatzierung in den Billboard 200 bedeutet. Dies gelang bislang noch keinem spanischen Künstler. In der Schweiz stieg Quizas bis auf Platz 41. Es konnte sich zudem in der ersten Woche rund 1 Million Mal verkaufen. Bei den Latin Grammy Awards im Jahr 2003 gewann das Album in der Kategorie Best Pop Vocal Album.
Ende 2003 erschien sein siebtes Album, welches den Namen 7 trägt und nicht wie das davorherige Album auf Spanisch, sondern diesmal wieder auf Englisch aufgenommen wurde. Lediglich zwei Singles wurden vom Album veröffentlicht, und zwar Addicted sowie Not in Love. Letztere wurde mit Kelis aufgenommen und erreichte die Top 15 der Singles Charts in Deutschland, in Australien und in der Schweiz. In Großbritannien schaffte es die Single sogar bis in die Top 5 der Charts.
2007–2009: Insomniac und Greatest Hits