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Dietrich Hallbauer

Deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr

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Dietrich Hallbauer (* 11. April 1923 in Naumburg (Saale); † 17. Januar 2005 in Sendenhorst) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Hallbauer, Sohn eines promovierten Arztes, trat am 20. Oktober 1940 als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Ersatz-Bataillon 73 in Hannover in die Wehrmacht ein. In jenem Bataillon absolvierte er bis November 1940 die Grundausbildung. Im ersten Halbjahr 1941 absolvierte er den Fahnenjunkerlehrgang im Infanterie-Ersatz-Bataillon 17 in Braunschweig sowie in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 17 in Kalisch-Pulawy. Von Juni bis Ende 1941 war er Gruppenführer in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 17 und in der Sanitäts-Kompanie 31 in der Sowjetunion. Vom Wintersemester 1941 bis zum Sommersemester 1944 studierte er Humanmedizin an der Militärärztlichen Akademie in Berlin, der Universität Innsbruck und der Universität Straßburg. 1944 wurde er zum Feldunterarzt ernannt und war von 1944 bis Mai 1945 Truppenarzt im II. Bataillon des Grenadier-Regiments 35 und Hilfsarzt in mehreren Feldlazaretten in Radom und in Schlesien. Vom 13. bis 28. Mai 1945 war er in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Hallbauer vom Wintersemester 1945/46 bis zum Wintersemester 1947/48 sein Studium der Humanmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main fort. Am 9. Juli 1948 erfolgte die Approbation zum Arzt und am 22. November 1948 die Promotion zum Dr. med. Vom November 1948 bis April 1957 war er Arzt im Stadt- und Kreiskrankenhaus Minden, wo er am 22. April 1954 Facharzt für Chirurgie wurde.

Am 3. April 1957 trat Hallbauer als Stabsarzt in die Bundeswehr ein und war bis September 1959 Truppenarzt und Zugführer im Sanitätsbataillon 3 (1959 umbenannt in Sanitätsbataillon 1) in Bad Eilsen. Von Oktober 1959 bis Juni 1961 war er Führer des Hauptverbandsplatz-Zuges in der 2. Kompanie des Versorgungsbataillons 16 in Bückeburg, wo er im September 1960 zum Oberstabsarzt befördert wurde, von Juli 1961 bis März 1968 Kompaniechef und später Bataillonskommandeur des Sanitätsbataillons 1 in Bückeburg und Hildesheim, von April 1958 bis September 1971 Brigadearzt der Panzergrenadierbrigade 2 in Braunschweig, wo er am 26. September 1968 Oberfeldarzt wurde, von Oktober 1971 bis März 1974 Referent in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens II 1 (Führung und Einsatz des Sanitätsdienstes, Planungsforderungen) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, von April 1974 bis März 1977, unter Ernennung zum Oberstarzt, Arzt im Territorialkommando Nord in Mönchengladbach, von April 1977 bis März 1978 stellvertretender Generalarzt des Heeres und Gruppenleiter in der Abteilung IX im Heeresamt in Köln und von April 1978 bis September 1981 Referatsleiter Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens II 2 (Organisation des Sanitätsdienstes) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.

Im Oktober 1981 wurde Hallbauer zum Generalarzt ernannt und, als Nachfolger von Klaus Penner, Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg. Nach Übergabe an seinen Nachfolger Rolf Kirchem wurde er mit Ablauf des September 1983 in den Ruhestand versetzt.

Hallbauer war verheiratet. Er starb 2005.

1941: Eisernes Kreuz II. Klasse

1982: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Zelluläre Reaktionen nach Infektionskrankheiten bei normalen und immunisierten Tieren. Frankfurt am Main 1947, DNB 481674349 (Dissertation).

Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 220–221.

Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 189.

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Dietrich Hallbauer | World in Stories