Edward van de Vendel (* 1. August 1964 in Leerdam) ist ein niederländischer Schriftsteller von Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern.
Edward van de Vendel gründete mit einem Kollegen eine Grundschule in Heemstede, die er vier Jahre lang leitete. 1996 erschien sein erstes Buch, Betrap me. 2001 gab er den Lehrerberuf auf und widmete sich vollkommen dem Schreiben. Sein schriftstellerisches Werk umfasst Kinderbücher, Kinderlyrik, Jugendbücher sowie Sachbücher. Sein Buch Twice oder cooler als Eis war 2005 offizielles Geschenkbuch der niederländischen Kinderbuchwoche und wurde in einer Auflage von 390.000 Exemplaren gedruckt. In den Niederlanden sind seine Bücher fast ausschließlich bei seinen Stammverlagen Querido und De Eenhoorn erschienen. Bis heute hat Edward van de Vendel mehr als 50 Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Der Großteil davon sind Bilderbücher und Kinderbücher.
Edward van de Vendels Bücher sind in dreizehn Sprachen übersetzt (Deutsch, Englisch, Bokmal, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Dänisch, Chinesisch, Georgisch, Katalanisch, Slowenisch). In deutscher Übersetzung liegen bislang elf Bücher von Edward van de Vendel vor, die alle von Rolf Erdorf übersetzt wurden: Spring, wenn du dich traust (2001, 2008 Neuausgabe unter dem Titel Die Tage der Bluegrass-Liebe), Was ich vergessen habe (2004), Anna Maria Sofia und der kleine Wim (2006), Großvater, Kleinvater (2007), Zwei Millionen Schmetterlinge (2007), Superguppy (2008), Twice oder cooler als Eis (2008), Die langen Nächte der Stille (2009), Lieb sein, Superguppy (2011), Der Glücksfinder (2011) und Die Taube, die sich nicht traute (2011). Deutscher Stammverlag von Edward van de Vendel ist der Carlsen Verlag – hier sind sieben seiner Bücher erschienen: die Jugendbücher Spring, wenn du dich traust, Die langen Nächte der Stille und Der Glücksfinder, die Kinderbücher Was ich vergessen habe und Twice oder cooler als Eis, und außerdem die Bilderbücher Anna Maria Sofia und der kleine Wim und Großvater, Kleinvater. Daneben publizierte der Boje Verlag das Bilderbuch Zwei Millionen Schmetterlinge und die beiden Kinderlyrik-Bände Superguppy und Lieb sein, Superguppy. Beim Gerstenberg Verlag erschien sein Bilderbuch Die Taube, die sich nicht traute. Außerdem erschien 2012 unter dem Titel Hier wohnt mein Glück – Gedichte für Kinder und Erwachsene in Deutschland ein von Edward van de Vendel und Natalie Tornai herausgegebener Sammelband mit Gedichten verschiedener Autoren, auch von Edward van de Vendel. Mit Ein Hund wie Sam (Illustration: Philip Hopman, Übersetzung ins Deutsche: Rolf Erdorf) erscheint im August 2013 das zwölfte Buch von Edward van de Vendel in deutscher Übersetzung.
2015 war er Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Edward van de Vendel war 2005 für den Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Buch Was ich vergessen habe nominiert, und außerdem 2011 und 2012 für den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis. In den Niederlanden wurde er für sein Werk bislang sieben Mal mit dem Zilveren Griffel (2001, 2004, 2008–2012), drei Mal mit dem Gouden Zoen (1999, 2000, 2007), sowie einmal mit dem Woutertje Pieterse Prijs (2004) ausgezeichnet. Edward van de Vendel lebt in Rotterdam.
1999: Gouden Zoen für Gijsbrecht
2000: Gouden Zoen für Spring, wenn du dich traust
2001: Zilveren Griffel für Dom konijn
2004: Zilveren Griffel für Superguppy
2004: Woutertje Pieterse Prijs für Superguppy
2005: Buch des Monats des Instituts für Jugendliteratur im Januar für Was ich vergessen habe
2005: Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis für Was ich vergessen habe in der Kategorie Kinderbuch
2006: Buch des Monats des Instituts für Jugendliteratur im Mai für Anna Maria Sofia und der kleine Wim
2007: Gouden Zoen für Die langen Nächte der Stille
2008: Zilveren Griffel für Zwei Millionen Schmetterlinge
2008: Buch des Monats des Instituts für Jugendliteratur im November für Superguppy
2008: LesePeter im Mai für Twice oder cooler als Eis
2009: Zilveren Griffel für Opa laat zijn tenen zien