An diesem Tag

Douglas MacArthur

US-amerikanischer General (1880-1964)

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Douglas MacArthur (* 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas; † 5. April 1964 in Washington, D.C.) war ein Berufsoffizier der United States Army. Er war Brigadegeneral im Ersten Weltkrieg und wurde General of the Army im Zweiten Weltkrieg. Mit Admiral Chester W. Nimitz war er Oberbefehlshaber im Pazifikkrieg. Nach Kriegsende hatte er in der Besatzungszeit in Japan den Oberbefehl. Im Koreakrieg befehligte er die Friedenstruppen der Vereinten Nationen bis zu seiner Entlassung am 11. April 1951. Er ist einer der höchstdekorierten Soldaten der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.

Douglas MacArthur stammte aus einer Offiziersfamilie, deren Angehörige auch politisch engagiert waren. Sein Großvater Arthur MacArthur senior (1815–1896) war aus Schottland in die Vereinigten Staaten eingewandert und amtierte als Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin, sein Vater Arthur MacArthur jr. (1845–1912) war Lieutenant General der US Army.

1922 heiratete Douglas MacArthur Louise Cromwell Brooks, von der er sich 1929 scheiden ließ. Am 30. April 1937 heiratete er Jean Marie Faircloth in New York. Am 21. Februar 1938 wurde sein Sohn Arthur MacArthur IV geboren.

MacArthur wurde 1899 an der renommierten United States Military Academy in West Point angenommen und schloss die Offiziersausbildung 1903 als Jahrgangsbester ab. Anschließend trat er im Rang eines Second Lieutenant dem US Army Corps of Engineers bei und wurde auf den Philippinen stationiert. Er wurde 1904 First Lieutenant (Oberleutnant), 1911 Captain (Hauptmann), 1915 Major und 1917 Colonel (Oberst).

Während des Ersten Weltkriegs diente MacArthur in Frankreich bei der 42. US-Division, nachdem er im Juli 1918 zum jüngsten Brigadier General der US Army aufstieg. Er nahm an der Schlacht an der Marne teil und führte die 84. US-Infanteriebrigade in der Schlacht von St. Mihiel und der Meuse-Argonne-Offensive.

Nach Ende des Krieges war MacArthur im Rahmen der Alliierten Rheinlandbesetzung als Kommandeur der 84th Infantry Brigade in Sinzig stationiert. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde er für drei Jahre Superintendent der Militärakademie West Point. Während dieser Zeit reformierte er die Offiziersausbildung grundlegend. Anschließend kommandierte er Einheiten auf den Philippinen und war der Verantwortliche für den Manila-Distrikt. 1925 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor.

Von 1930 bis 1935 war er als (temporärer) Viersternegeneral Chief of Staff of the Army.

Im Juli 1932 wurde MacArthur von Präsident Herbert Hoover mit der Niederschlagung der sogenannten Bonus Army beauftragt, einer Protestbewegung von Weltkriegsveteranen, die in Washington um den Capitol Hill für Auszahlung ihrer Boni demonstrierten, welche zuvor vom Senat der Vereinigten Staaten abgelehnt worden war. Sein hartes, über die Weisungen des Präsidenten hinausgehendes Vorgehen gegen die Demonstranten, wobei er Panzer und Kavallerie und Infanterie mit aufgepflanzten Bajonetten einsetzte, führte zu hundert Verletzten und dem Tod eines Kindes. Zudem brannte das Hooverville der Demonstranten am Anacostia River bei der gewaltsamen mitternächtlichen Räumung ab.

Philippinen und Beginn des Zweiten Weltkrieges

1935 wurde das Commonwealth der Philippinen unter der Vorherrschaft der USA gegründet, und der erste gewählte Präsident der Philippinen Manuel Luis Quezon y Molina überzeugte General MacArthur davon, eine unabhängige philippinische Verteidigungsarmee aufzubauen. MacArthur wurde Militärberater auf den Philippinen, wo er diese Aufgabe mit der Unterstützung von Major Dwight D. Eisenhower und Major James Basevi Ord anging.

