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Dirk von Zitzewitz

Deutscher Rennfahrer

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Dirk von Zitzewitz (* 14. Oktober 1968 in Eutin) ist ein deutscher Motorrad- und Automobilsportler. Er ist seit 1987 Profi-Pilot im Motorrad-Endurosport und hat neben anderen Erfolgen 15 Mal die deutsche Enduromeisterschaft gewonnen. Dirk von Zitzewitz ist neben seinem Engagement als Profi-Copilot im Rallye Raid selbständiger Veranstalter von Motorradtrainings, Enduro-Lehrgängen und Wüsten-Abenteuer-Reisen.

Als Zehnjähriger erhielt er 1978 zu Weihnachten sein erstes Motorrad. 1983 nahm er an seiner ersten Rennveranstaltung teil. Ab 1987 war er in Folge einige Male Deutscher Enduromeister in seiner Klasse. Seit 2002 hat von Zitzewitz seine Karriere auf das Auto konzentriert und war von 2005 bis zur Auflösung im Jahr 2011 fest im Rallye-Raid-Team von Volkswagen Motorsport engagiert.

Dirk von Zitzewitz war maßgeblich am Sieg von Giniel de Villiers bei der Rallye Dakar 2009 beteiligt, da er es auf der vorletzten Etappe mit seiner navigatorischen Leistung schaffte, 20 Minuten vor der Konkurrenz aus den Dünen herauszufinden. Dadurch konnte das Team die Führung in der Gesamtwertung übernehmen.

Ab Januar 2012 startete Dirk von Zitzewitz mit Giniel de Villiers für das Team Imperial Toyota SA bei der Rallye Dakar und weiteren Marathonrallyes. In dieser Partnerschaft fuhren die beiden 2015 und 2016 erneut auf das Podium der Rallye Dakar. 2018 traten die beiden letztmals gemeinsam an, bevor sich ihre Wege vorübergehend trennten.

Bei einem SSV-Unfall während der Baja Ungarn im Jahr 2019 erlitt von Zitzewitz einen Bruch des Schlüsselbeins sowie mehrerer Rippen; die Verletzungen hinterließen eine irreversibel versteifte Wirbelsäule. Seit 2019 ist er Teil des #Werkeholics-Athletenprogramms.

Ab 2020 trat er als Beifahrer von Yazeed Al-Rajhi (Overdrive Toyota) bei der Rallye Dakar und weiteren W2RC-Läufen an. Bei der 43. Rallye Dakar 2021 erzielten Al-Rajhi und von Zitzewitz zwei Etappensiege. Bei der Rallye Dakar 2022 belegte das Duo den dritten Gesamtrang.

Bei der Rallye Dakar 2023 brach sich von Zitzewitz, zunächst ohne es zu wissen, auf der fünften Etappe einen Brustwirbel. Nach dem Rennen kündigte er das Ende seiner Beifahrer-Karriere an. Ende 2023 lehnte er Angebote von Al-Rajhi und anderen Top-Teams bewusst ab.

Im Januar 2025 kehrte er überraschend auf die Dakar-Bühne zurück: Das Siegerduo von 2009, von Zitzewitz und de Villiers, trat für Toyota Gazoo Racing SA erstmals seit 2018 wieder gemeinsam an – für von Zitzewitz war es der 25. Dakar-Start. Das Duo musste das Rennen jedoch nach einem Frontalunfall mit Toyota-Teamkollegen auf der zweiten Etappe vorzeitig beenden.

Weitere erfolgreiche Motorradsportler aus der Familie von Zitzewitz sind Dirks Vater Volker, sein Bruder Bert und sein Neffe Davide von Zitzewitz.

1983: erste Teilnahme an einer Motorrad-Rennveranstaltung

1987 bis 1993: 1. Platz deutsche Enduromeisterschaft (Hubraumklasse bis 250 cm³ 2-T)

1989 bis 1991: Vizeweltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Six Days

1991 bis 1994: Deutscher Enduromeister aller Klassen

1994: 1. Platz deutsche Enduromeisterschaft (Hubraumklasse über 500 cm³ 2-T)

1996: 3. Platz bei der Enduro-Weltmeisterschaft

1997: 5. Platz bei der Rallye Paris-Dakar, bester deutscher Teilnehmer

1997: 1. Platz deutsche Enduromeisterschaft (Hubraumklasse bis 400 cm³ 4-T)

1989: Deutscher Enduro-Mannschaftsmeister (zusammen mit Bruder Bert)

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