An diesem Tag

Eisbären Berlin

Eishockeyclub aus Berlin

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Die Eisbären Berlin sind ein traditionsreicher Berliner Eishockeyklub, der seit der Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Jahr 1994 ununterbrochen als Gründungsmitglied in Deutschlands höchster Eishockey-Spielklasse vertreten ist. Ihre Heimspiele tragen die Eisbären in der Uber Arena aus.

Die Profimannschaft des EHC Eisbären Berlin wurde 1994 in eine GmbH ausgegliedert, die zur Anschutz Entertainment Group gehört. Für die Nachwuchsarbeit ist seit dem Jahr 2000 der Verein Eisbären Juniors Berlin verantwortlich. Die Vereinsfarben des Klubs sind Dunkelblau, Rot und Weiß.

Mit insgesamt zwölf gewonnenen deutschen Meisterschaften zwischen 2005 und 2026 sind die Eisbären Berlin der erfolgreichste Verein der DEL-Geschichte und halten den Rekord für die meisten Meistertitel seit Einführung der Liga. Auch auf internationaler Ebene konnten die Berliner Erfolge feiern: 2010 gewann der Klub die erstmals ausgetragene European Trophy. Darüber hinaus zählen die Eisbären zu den publikumsstärksten Eishockeyvereinen Europas. In der Saison 2018/19 verzeichneten ihre Heimspiele die zweithöchsten Zuschauerzahlen aller europäischen Eishockeyklubs.

1950 bis 1953 – Die Anfänge im Berliner Eishockeysport

Die Wurzeln des Vereins gehen auf die 1950 gegründete Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei zurück. Auf Befehl des Chefs der Deutschen Volkspolizei Karl Maron wurde in dieser Sportvereinigung eine Sektion Eishockey eingerichtet. Die SV Deutsche Volkspolizei Berlin bestritt am 9. Juni 1951 ihr erstes Eishockeyspiel in der Werner-Seelenbinder-Halle gegen die BSG Einheit Berliner Bär. Neben dem bereits etablierten Berliner Eishockeyclub gelang es dem Verein in der Folge, an Popularität zu den Berliner Meistertitel zu erlangen. Da die Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die DDR-Oberliga mangels Beteiligung ausfiel, konnte die SV DVP im darauf folgenden Jahr direkt an der höchsten Spielklasse teilnehmen. Nach dem sportlichen Abstieg 1952 wurde die Mannschaft in SG Dynamo Berlin umbenannt und hatte nach einer ungeschlagenen Folgesaison das Recht, wieder in der Oberliga anzutreten. Dies wurde jedoch durch einen „Befehl von oben“ unterbunden, der Verein musste sich auflösen und die besten Spieler wie Hans Frenzel und Wolfgang Nickel an den Konkurrenten BSG Chemie Weißwasser abgeben. Durch den Beschluss des Deutschen Sportausschusses, durch Finanzierung der Betriebe oder staatlichen Trägern Sportclubs zu gründen, entstand im Jahr darauf der Nachfolgeverein SC Dynamo Berlin, der sich dann bald auch sportlich durchsetzen konnte.

1954 bis 1970 – Alltag in der DDR-Oberliga

Ab 1954 gab es auf Beschluss der Parteiführung der DDR keine so genannten Betriebs- und Sportgemeinschaften – kurz BSG/SG – mehr und so entstand nur ein Jahr nach der Auflösung der Eishockeyabteilung der SG Dynamo Berlin der Sportclub Dynamo Berlin, aus dem eine Eishockeymannschaft organisiert wurde. Obwohl dem Club als Sportstätte das neu errichtete Sportforum zur Verfügung stand, spielte und trainierte die Mannschaft nach wie vor in der Werner-Seelenbinder-Halle in Prenzlauer Berg. Nach einem Sieg gegen die SG Chemie Weißwasser und dem folgenden Staffelsieg wurden die Voraussetzungen für einen Spielbetrieb in der zweithöchsten DDR-Spielklasse geschaffen. Damit war der SC Dynamo sportlich für die DDR-Oberliga qualifiziert, doch die Entscheidung des Deutschen Eislauf-Verbandes der DDR, nur noch vier Mannschaften in der Oberliga zuzulassen, verhinderte den Aufstieg.

Durch die Auflösung des HSG Wissenschaft HU Berlin aus der ersten DDR-Liga gelang es dem SC Dynamo, ab der Spielzeit 1956/57 am regulären Spielbetrieb der DDR-Oberliga teilzunehmen, er musste sich jedoch in den Folgejahren der Übermacht der SG Dynamo Weißwasser sowie dem SC Einheit Berlin und SC Wismut Karl-Marx-Stadt beugen. Zur Saison 1957/58 wurde erstmals die Kunsteisbahn im Sportforum in Betrieb genommen und die Mannschaft verfügte nun über eine eigene Heimspiel- und Trainingsstätte.

