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Edna Ferber

US-amerikanische Schriftstellerin ungarischer Herkunft

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Edna Ferber (* 15. August 1885 in Kalamazoo, Michigan; † 16. April 1968 in New York City) war eine US-amerikanische Schriftstellerin ungarischer Herkunft. Sie schrieb zahlreiche erfolgreiche Romane, Erzählungen und Theaterstücke, im Jahr 1925 gewann sie für ihren Roman So Big den Pulitzer-Preis. Viele ihrer Werke wurden erfolgreich in Filme (beispielsweise Giganten) und Musicals (Show Boat) adaptiert.

Ferber stammte aus einem gebildeten Elternhaus. Ihr Vater war Jacob Charles Ferber, ein eingewanderter Ungar jüdischen Glaubens, und ihre Mutter Julia Neuman, eine Amerikanerin. Sie hatte außerdem eine ältere Schwester namens Fanny. Ihre Familie befand sich zeitweilig in finanziell schwierigen Umständen, was zu mehreren Umzügen führte, bis die Familie sich schließlich 1897 in Appleton (Wisconsin) niederließ. Während dieser Zeit sah sich Ferber teilweise antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, dennoch verbrachte sie insgesamt eine relativ glückliche Kindheit. Sie besuchte die Highschool in Appleton, schrieb dort für die Schulzeitung und beteiligte sich an diversen Wettbewerben. Sie schloss die Highschool 1902 ab und besaß ein Stipendium der Northwestern University. Finanzielle Schwierigkeiten und die Erblindung ihres Vaters zwangen Ferber jedoch, ihre Studienpläne aufzugeben und stattdessen als Journalistin zu arbeiten. Nachdem sie einige Jahre für den Appleton Daily Crescent und das Milwaukee Journal gearbeitet hatte, erlitt sie einen Zusammenbruch, der ihre Karriere als Journalistin beendete. Ferber kehrte zurück ins Elternhaus und zog 1909 nach dem Tode ihres Vaters mit ihrer Familie nach Chicago. Dort begann sie, Kurzgeschichten für Magazine und Zeitschriften zu schreiben, und entwarf die Figur der Emma McChesney, deren Popularität ihr dann zum Durchbruch als Schriftstellerin verhalf.

Später gehörte sie dem literarischen Zirkel Algonquin Round Table in New York an, wo sie unter anderem mit Dorothy Parker, Franklin Pierce Adams und George S. Kaufman zusammenkam. Mit ihrem Kollegen Alexander Woollcott verband sie eine lebenslange Feindschaft.

In ihren populären Romanen, Erzählungen und Bühnenwerken beschreibt Ferber das Alltagsleben in den USA von der Gründerzeit bis zu ihrer Gegenwart. In einer Mischung realistischer und sentimentaler Elemente reflektieren ihre Werke die Geschichte verschiedener Regionen der USA. Häufig stehen dabei starke und kämpferische Frauen im Mittelpunkt ihres Werkes. Auch Themen wie Rassismus oder die Emanzipation der Frau werden behandelt. 1925 wurde ihr für den Roman So Big (dt. Eine Frau allein) der Pulitzer-Preis verliehen. Der Roman wurde erstmals 1924 als Ihr Junge mit Colleen Moore verfilmt. Weitere Adaptionen folgten 1932 als So Big mit Barbara Stanwyck und 1953 als Ein Herz aus Gold mit Jane Wyman in der Hauptrolle einer Farmersfrau, die durch den Handel mit Gemüse zu Wohlstand kommt und sich für ihren Sohn ein besseres Leben erhofft.

Zahlreiche Romane Ferbers sind erfolgreich verfilmt worden, unter anderem Nimm, was du kriegen kannst, 1936 von Howard Hawks und William Wyler mit Edward Arnold und Joel McCrea; Giganten, 1955 von George Stevens mit James Dean, Rock Hudson und Elizabeth Taylor; sowie Cimarron, erstmals 1931 (dt. Pioniere des wilden Westens) von Wesley Ruggles mit Richard Dix und Irene Dunne und danach 1960 von Anthony Mann mit Maria Schell und Glenn Ford.

Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Bühnenstücke Show Boat (dt. Das Komödiantenschiff), das insgesamt dreimal verfilmt wurde, und Dinner at Eight.

Am 16. April 1968 starb Edna Ferber in New York an Magenkrebs.

1925 Pulitzer-Preis für den Roman So big.

1930 Mitglied der American Academy of Arts and Letters

A Peculiar Treasure. Doubleday, Doran, New York 1960 (EA New York 1939)

A Kind of Magic. An autobiography. Vintage Books, New York 2014 (EA New York 1963).

Buttered Side Down. Doubleday Doran, New York 1941 (Nachdr. d. Ausg. New York 1912)

Roast Beef, Medium. The business adventures of Emma McChesney. Stokes, New York 1913.

Personality Plus. Some experiences of Emma McChesney and her son, Jock. Doubleday Doran, New York 1941 (Nachdr. d. Ausg. New York 1914).

Emma McChesney and Co. Garden City, N.Y. 1944 (Nachdr. d. Ausg. New York 1915)

Fanny Herself. University Press, Urbana, Ill. 2001, ISBN 0-252-02689-6 (EA New York 1917; illustriert von J. Henry)

Cheerful By Request. Doubleday, Page, Garden City, N.Y. 1918.

Half Portions. Books for Libraries, Freeport, N.Y. 1970, ISBN 0-386-93672-8. (Nachdr. d. Ausg. Garden City, N.Y. 1919)

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