An diesem Tag

Eleanor Burford

Britische Schriftstellerin

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Eleanor Alice Burford, verheiratete Hibbert (* 1. September 1906 in Kensington; † 18. Januar 1993) war eine britische Schriftstellerin.

Hibbert stammte aus einfachen Verhältnissen. Mit sechzehn Jahren verließ sie 1922 die Schule und begann anschließend in Hatton Garden (City of London) als Schreibkraft bei einem Juwelier zu arbeiten. Über ihren Arbeitgeber lernte sie den Kaufmann George Percival Hibbert kennen, den sie, obwohl er zwanzig Jahre älter war, bald darauf heiratete.

Auch nachdem sie zur Bestseller-Autorin avancierte, lebte sie zeit ihres Lebens immer bescheiden. Neben ihren Büchern und den Recherchen dazu konnte sie sich nur für King’s Lodging in Sandwich in Kent begeistern. Diesen Herrschaftssitz, den bisher schon mehrere englische Könige besucht hatten, hatte sie erworben und restaurieren lassen.

Als ihr Ehemann gestorben war, wurde ihr King’s Lodging zu groß und sie ließ sich in London in einer kleinen bequemen Wohnung nieder. Als Witwe verbrachte sie jeden Winter auf einer Kreuzfahrt. Ihre letzte Reise sollte sie einmal rund ums Mittelmeer führen. Sie starb im Alter von über 86 Jahren am 18. Januar 1993 auf hoher See zwischen Athen und Port Said, Ägypten.

Hibbert las begeistert seit ihrer Schulzeit und nach eigenem Bekunden sah sie in den Geschwistern Brontë, Charles Dickens, George Eliot, Victor Hugo und Leo Tolstoi ihre literarischen Vorbilder.

Nach ersten eigenen literarischen Versuchen, die nicht sehr befriedigend waren, konnte sie mit Kurzgeschichten für die Daily Mail und den Evening News auch Geld verdienen. Später schrieb sie auch zu historischen Themen im Feuilleton.

Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1941 unter ihrem eigenen Namen Eleanor Burford und bis 1962 benutzte sie diesen Namen für 32 Romane. Das Pseudonym Jean Plaidy verwendete sie zwischen 1948 und 1993, wobei einige Romane, die erst unter anderem Namen veröffentlicht worden waren, erneut unter diesem Namen auf den Markt kamen. Mit den unterschiedlichen Namen wollte sie auch die einzelnen Genres abgrenzen.

Von 1950 bis 1953 schrieb sie fünf Romane als Elbur Ford, zwischen 1952 und 1960 acht Romane als Kathleen Kellow. Als Ellalice Tate wurden es von 1956 und 1961 fünf Romane und als Anne Percival veröffentlichte sie 1960 einen einzigen Roman. Ihre bekanntesten Pseudonyme wurden Victoria Holt (von 1960 bis 1993) und Philippa Carr (von 1972 bis 1993). Viele Leser, die sie unter einem Namen kannten, vermuteten sie selten unter den anderen.

Hibberts Œuvre umfasst rund 200 historische Romane, in denen sie oft reale historische Ereignisse phantasievoll erzählt oder weiterentwickelt; als Jean Plaidy gilt sie als eine der populärsten britischen Autorinnen von historischen Abenteuerromanen. Als Philippa Carr war sie u. a. die Autorin der Reihe Daughters of England, die viele Generationen englischer Geschichte umfasst. Die Reihe beginnt mit dem Buch Geheimnis im Kloster im Jahre 1522, zur Zeit Heinrich VIII. von England, und das letzte (19.) Buch dieser Reihe heißt Wiedersehen in Cornwall und spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Poison in Pimlico. Laurie Books, London 1950.

The flesh and the devil. Laurie Books, London 1950.

Bed disturbed. Laurie Books, London 1952.

Such bitter business. Heinemann, London 1953 (früherer Titel: Evil in the house).

The love-child. Laurie Books, London 1950 (s. a. Philippa Carr).

Miracle at St. Bruno’s. Putnam, New York 1972.

Geheimnis im Kloster. Heyne, München 1982, ISBN 3-453-01422-7.

The lion triumphant. Putnam, New York 1973, ISBN 0-399-11135-2.

Der springende Löwe. Heyne, München 1982, ISBN 3-453-01454-5.

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