Dwayne Douglas Johnson (* 2. Mai 1972 in Hayward, Kalifornien), auch bekannt unter seinem Ringnamen The Rock, ist ein US-amerikanisch-kanadischer Schauspieler, Filmproduzent, Synchronsprecher, Unternehmer und Wrestler. Er stand erstmals von 1996 bis 2004 bei der WWF (ab 2002 WWE) unter Vertrag und zählt zu den größten Stars der Company. Nach einer Pause vom Wrestling steht er dort erneut seit 2011 unter Vertrag. Zudem gewann er zehnmal einen World Title in der WWE. Da sein Vater Wayde Bowles und sein Großvater Peter Maivia ebenfalls Wrestler waren, galt er als der erste „Superstar der dritten Generation“. Ab 2006 konzentrierte er sich zunehmend auf seine Filmkarriere und spielte Hauptrollen in mehreren Blockbustern, so etwa in der Fast-&-Furious-Reihe.
Dwayne Johnson wurde 1972 als Sohn des afrokanadischen Wrestlers Wayde Bowles (genannt Rocky Johnson; 1944–2020) und dessen Ehefrau Ata (geb. Maivia; * 1948), Tochter des samoanischen Wrestlers Peter Maivia, im kalifornischen Hayward geboren. Er wuchs auf Hawaii auf und zog später nach Florida, wo er an der University of Miami studierte. Er wurde zum Star seines Footballteams, den University of Miami Hurricanes. 1991 wurde er Mitglied des NCAA-National-Championship-Teams. Er musste seine Karriere jedoch aufgrund einer Knieverletzung beenden. Stattdessen beschloss er 1995 nach seinem Studienabschluss in Kriminologie, eine Karriere als Wrestler zu starten. Als Bezug zu seiner hawaiischen Vergangenheit ließ er sich 2003 in samoanischer Tradition die Geschichte seiner Familie auf den linken Oberarm tätowieren.
Johnson entstammt einer sehr dem Wrestling verschriebenen Familie. Sein Vater Rocky Johnson bildete gemeinsam mit seinem Partner Tony Atlas das erste schwarze Tag Team, das die World Tag Team Championship gewinnen konnte. Sein Großvater „High Chief“ Peter Maivia war in den 1960er und 1970er Jahren aufgetreten und hatte damals eine Minirolle in dem James-Bond-Film Man lebt nur zweimal. Über diesen Großvater wird Johnson als Mitglied der samoanischen Wrestlingfamilie Anoaʻi angesehen, da Maivia ein Blutsbruder des Familienpatriarchen war und diese Blutsbruderschaften unter den Südseevölkern eine hohe Bedeutung haben. Johnson ist allerdings nicht blutsverwandt, wie oft fälschlich angenommen wird. Ebenso gehörte James Reiher (genannt Jimmy Snuka) zu seiner Familie, da dieser eine seiner Tanten heiratete. Sein Cousin Taioalo Vaivai gehört dem Kader der Rugby-League-Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten an.
1997 heiratete Johnson die spätere Filmproduzentin Dany Garcia. Die Ehe, aus der seine Tochter Simone Garcia Johnson hervorging, wurde 2008 geschieden. Garcia und Johnson gründeten 2012 die Produktionsfirma Seven Bucks Productions. Sie und ihr Bruder Hiram Garcia sind über das Produktionsunternehmen gemeinsam mit Johnson an der Produktion seiner Filme beteiligt.
Johnsons Tochter wurde 2018 als Botschafterin der 75. Golden-Globe-Verleihung ausgewählt. Sie ist ebenfalls als Wrestlerin aktiv und gab im Oktober 2022 ihr Debüt in der WWE. Johnson ist darüber hinaus der Onkel des ehemaligen American-Football-Spielers Kaluka Maiava. Am 18. August 2019 heiratete Johnson die Sängerin Lauren Hashian. Aus der bereits seit zehn Jahren bestehenden Beziehung der beiden gingen zwei Töchter hervor.