Als die japanische Bedrohung zunahm, beschlossen die USA Anfang 1941 eine Aufrüstung der Philippinen. Dazu wurden am 26. Juli 1941 die United States Army Forces, Far East (USAFFE) aufgestellt. MacArthur war ab 27. Juli Generalleutnant. Im August 1941 stand fest, dass diese Kräfte einer möglichen japanischen Invasion nicht widerstehen konnten, da Waffen wie Flugabwehrgeschütze, Panzer und moderne Kampfflugzeuge fehlten. Die USA stellten in Aussicht, bis Anfang 1942 für eine adäquate Aufrüstung zu sorgen. Die angebotene Verlegung einer Einheit der Nationalgarde lehnte MacArthur aber ab. Er war Optimist und angesichts der wachsenden Lieferungen an Flugzeugen und anderen unterstützenden Materialien ging er davon aus, die Philippinen zu einer sich selbst verteidigenden Festung ausbauen zu können. Die Abwehr eines japanischen Angriffes sollte dann kein Problem sein. Er war außerdem der Ansicht, das komplette Chinesische Meer mit amerikanischen Flugzeugen kontrollieren zu können.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 mussten der zum General beförderte MacArthur und sein Kommandostab schnell feststellen, dass sie der Übermacht der japanischen Streitkräfte kaum etwas entgegenzusetzen hatten. Zusammen mit Brigadegeneral Jonathan Wainwright arbeitete MacArthur einen Rückzugsplan aus, der vorsah, dass sich alle alliierten Truppen in Luzon bis Anfang Januar 1942 auf die Halbinsel Bataan zurückziehen sollten.

Dieser Plan konnte erfolgreich verwirklicht werden, doch als die Lage aussichtslos wurde, zog das US-Kriegsministerium MacArthur im März von den Philippinen ab, um ihn zum Oberbefehlshaber der alliierten Truppen im Southwest Pacific Area zu ernennen. Er wurde auf einen direkten Befehl Roosevelts hin durch Jonathan Wainwright ersetzt, der im Mai 1942 in japanische Gefangenschaft geriet. MacArthur wurde nach seiner sicheren Ankunft in Australien die Medal of Honor verliehen, jedoch nicht ohne vorher sein Versprechen abzugeben: „Ich komme wieder“.

In dieser ihm am 18. April 1942 verliehenen Funktion erarbeitete MacArthur mit seinem Einsatzstab in seinem Hauptquartier (GHQ) auf Australien mehrfach revidierte Pläne, die ein Vorrücken der alliierten Truppen über die Nordküste Neuguineas in Richtung der Philippinen vorsahen. In diesen sogenannten RENO-Plänen waren vor allem Eroberungen von japanischen Flugfeldern vorgesehen und als Schlussziel das Durchtrennen der japanischen Nachschubwege aus Südostasien. Anschließend sollte der Sprung auf die südlichen Philippinen erfolgen (→ Schlacht um Leyte). Der Feldzug zur Befreiung Neuguineas begann im Herbst 1942 und im Oktober 1944 auch die Rückeroberung der Philippinen.

Am 18. Dezember 1944 wurde MacArthur zum General of the Army befördert.

Kapitulation Japans und Nachkriegszeit

Am 2. September 1945 nahm er die Kapitulation Japans auf der USS Missouri entgegen und leitete als Oberkommandierender der Alliierten Mächte (engl. Supreme Commander for the Allied Powers, kurz: SCAP) die anschließende Demilitarisierung und Demokratisierung des Landes. Unter seiner Verantwortung führten bereits 1945 alliierte Militärtribunale Prozesse gegen japanische Kriegsverbrecher durch, bevor 1946 den Internationalen Militärgerichtshof für den Fernen Osten errichtete, vor dem die Tokioter Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher eröffnet wurden. Sein Stab erarbeitete die ersten Entwürfe für die 1947 in Kraft getretene japanische Verfassung.

MacArthur hatte maßgeblichen Einfluss auf die Nachkriegsordnung Japans. Allerdings löste die Tatsache, dass einige der Mitverantwortlichen für Kriegsverbrechen, vor allem Kaiser Hirohito und andere Angehörige der kaiserlichen Familie, nicht angeklagt wurden, auch Kontroversen aus.

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