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Doug Wead

US-amerikanischer Berater und Sachbuchautor

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Roy Douglas „Doug“ Wead (* 17. Mai 1946 in Muncie, Indiana, USA; † 10. Dezember 2021 in Fort Myers, Florida, USA) war ein US-amerikanischer konservativer Berater, unter anderem von zwei Präsidenten, und Bestseller-Sachbuchautor. Er wurde zu Lebzeiten wegen seiner Auftritte im präsidentiellen Umfeld und der Insider-Kenntnisse in seinen Büchern international bekannt.

Doug Wead (mit vollem Namen Roy Douglas Wead) wuchs in einem Pastorenhaushalt eines Leiters der evangelikalen Assembly of God auf, für die er im Erwachsenenalter selbst Prediger wurde, besuchte bis zum Abschluss 1964 die Canyonville Bible Academy und schloss bis 1966 ein Studium an der Evangel University in Springfield, Missouri an.

Er begann seine Karriere mit karitativer Arbeit für Hungernde in Kambodia.

Im Jahr 1972 schrieb er über die katholische charismatische Bewegung, war mehrere Jahre lang als Referent bei internationalen, ökumenischen Veranstaltungen tätig und vermittelte mehrfach zwischen Katholiken und Protestanten in der charismatischen Erneuerung.

Erste größere Erfolge und beginnende Bekanntheit

Ab 1974 wurde er zum Motivationsredner bei großen Unternehmensveranstaltungen und sprach bis 1990 vor Zuschauern in großen Veranstaltungsorten der Welt, z. B.: im Hoosier Dome, Indianapolis, oder dem Georgia Dome, Atlanta, aber auch in Europa, beispielsweise in Dortmund und Paris. In dieser Zeit, Mitte der 1970er Jahre, begannen auch seine Verbindungen zu Amway, einer bekannten Netzwerk-Marketing-Firma in den Vereinigten Staaten.

1979 gründete er das National Charity Awards Dinner mit, bei dem bekannte Personen im Weißen Haus eingeladen sind, die sich für Menschen in Not einsetzen und organisierte es unter der damaligen First Lady, Rosalynn Carter, vor Ort mit, für das seither sechs Präsidenten mit Ehefrauen als Ehrenvorsitzende fungierten.

Er war 1979 (oder 1980) Mitbegründer des Vorstands von Mercy Corps (seit 2026 in Prosper Global umbenannt), einer Organisation, die weltweit Lebensmittel und Medikamente verteilt.

Ab 1982 war er Vorsitzender des jährlichen National Charity Awards im Weißen Haus.

1984 erhielt die erste, 1990 die zweite Ehrendoktorwürde.

Die Bush-Ära, weiteres religiöses Engagement

Ab 1988 war Wead Verbindungsmann zur christlichen Rechten seit George W. Bushs Vizepräsidentenzeit und wurde zu dessen Freund und Berater.

1997 sorgte er für den Erhalt der Canyonville Bible Academy, deren endgültige Schließung aus wirtschaftlichen Gründen 1996 beschlossen worden war und blieb der Schule auf Vorstandsebene durch kontinuierlichen, aktiven Kontakt über Telefon oder Treffen vor Ort verbunden. Zusätzlich organisierte er zahlreiche Veranstaltungen für Studenten, bei denen er bekannte Persönlichkeiten als Redner gewann, wie beispielsweise Pat Boone und Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen oder Wissenschaftler sowie die Kinder mehrerer ehemaliger Präsidenten. Er betreute Studierende aus über 60 Ländern selbst und ließ Studentengruppen zu sich nach Hause in Washington DC kommen.

Neben zahlreichen eigenen Büchern schrieb er 1988 zusammen mit Präsident George H. W. Bush dessen Buch und bezeichnete ihn als „Man of Integrity“ im Titel.

1990 stellte er sich offen gegen die Einladung von bekennenden Homosexuellen unter Bush in das Weiße Haus, die Gesetze gegen Hassverbrechen und Diskriminierung unterzeichnen wollten, was ihm bei rechtspolitischen Religiösen den Titel des Helden und bei den Führern der Schwulenbewegung den des Demagogen einbrachte. Er selbst bestritt, homophob zu sein und meinte, er würde jeden einzelnen Menschen schützen, egal welcher sexueller Ausrichtung, fügte aber hinzu, es sei kein geschicktes Signal von Seiten des Weißen Hauses an die Öffentlichkeit gewesen.

Eigene Kandidatur in Arizona 1992

1992 kandidierte er in Arizona für den US-Kongress und sicherte sich die Nominierung der Republikaner, da er eine Steuerobergrenze in Aussicht stellte. Er beklagte in diesem Zusammenhang, dass sein religiöser Glaube nicht Gegenstand von Fragen sein solle, sondern nur seine Versprechen bezüglich seiner politischen Aktivitäten.

Geheime Tonaufnahmen von George W. Bush

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