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Durban

Südafrikanische Metropole

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Durban [ˈdœːbən] (zulu eThekwini [ˈɛːʔtʰɛˌkwinĭ], früher Port Natal) ist eine Großstadt am Indischen Ozean an der Ostküste Südafrikas. Mit umliegenden Orten bildet sie die Metropolgemeinde eThekwini. Mit über 3,9 Millionen Einwohnern nach der Volkszählung von 2011 ist eThekwini die größte Stadt der Provinz KwaZulu-Natal und nach Johannesburg und Kapstadt die drittgrößte Stadt Südafrikas; Durban selbst hatte 595.061 Einwohner.

Durban ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt mit dem größten Hafen Afrikas und aufgrund der Strände und des subtropischen Klimas ein vielbesuchtes Urlaubszentrum des Landes.

Durban liegt an der südöstlichen Küste Südafrikas in der Provinz KwaZulu-Natal, die im Osten vom Indischen Ozean und im Westen von den Drakensbergen mit Gipfeln von über 3000 Meter Höhe begrenzt wird.

Während das Hinterland vor allem aus Savanne besteht, herrscht an der Küste ein feucht-subtropisches Klima (effektive Klimaklassifikation: Cfa) vor. Die Jahresniederschläge betragen etwa 1000 mm und fallen vor allem im Sommer, der sehr heiß wird. Das Klima von Durban als Küstenstadt wird vom warmen Wasser des Agulhasstromes beeinflusst, der von Mosambik die Küste entlang nach Süden verläuft.

Die Meerwassertemperaturen sind in Durban verglichen mit Kapstadt wesentlich höher. Das Wasser hat eine durchschnittliche Temperatur von 21,8 °C. Im Februar ist es mit 24,6 °C am wärmsten, im August mit 19,25 °C am kältesten. Die Winter sind sehr mild, relativ trocken und völlig frostfrei.

Die ältesten Spuren von Menschen in dieser Region sind Felszeichnungen in Höhlen der Drakensberge, deren Alter auf das Jahr 100.000 v. Chr. geschätzt werden. Diese ursprünglichen Einwohner wurden von den Bantu, die vom 2. Jahrtausend v. Chr. an aus dem Norden kommend die Gegend bevölkerten, vertrieben. Insgesamt ist über die Zeit vor der Landung des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama nur wenig bekannt.

Da Gama entdeckte die Bucht, die von den Zulu Thekwini („Lagune“) genannt wurde, an der später die Stadt entstand, am 25. Dezember 1497 auf seiner ersten Indienreise bei der Suche nach einem Seeweg von Europa nach Indien. Sie stellte einen der wenigen natürlichen Häfen an der afrikanischen Ostküste dar. Er nannte den Ort nach dem Entdeckungstag (lateinisch dies natalis „Weihnachtstag“) Rio de Natal oder „Weihnachtsfluss“ in der falschen Annahme, dass es sich bei der Bucht um die Mündung eines großen Flusses handeln würde. Später wurde daraus Port Natal.

Für etwa dreihundert Jahre war Port Natal vor allem eine Zufluchtsstätte für Schiffbrüchige, Sklavenhändler und Kaufleute. Erst 1823 gründeten britische Siedler unter der Führung von Henry Fynn eine permanente Siedlung. Mittlerweile zu einer Stadt angewachsen, erhielt sie 1835 zu Ehren des damaligen Gouverneurs der Kapkolonie Benjamin D’Urban ihren heutigen Namen.

1838 überquerten Voortrekker, burische Siedler auf ihrem großen Treck, die Drakensberge und gründeten Pietermaritzburg, 80 Kilometer nordwestlich von Durban.

Als der Anführer der Buren, Pieter Retief, mit dem Zulu-König Dingane über das Abtreten von Zulu-Gebieten an die Buren verhandeln wollte, ließ dieser ihn und seine Delegation ermorden. Dingane war 1828 seinem Halbbruder Shaka auf den Thron gefolgt. Während dieser ein gutes Verhältnis zu den weißen Siedlern pflegte, zeigte Dingane offen Feindseligkeit und Aggressivität. Nach dem Tod Retiefs kam es zu blutigen Kämpfen zwischen Buren und Zulu, die erst mit dem Sieg in der Schlacht am Blood River für die Buren entschieden wurden.

Auf eine kurze Zeit der relativen Ruhe folgten 1842 mehrere Kämpfe zwischen Buren und Briten. Nachdem sie die Briten in der Schlacht von Congella besiegt hatten, besetzten die Buren Durban für kurze Zeit und belagerten das dortige britische Fort, wurden jedoch von britischen Verstärkungen, die auf dem Seeweg eintrafen, wieder vertrieben. 1843 wurde die Region dauerhaft von den Briten annektiert und zu einem Teil der Kapkolonie, bevor sie 1856 den Status einer eigenständigen Kolonie erhielt.

Im Jahr 1850 wurde in der Stadt das römisch-katholische Apostolische Vikariat Natal errichtet, das 1951 zum Erzbistum Durban erhoben wurde.

Durch den Kolonialstatus stieg Durban zum wichtigen Hafen- und Handelsplatz im südlichen Afrika auf. Ab 1860 brachten die Briten Tausende indische Landarbeiter nach Natal, die über den Hafen Durban einwanderten. Sie erlangten nach und nach einen deutlichen Einfluss auf die Stadt und deren Nachkommen machen heute einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung dieser Metropole aus. Während seines Aufenthalts in Südafrika von 1893 bis 1915 arbeitete Mahatma Gandhi für längere Zeit als Anwalt in Durban.

Anfang April 2015 kam es in einigen Stadtteilen von Durban zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen, auf die es landesweit sowie international Reaktionen gab.

Die demografische Struktur Durbans wurde bei der Volkszählung 2011 statistisch ausführlich untersucht. Demnach hatte die Stadt im Jahre 2011 595.061 Einwohner. Schwarze Afrikaner machten 51,12 % der Bevölkerung aus, gefolgt von Asiaten, hauptsächlich indischer Abstammung mit 24,03 %, Weißen mit 15,33 % und den sogenannten Coloureds mit 8,59 %.

Im Mercer Quality of Living Index, welcher Lebensqualität in Städten vergleicht, belegte Durban im Jahre 2019 den 88. Platz von 231 untersuchten Städten und den ersten innerhalb Afrikas.

Die Metropolregion Durban besitzt eine umfangreiche Wirtschaft mit starker Industrie, Handel, Logistik, Finanz- und Regierungsinstitutionen sowie Tourismus. Die Küstenlage und der Hafen verschaffen Durban einen Vorteil im Vergleich zu anderen Ballungsräumen in Südafrika. Das milde Klima, die warme Meeresströmung sowie die Drakensberge im Hinterland sind die Grundlage für einen ausgeprägten Tourismussektor.

Durban ist der wichtigste Wirtschaftsstandort in KwaZulu-Natal, der über die Hälfte des Einkommens und der Arbeitsplätze beinhaltet. Im nationalen Vergleich ist Durban nach Gauteng das zweitgrößte industrielle Zentrum, das 15 % des nationalen Einkommens, 14 % des Haushaltseinkommens und 11 % der Arbeitsplätze stellt. Wichtige wirtschaftliche Verbindungen bestehen im Norden nach Richards Bay und Maputo, im Westen nach Pietermaritzburg und Johannesburg.

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