Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM) ist eine in Bonn ansässige gemeinnützige Fachgesellschaft, die die fachlichen und wissenschaftlichen Interessen der Allgemeinmedizin und damit der Hausärzteschaft in Deutschland vertritt. Seit Oktober 2025 ist Eva Hummers Präsidentin der wissenschaftlichen Fachgesellschaft. Vizepräsidentin ist Jutta Bleidorn, Vizepräsident ist Marco Roos. Die Bundesgeschäftsstelle unter Leitung von Philipp Leson befindet sich in Berlin. Die DEGAM hat Anfang des Jahres 2025 lt. der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) rund 9450 Mitglieder.
Die Gesellschaft wurde am 12. Februar 1966 in Bad Godesberg u. a. von Hermann Kerger, der bis 1975 Erster Vorsitzender war, gegründet. Im April 2009 wurde in Frankfurt am Main durch Edmund Fröhlich eine Bundesgeschäftsstelle eingerichtet, die im November 2015 nach Berlin verlegt und 2020 mit weiteren fünf Organisationen aus dem Gesundheitswesen (u. a. dem EbM-Netzwerk und der DGSMP) zu einer Bürogemeinschaft weiterentwickelt wurde.
Im Frühjahr des Jahres 2012 wurde die DEGAM-Nachwuchsakademie zur Förderung des allgemeinmedizinischen Nachwuchses gegründet, in der in dreijährigen Programmen angehende Ärztinnen und Ärzte durch individuelles Coaching und Summerschoolprojekte für die Allgemeinmedizin begeistert werden sollen. Zudem können Medizinstudierende, die Interesse an der Allgemeinmedizin haben, kostenfrei Mitglied in der Fachgesellschaft werden. Für Studierende, die eine Praxis für ihre Famulatur in der Allgemeinmedizin suchen, wurde eine digitale Famulaturbörse eingerichtet, die Angebot und Nachfrage bundesweit strukturiert.
Die Arbeit der Fachgesellschaft wird organisiert durch das geschäftsführende Präsidium sowie neun Sektionen:
Weiterbildung (Simon Schwill und Ulrike Sonntag)
Fortbildung (Sandra Blumenthal und Jürgen Herbers)
Studium und Hochschule (Maren Ehrhardt und Ralf Jendyk)
Hausärztliche Praxis (Benjamin Winter und Lisa Degener)
Forschung (Ildikó Gágyor und Annika Viniol)
Prävention (Bettina Engel, Ilja Karl)
Digitalisierung (Angelina Müller und Pascal Nohl-Deryk)
Klimawandel und Gesundheit (Alina Herrmann, Jörg Schmid)
Leitlinien und Qualitätsförderung (Jeannine Schübel und Karen Voigt)
Ferner bestehen folgende Arbeitsgruppen:
Diabetes (Til Uebel, Ittlingen; Bernardo Mertes, Frankfurt am Main)
Famulatur (Reinhold Klein, Egenburg)
Infektiologie (Hannes Blankenfeld, München; Hanna Kaduszkiewicz, Kiel; Michael M. Kochen, Freiburg; Josef Pömsl, Kaufering)
Komplementärmedizin (Jan Valentini, Tübingen; Tobias Esch, Witten)