Emil Wilhelm Emilius Zinn Hartmann (* 21. Februar 1836 in Kopenhagen; † 18. Juli 1898 ebenda) war ein dänischer Komponist und Sohn von Johann Peter Emilius Hartmann.
Emil Hartmann erhielt seine Ausbildung durch seinen Vater und seinen Schwager Niels Wilhelm Gade, nahm dann wissenschaftliche Studien an der Universität Kopenhagen auf, wandte sich jedoch nach Absolvierung derselben ganz der Musik zu und brachte bereits Ende der 1850er Jahre mehrere dramatische Arbeiten mit Erfolg am königlichen Hoftheater zur Aufführung.
1860 unternahm Hartmann, mit einem Stipendium versehen, eine Studienreise, die ihn unter anderem auch für längere Zeit nach Leipzig führte. Nach Kopenhagen zurückgekehrt, wirkte er von 1860 an als Organist, zog sich jedoch 1873 auf einen Landsitz bei Kopenhagen zurück, um sich ausschließlich der Komposition zu widmen.
Hartmann heiratete Bolette Puggaard, mit der er die Söhne Johannes Palmer Hartmann und Oluf Hartmann, sowie die Tochter Bodil Hartmann bekam.
Von seinen Arbeiten, deren viele auch in Deutschland mit Beifall zur Aufführung gelangten, sind im Druck erschienen:
Klavier- und Kammermusikstücke
Lieder und Weisen im nordischen Volkston
Nordische Volkstänze für Orchester
die Ouvertüre Eine nordische Heerfahrt
Serenade für Klavier, Cello und Klarinette
Hakon Jarl, Symfonisk digt, op. 40 (1887)
Op. 1 Four songs on texts by Emil Aarestrup and Christian Winther (1857)
Passion Hymn (soprano, chorus and orchestra, 1858)
Flejdstuen (ballet composed together with August Winding, 1859)
Op. 2 Halling og Menuet (wedding music) - Nordic folk dance no. 4
Op. 3 Spring Dance - Nordic folk dance No. 5
A Night of the Mountains (singspiel, 1863)
Cantata for Johanneskirke inauguration (choir and organ, 1864)