Johnson wurde von seinem Vater trainiert. Erstmals wrestlete er im Jahr 1995 unter dem Namen Flex Kavana für die United States Wrestling Association (USWA), wo er zweimal den dortigen Tag-Team-Titel gewann. Die USWA diente der damaligen World Wrestling Federation (WWF) als Entwicklungsliga und Johnson wurde 1996 von dieser verpflichtet.
World Wrestling Federation/Entertainment
Rocky Maivia und Nation of Domination (1996–1998)
Bei der Survivor Series 1996 debütierte Johnson unter dem Namen „Rocky Maivia“, als Huldigung an seinen Vater und seinen Großvater. In der Folge gewann er am 13. Februar 1997 die WWF Intercontinental Championship von Triple H. Am 28. April 1997 gab er den Titel an Owen Hart ab. Kurz darauf legte Johnson eine Pause ein.
Bei seiner Rückkehr im Sommer trat er dem Wrestlingstable Nation of Domination bei und nannte sich fortan „The Rock“. Am 8. Dezember 1997 gewann er den Intercontinental-Titel erneut. Nach einer mehrmonatigen Regentschaft verlor er den Titel in einem Leitermatch beim SummerSlam 1998 an Triple H, woraufhin das Stable aufgelöst wurde.
Aufstieg in den Main Event und Rekord-World-Champion (1997–2002)
Nach Johnsons Gewinn der WWF Championship bei der Survivor Series 1998 wurde er Mitglied von Vince McMahons Stable Corporation. Nach einer langen Fehde gegen Mankind verlor er schließlich bei WrestleMania XV seinen Titel an Steve Austin.
Johnson verließ die Corporation und es folgten Fehden gegen den Undertaker, Triple H, Billy Gunn, Davey Boy Smith und Big Show. Mit Mick Foley bildete er 1999 das Tag Team Rock’n’Sock-Connection welches den Tag Team Titel drei Mal gewann. Bei der Großveranstaltung Backlash im Jahr 2000 gewann er die WWF Championship von Triple H, verlor sie jedoch bei No Mercy 2000 an Kurt Angle. Bei No Way Out gewann er den Titel von Angle zurück. Bei WrestleMania 17 verlor Johnson den Titel wieder an Steve Austin.
Anschließend legte Johnson eine Wrestlingpause ein. Beim SummerSlam 2001 kehrte Johnson zurück und wurde Teil der WWF, die laut Storyline gegen WCW, welche von der WWF zuvor aufgekauft wurde, fehdete. Es folgten Programme mit Booker T und Chris Jericho um den WCW-Titel. Johnson gewann den Titel gegen Booker T, verlor ihn aber an Chris Jericho. Es schloss sich eine Fehde gegen das von Hulk Hogan geführte Stable New World Order an, welche Johnson bei WrestleMania 18 mit einem Sieg über Hogan beendete.
Zwischen Ring und Leinwand (2002–2004)
In der Folge trat Johnson nur noch sporadisch als aktiver Wrestler auf, da er seine Filmkarriere in den Vordergrund rückte.
Im Sommer 2002 kehrte er zur WWE zurück. Er besiegte bei der Großveranstaltung Vengeance 2002 The Undertaker und Kurt Angle und gewann erneut den WWE Champion Titel. Einen Monat später verlor er ihn beim SummerSlam an Brock Lesnar. Ab Februar 2003 fehdete Johnson erneut gegen Hulk Hogan, Steve Austin und Bill Goldberg. Sein vorerst letztes Wrestling-Match führte Johnson an der Seite von Mick Foley gegen Ric Flair, Batista und Randy Orton bei WrestleMania XX.
Johnson gab im Oktober 2006 in der Onlineausgabe der Washington Post bekannt, dass er sich vollkommen aus dem Wrestlingsport zurückziehen werde.