Eino Tamberg (* 27. Mai 1930 in Tallinn; † 24. Dezember 2010 ebenda) war ein estnischer Komponist.
Tamberg studierte am Konservatorium von Tallinn bei Eugen Kapp. Von 1953 bis 1959 war er Toningenieur beim Estnischen Radio, danach künstlerischer Berater des estnischen Komponistenverbandes. Seit 1968 wirkte er als Dozent und seit 1978 als Professor für Komposition an der Estnischen Musikakademie. 1974 wurde er Sekretär des estnischen Komponistenverbandes. Er gründete eine eigene Kompositionsschule, aus der Musiker wie Raimo Kangro, Peeter Vähi, Margo Kõlar, Toivo Tulev, Mari Vihmand und Mart Siimer hervorgingen. 1999 wurde er mit dem Staatlichen Estnischen Kulturpreis ausgezeichnet.
1955: Vürst Gabriel, Orchestersuite
1955: Fünf Romanzen nach Gedichten vom Sándor Petőfi
1957: Sinfonische Tänze für Orchester
1959: Suite für gemischten Chor und Orchester
1960: Chöre zu Sophokles’ Oedipus Rex
1961: Laul Aafrikale für Männerchor und Schlagzeug
1962: Kuupaisteoratoorium (Mondscheinoratorium) für Sopran, Bariton, zwei Sprecher und Orchester
1963: Poiss ja liblikas (Der Junge und der Schmetterling), Ballett
1965: Raudne kodu (Das eiserne Haus), Oper
1970: Prelude und Metamorphose für Violine, Horn und Klavier
1972: Konzert für Trompete und Orchester
1972: Klavier-Album für die Jugend
1974: Cyrano de Bergerac, Oper
1975: Siegesfanfaren, Kantate für gemischten Chor und Orchester
1981: Konzert für Violine und Orchester
1983: Lend (Der Flug), Oper, 1983, nach einem Libretto von Arvo Valton