Eberhard Karl-Heinz Storeck (* 13. März 1933 in Lauban, Schlesien; † 2. Februar 2015) war ein deutscher Synchronsprecher, Dialogregisseur und Dialogbuchautor. Mit Biene-Maja-Tonträgern, auf denen er Willi seine Stimme lieh, erreichte er mehrfach Goldstatus.
Eberhard Storeck begann seine Synchron-Karriere in den 1950er Jahren bei der DEFA, ging dann nach Westdeutschland, wo er zunächst bei der Internationalen Film Union in Remagen tätig war und dann zur Kirch-Gruppe ging, wo er für die deutschen Versionen von Filmen der Marx Brothers zuständig war. Ab Anfang der 1970er Jahre spezialisierte er sich dann auf Zeichentrickserien, und schrieb u. a. die deutschen Texte für Trickserien wie Die Biene Maja oder Wickie und die starken Männer. In vielen Fällen übernahm er auch Sprecherrollen; so lieh er der Drohne Willi (Biene Maja), dem Wikinger Snorre (Wickie) und dem dänischen Koch aus der Muppet Show seine unverwechselbare Stimme. Außerdem zeichnete er für die Erzählreime in den Trickfilmserien Der rosarote Panther und Oggy und die Kakerlaken verantwortlich; die Serien sind in anderen Sprachfassungen stumm. Auf Storeck geht auch der Vorname Paulchen zurück, den der Panther nur im Deutschen trägt. Daneben übernahm er auch Dialogbuch und -regie der Synchronfassungen von Realserien wie Magnum.
Storecks Erfolg war auch darin begründet, dass er ein Stammpersonal an ausdrucksstarken Stimmen um sich scharte, mit denen er immer wieder arbeitete. Zu diesem Team gehörten Manfred Lichtenfeld, Fred Maire, Horst Gentzen, Gert Günther Hoffmann, Bruno W. Pantel, Helga Anders, Marianne Wischmann, Walter Reichelt, Werner Abrolat, Tilli Breidenbach, Kurt Zips, Michael Rüth, Berno von Cramm, Herbert Weicker, Leo Bardischewski, Erich Ebert, Thomas Reiner und Mogens von Gadow.
Für die deutsche Übersetzung des Buches Lichte Zukunft (Swetloe buduschtscheje) von Alexander Sinowjew dichtete Storeck zusammen mit Franziska Funke 1979 auch die Verse nach, desgleichen 1981 für Sinowjews Gähnende Höhen (Sijajuschtschie wysoty), diesmal zusammen mit G. von Halle.
Von 1979 bis 1988 war Storeck zudem Pächter des traditionsreichen Feriendomizils „Haus Ahrenshoop“ auf Sylt.
Storeck lebte zuletzt in Berlin und verstarb sechs Wochen vor seinem 82. Geburtstag. Er wurde auf dem anonymen Gräberfeld des Keitumer Friedhofs beigesetzt.
Eberhard Storeck war mit dem Charakterdarsteller E. O. Fuhrmann (1924–1986) liiert. Dieser fand seine letzte Ruhe ebenfalls auf dem Sylter Friedhof.
Mord (Foreign Correspondent, 1940; erste deutsche Fassung: 1961) – Buch
Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß (Accattone, 1961; deutsche Fassung: 1963) – Buch
Laurel und Hardy: Die Wunderpille (Jitterbugs, 1943; erste deutsche Fassung: 1965) – Buch
Herkules – Rächer von Rom (Ercole contro Roma/ Samson contre Tous, 1964; deutsche Fassung: 1965) – Buch
Die Marx Brothers im Krieg (Duck Soup, 1933; deutsche Fassung: 1966) – Buch
Die 39 Stufen (The Thirty-Nine Steps, 1935; deutsche Fassung: 1966) – Buch
Die Marx Brothers im Kaufhaus (The Big Store, 1941; deutsche Fassung: 1967) – Buch
Spätherbst (Akibiyori, 1960; deutsche Fassung: 1967) – Buch
Der Rabe (Le Corbeau, 1943; deutsche Fassung: 1972) – Buch und Regie
Der Sex trinkt Champagner (Je Suis une Nymphomane, 1970; deutsche Fassung: 1972) – Buch und Regie
Rosemaries Liebesreport in drei Dimensionen (The Four Dimensions of Greta, 1972; deutsche Fassung: 1973) – Buch und Regie