An diesem Tag

Edith Baird

Englische Schachkomponistin

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Edith Elina Helen Winter-Wood Baird, bekannt als Edith Baird, (* 22. Februar 1859 als Edith Elina Helen Winter-Wood; † 1. Februar 1924 in Paignton) war eine englische Schachkomponistin. Sie veröffentlichte als Mrs. William James Baird.

Nach eigenen Angaben begann Baird mit dem Schachspiel, bevor sie zehn Jahre alt war.

Baird schuf ab dem Jahr 1888 mehr als 2000 Probleme, davon mehr als 750 innerhalb der ersten Dekade. Sie gewann als erste Dame Preise bei Selbstmatt-Turnieren. Die Kompositionen erhielten viele Auszeichnungen. Eines ihrer stärksten Turniere war in The Hackney Mercury 1893, bei dem bis zu sechs Steine für Dreizüger erlaubt waren. Baird gewann den ersten Preis unter anderem vor den als stark geltenden Komponisten Benjamin Glover Laws und Heinrich Friedrich Ludwig Meyer. Sie wurde noch vor 1897 als Queen of Chess ausgezeichnet. Eine besondere Vorliebe hegte Baird für retroanalytische Schachprobleme, in ihrem Buch The Twentieth Century Retractor ist eine große Zahl von Kompositionen dieser Richtung enthalten. Es handelt sich um das erste Buch überhaupt, das die Problemgattung des Rückzügers („retractor“) behandelt.

Sie gewann in drei aufeinanderfolgenden Jahren eine Schach-Silbermedaille in Sussex.

1. Sa3–c2. Gibt ein neues Fluchtfeld und schafft zugleich Zugzwang.

1. … e6–e5 2. Sc2–e3 matt (Mustermatt)

1. … d7–d6 2. Db6–b5 matt (Mustermatt)

Mit nur sieben Steinen ist das eine Miniatur im Stil der Böhmischen Schule.

Die Forderung dieses Fünfsteiners ist so zu verstehen: Nachdem Weiß einen Zug zurückgenommen hat, zieht Weiß neu und Schwarz antwortet so, dass ihn Weiß im nächsten Zug mattsetzen kann.

Weiß nimmt den Zug Sd6xLb5 zurück, für die folgenden Vorwärts-Züge steht also ein schwarzer Läufer auf b5 und der weiße Springer auf d6.

Nun vorwärts: 1. f5–f6 Lb5–d7 2. Ld4–b6 matt.

Die Aufgabe stand unter dem Motto „The Southern Cross“, also Kreuz des Südens.

Edith Baird war die Tochter des Poeten Thomas Winter-Wood, dem Inhaber des Anwesens von Hareston in Brixton in der Grafschaft Devon, das sich seit dem achten Jahr der Regentschaft von König Edward III. im Besitz der Familie befand. Nach neunzehn Generationen hinterließ John Wood erstmals nur eine Tochter, die John Winter, einen Nachkommen des Admirals William Winter († 1589) heiratete. Thomas Winter erhielt im November 1850 den Namen Wood zurück.

Edith Bairds Mutter war die Tochter von Edward Sole und Enkelin von Leutnant John Sole. Sie war ebenfalls sehr am Schach interessiert.

Edith Bairds Brüder E. J. Winter-Wood und Carslake W. Wood waren gleichfalls Schachkomponisten.

Im Jahr 1880 heiratete Edith Winter-Wood den Deputy Inspector-General W. J. Baird, M.D., R.N., der für seine Arbeit mehrere Auszeichnungen erhielt. Baird engagierte sich in der Politik, wo sie sich für finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und gegen Gewalt gegen Tiere, sowohl im Sport als auch durch Tierversuche, einsetzte. Sie war auch eine gute Sportbogenschützin. Darüber hinaus illuminierte und malte sie. Außerdem schrieb sie Lyrik.

Baird wurde als freundlich und charmant beschrieben.

E. J. Winter-Wood (1847–1920) war der ältere Bruder von Edith Baird. Sein Vater brachte ihm Schach bei, während er noch die Schule besuchte. In Boulogne-sur-Mer spielte er 1858 im Boulogne Chess Club und erhielt für jedes gewonnene Spiel Geld von seinen Eltern. Er gewann 118 von 185 Spielen. 1868 trat er dem City of London Club bei, wo er mehrere Jahre lang regelmäßig spielte. Er spielte zweimal „blind“ gegen Löwenthal und einmal gegen Blackburne. Alle drei Partien endeten remis.

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