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Doris Ziegler

Deutsche Malerin (1949)

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Doris Ziegler (* 14. März 1949 in Weimar) ist eine deutsche Malerin, die Ende der 1980er Jahre in ihren Bildern die Wendejahre und die friedliche Revolution in der DDR thematisierte. Sie gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Leipziger Schule.

Doris Ziegler absolvierte von 1965 bis 1967 eine Lehre als Stenotypistin. Von 1969 bis 1974 studierte sie Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGBK) bei Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer. Danach arbeitete sie bis 1989 als freischaffende Künstlerin in Leipzig, bis 1977 mit einem Fördervertrag. Sie hatte in der DDR und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1977/1978, 1982/1983 und 1987/1988 an der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Von 1989 bis 1992 war sie Assistentin in der Fachrichtung Malerei an der HGBK, von 1993 bis 2014 Professorin für das Grundlagenstudium.

Bilder Doris Zieglers befinden sich u. a. in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig und im Lindenau-Museum Altenburg/Thür. 2025 kaufte das Albertinum ihr Gemälde Aufbruch Straße, entstanden 1988.

Doris Ziegler lebt in Leipzig. Sie war von 1972 bis 1981 mit dem Maler Thomas Ziegler verheiratet. Aus der Verbindung ging ein Sohn (* 1977) hervor.

1980: Preis der Ausstellung „Junge Künstler der DDR“ in Frankfurt/Oder

2023: Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau

1974 bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR

ab 1990: Bund Bildender Künstler Leipzig e.V. (BBKL)

Erste gegenständliche Arbeiten entstanden in den 1970er Jahren in der DDR. Thematisch widmete sich Ziegler vorwiegend Figurenbildern und Stadtlandschaften. Ausgelöst durch das Krankheitsbild der Mutter, beschäftigte sie sich zwischen 1999 und 2005 mit der Situation von Alzheimerkranken, die ihren Lebensabend im Altenheim oder Pflegeheim verbringen müssen.

Ende der 1980er Jahre behandelten Zieglers Gemälde von Demonstrationen und Menschenaufläufen wie Passage 1 (1988, Öl auf Leinen, 160 × 175 cm) oder Aufbruch Straße (1989, Öl auf Leinen, 120 × 130 cm), die in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs entstanden, den Fall der Berliner Mauer. Ihre Serie der „Passagenbilder“ aus den Jahren zwischen 1988 und 1993 thematisieren die Wendejahre und die friedliche Revolution in der DDR und den Umbruch jener Zeit in den Leipziger Passagen. Dem Bilderzyklus wurde seit Juli 2019 in der Ausstellung Point of no Return. Wende und Umbruch in der Ostdeutschen Kunst im Museum der bildenden Künste Leipzig ein eigener Raum gewidmet.

1983 Doris Ziegler, Kleine Galerie Süd, Leipzig

1990 Doris Ziegler, Galerie Junge Kunst, Frankfurt/Oder

1990 Doris Ziegler. Von Leipzig bis Amsterdam, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

1991 Doris Ziegler, Ausstellungszentrum der Universität Leipzig im Kroch-Haus, Leipzig

1992 Doris Ziegler, Bayerische Vereinsbank, München

1997 Doris Ziegler, Bayerische Vereinsbank, München

2000 Doris Ziegler. Stillleben, Kunstverein Panitzsch

2000 Doris Ziegler, Frauenmuseum, Bonn

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