Die Saison 1959/60 wurde in zwei Staffeln mit jeweils vier Mannschaften und einer anschließenden Finalrunde ausgespielt. Trotz der Sturmreihe Ziesche–Klügel–Frenzel, welche 72 der insgesamt 116 Tore schossen, stand am Ende nach dem Vizemeistertitel des Vorjahres erneut der zweite Rang hinter dem Rivalen Weißwasser zu Buche. Diverse Modusänderungen – immer im Sinne der internationalen Wettbewerbsfähigkeit – brachten die kommenden Saisons mit sich, in denen ebenfalls stets der Dauerkonkurrent aus der Lausitz die Oberhand im Rennen um die Meisterschaft behielt. Dies änderte sich erstmals in der Saison 1965/66. Die Meisterschaft wurde in dieser Saison durch vier Mannschaften – Teilnehmer waren der ASK Vorwärts Crimmitschau, der TSC Berlin, die SG Dynamo Weißwasser sowie der SC Dynamo Berlin – in vier Turnieren ausgespielt. Durch einen 2:1-Erfolg gegen die SG Dynamo Weißwasser wurde am letzten Turnierwochenende gegen die Lausitzer im entscheidenden Spiel die erste deutsche Meisterschaft der DDR eingefahren.

Im darauf folgenden Jahr spielten erstmals nach zehn Jahren wieder „gesamtdeutsche“ Teams gegeneinander, so wurde ein Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister EC Bad Tölz ausgetragen, aus dem die Dynamos siegreich hervorgingen und sich damit informell „gesamtdeutscher Meister“ nennen durften. Die reguläre Meisterschaft wurde 1966/67 im Zeitraum von 31 Tagen in diesmal fünf Turnieren ausgespielt. Nach 15 Spielen stand der SC Dynamo Berlin zum zweiten Mal an der Spitze und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Der Vorsprung zum Verfolger aus Weißwasser betrug wie im Vorjahr lediglich einen Zähler. In der Saison 1967/68 nahmen acht Mannschaften an der DDR-Meisterschaft teil. Diese wurde in einer Einfachrunde ausgespielt. Neben den vier Teams aus der Vorsaison nahmen der SC Karl-Marx-Stadt, der TSC Berlin, Einheit Dresden sowie Turbine Erfurt teil. Am Ende gewann der SC Dynamo Berlin mit drei Punkten Vorsprung auf den Vizemeister Weißwasser zum dritten Mal die DDR-Meisterschaft und schaffte den Titel-Hattrick. Im darauf folgenden Jahr, wieder starteten acht Teams in der DDR-Oberliga, sollten nach der Einfachrunde unter den besten vier Mannschaften in vier Turnieren der Meister ausgespielt werden. Nach schlechten Ergebnissen im dritten Turnier in Weißwasser musste der Titel wieder in die Oberlausitz gegeben werden. Der dritte Platz nach der Saison 1969/70 bedeutete aus Vereinssicht den vorläufigen Tiefpunkt.

Die erste Europacupteilnahme gelang dem SC Dynamo 1966 aufgrund des im Vorjahr erstmals gewonnenen Meistertitels in der DDR-Oberliga. Dies war gleichzeitig die erste Teilnahme einer Eishockeymannschaft aus der DDR, da es dem Kontrahenten aus Weißwasser die Jahre zuvor an Unterstützung seitens des nationalen Verbandes mangelte. Am 14. Dezember 1966 kam es somit zur ersten Partie auf internationalem Parkett gegen den finnischen Meister Ilves Tampere. Es wurde ein Spielmodus beschlossen, welcher jedem Verein zwei Heimspiele garantieren sollte. Nach diesen vier Spielen, in der die Hohenschönhausener lediglich ein Unentschieden gegen die Finnen herausholten, war diese Europacupsaison zu Ende und die Mannschaft aus Tampere zog in die nächste Runde ein. In der Folgesaison zogen die Dynamos – wie ein Jahr zuvor schon – ein Freilos und standen damit in Runde zwei dem schwedischen Meister Brynäs Gävle gegenüber. Der Favorit wurde im entscheidenden Spiel durch Penaltyschießen bezwungen und nachdem im anschließenden Viertelfinale Ässät Pori ausgeschaltet worden war, stand im Halbfinale mit dem tschechischen Vertreter Dukla Jihlava die nächste Hürde an, an der die Berliner jedoch scheiterten.

Als Halbfinalist des Vorjahres wurde der SC Dynamo automatisch erst für die zweite Runde der Europacuprunde 1968/69 gesetzt. Dort wurde der GKS Katowice geschlagen und nach einem Rückzug des Vorjahresgegners Brynäs Gävle stand im Halbfinale die damalige europaweit dominierende Mannschaft ZSKA Moskau auf dem Programm. Gegen den sowjetischen „Übergegner“ war jedoch nach einem 1:11 und einem 0:13 nach der Runde der letzten Vier Schluss.

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