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Eduard von der Pfalz

Prinz von der Pfalz

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Eduard von der Pfalz (* 5. Oktober 1625 in Den Haag; † 13. März 1663 in Paris) war ein pfälzischer Prinz aus der Linie Pfalz-Simmern.

Eduard war ein Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596–1632) aus dessen Ehe mit Elisabeth Stuart (1596–1662), Tochter des Königs Jakob I. von England. Eduard wurde in Den Haag geboren, wohin der „Winterkönig“ nach dem Verlust der böhmischen Königskrone mit seiner Familie geflohen war.

Heinrich Friedrich (1614–1629)

Karl Ludwig (1617–1680), Kurprinz und nachmaliger Kurfürst von der Pfalz

Elisabeth (1618–1680), seit dem 30. April 1667 Äbtissin zu Herford (Westfalen))

Ruprecht (1619–1682), seit 1643 Duke of Cumberland, britischer Admiral, Gouverneur von Windsor ⚭ morganatisch Lady Bellamont und später mit Margarete Hewes

Moritz (* 6. Januar 1621 in Küstrin; † September 1652, verschollen

Luise-Hollandine (1622–1709), seit 1664 Äbtissin zu Maubuisson

Henriette Marie (1626–1651) ⚭ Mai 1651 Sigismund II. Rákóczi Graf von Mongatsch

Philipp (1627–1650), lothringischer Reiterobers

Sophie (1630–1714) ⚭ Oktober 1658 Ernst August, Kurfürst von Hannover

Er wurde calvinistisch erzogen, konvertierte aber 1645, zum Verdruss seiner Mutter, zum Katholizismus, damit er Anna Gonzaga (1616–1684), eine Tochter von Carlo I. Gonzaga, Herzog von Mantua, Montferrat, Nevers und Rethel, heiraten konnte, die er bei einer Reise an den französischen Hof kennengelernt hatte. Die Ehe wurde am 24. April 1645 heimlich geschlossen und der Glaubenswechsel sorgte für einigen Gesichtsverlust bei Eduards Bruder, dem protestantischen Karl I. Ludwig von der Pfalz, der die kurfürstliche Würde anstrebte. Wegen seiner Konversion, gegen die seine protestantische Verwandtschaft entschieden vorging, wandte sich Eduard an den Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn, der dessen Erb- und Rechtsansprüche vertreten sollte.

Ende 1657 floh Eduards Schwester Luise Hollandine nach Frankreich, die durch den Einfluss ihres Bruders und dessen Gemahlin ebenfalls zum katholischen Glauben wechselte. Eduard lebte bis zu seinem Tod in Paris, wo er 37-jährig starb.

Durch seine Konversion wurde Eduard von der Erbfolge in der Pfalz ausgeschlossen. Durch den Act of Settlement von 1701 wurde 1714 der Sohn von Eduards Schwester Sophie von der Pfalz als Georg I. zum König von Großbritannien gekrönt. Eduards Töchter waren, als Angehörige des katholischen Glaubens, damit auch von der englischen Thronfolge ausgeschlossen worden. Eduard selbst war trotz seiner Konfession 1649 in den englischen Hosenbandorden aufgenommen worden.

Aus seiner Ehe hatte Eduard folgende Kinder:

⚭ 1671 Fürst Karl Theodor zu Salm (1645–1710), kaiserlicher Feldmarschall

Anna Henriette Julie (1648–1723)

⚭ 1663 Henri III. Jules de Bourbon, prince de Condé (1643–1709)

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Eduard von der Pfalz | World in Stories