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Deutsche Basketballnationalmannschaft

Auswahl deutscher Basketballspieler

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Die deutsche Basketballnationalmannschaft der Herren ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Basketballspieler. Sie vertritt den Deutschen Basketball Bund (DBB) auf internationaler Ebene, zum Beispiel in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie bei den Basketballwettbewerben der Olympischen Spiele.

Das erste Länderspiel mit deutscher Beteiligung fand am 7. August 1936 im Rahmen des I. olympischen Basketballturniers in Berlin gegen die Schweiz statt. Am 1. August 2016 bestritt die deutsche Basketballnationalmannschaft in Helsinki gegen Finnland das 1000. Länderspiel ihrer Geschichte.

Die größten Erfolge sind der Gewinn der Weltmeisterschaft 2023 auf den Philippinen, Japan und in Indonesien, der Gewinn der Europameisterschaft 1993 im eigenen Land sowie der Gewinn der Europameisterschaft 2025. Ferner belegte man bei der Weltmeisterschaft 2002 in den Vereinigten Staaten den dritten Platz, gewann bei der Europameisterschaft 2005 in Serbien und Montenegro die Silbermedaille und bei der Europameisterschaft 2022 die Bronzemedaille. Die bislang beste Olympiaplatzierung erreichte man bei den Sommerspielen 2024 in Paris mit dem vierten Platz.

Anfänge im Dritten Reich (1936 bis 1942)

Eine erste nationale Basketballauswahl wirkte bei den VI. Akademischen Weltspielen 1935 in Budapest mit. Diese studentische Auswahl bestand jedoch hauptsächlich aus Handballern und hatte kaum etwas mit den Auswahlmannschaften der folgenden Jahre zu tun. Vor den Augen des Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten verlor man drei von vier Spielen, was den dritten Turnierplatz ergab.

Der tatsächliche Startschuss einer deutschen Basketballnationalmannschaft war die 1934 getroffene Entscheidung, dass Basketball im Programm der in Berlin ausgetragenen Olympischen Spielen 1936 stehen würde. Hugo Murero, der bereits seit 1932 an verschiedenen Standorten vornehmlich Soldaten aus Heer und Luftwaffe trainierte, wurde zum ersten Reichstrainer und Verantwortlichen der Olympiavorbereitungen ernannt. Bis kurz vor dem Turnierstart war jedoch unklar, ob eine deutsche Mannschaft überhaupt antreten werde, da die sportpolitische Führung eine herbe Niederlage mit Prestigeeinbußen befürchtete. Aus diesem Grund war eine geordnete Vorbereitung nicht möglich. Murero führte trotzdem mehrere Auswahlmannschaften, die sich wegen des fehlenden organisierten Spielbetriebs auf Vereinsebene nahezu ausschließlich aus Soldaten rekrutierten, in mehreren Vorbereitungsturnieren zu durchwachsenen Ergebnissen. Erst einen Monat vor Beginn der Sommerspiele wurden die Olympiakandidaten endgültig gesichtet. Nachdem Testspiele gegen bereits vor Ort gewesene Mannschaften (u. a. mit dem späteren Olympiasieger USA) verloren worden waren, zog die Reichssportführung die Olympiameldung zurück. Aus nicht bekannten Gründen wurde die deutsche Mannschaft jedoch noch nachgemeldet und trat schließlich doch an. Die deutsche Mannschaft verlor drei Gruppenspiele. Das vierte wurde kampflos gewonnen, weil Spanien auf Grund des Spanischen Bürgerkriegs nicht angetreten war. Deutschland schied schon in der Vorrunde aus und belegte in der Endwertung den 15. Platz.

Auch die folgenden Jahre waren für die deutschen Basketballer wenig erfolgreich. Als einen Hauptgrund machten die damaligen Spieler und Verantwortlichen einen Machtkampf zwischen Trainer Murero und dem Mannschaftsführer Hermann Niebuhr, dem „Vater des deutschen Basketballs“, aus. Auch das Missverhältnis zwischen soldatischen und zivilen Spielern wurde bemängelt. Obwohl der zivile Spielbetrieb und die allgemeine Organisation des deutschen Basketballs weit voranschritten, machten Nicht-Soldaten bis 1942 nur einen geringen Teil der Spieler aus. Nach mehreren teils verheerenden Niederlagen in Testspielen entschied die politische Führung, dass keine deutsche Basketballauswahl an der Basketball-Europameisterschaft 1939 teilnehmen werde. Trotzdem war das erklärte Ziel, bei den Olympischen Sommerspielen 1940 anzutreten und gut abzuschneiden, auch wenn unklar war, ob Basketball überhaupt zum olympischen Programm gehören werde. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrach schließlich die Bemühungen der Nationalmannschaft, und am 17. Januar 1942 kam es in Budapest zum vorerst letzten Länderspiel einer deutschen Auswahl. Das Spiel gegen Ungarn wurde mit 35:32 gewonnen. Bis 1942 wurden 19 Länderspiele bestritten, von denen vier gewonnen wurden. Der kampflose Sieg über Spanien bei den Olympischen Spielen sowie nicht näher dokumentierte Vorbereitungsspiele für das Turnier zählen nicht in diese Statistik. Rekordnationalspieler dieser Zeit war Emil Göing, der in 18 der 19 Spielen mitwirkte.

Erste sportliche Olympiaqualifikation im geteilten Nachkriegsdeutschland (1951 bis 1987)

Erst 1951 trat eine Basketballauswahl der Bundesrepublik in Länderspielen an. Bei der 7. Basketball-Europameisterschaft belegte man aber lediglich den zwölften Platz. Obwohl es seit 1951 auch eine Basketballnationalmannschaft der DDR gab, trat man bei der Europameisterschaft 1953 mit einer gesamtdeutschen Mannschaft an. Die Auswahl, bestehend aus acht west- und vier ostdeutschen Spielern, war jedoch wenig erfolgreich und belegte nur den 14. Platz. Im Allgemeinen war die westdeutsche Auswahl der ostdeutschen unterlegen. Von sechs Duellen gewann die DDR fünf. Der einzige Sieg (76:72) gelang der BRD-Auswahl 1973 bei der Challenge-Runde, einer Art B-Europameisterschaft der Europameisterschaft 1973, vier Jahre nach dem Leistungssportbeschluss, der faktisch das Ende des Basketballs als Wettkampfsport in der DDR bedeutete.

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war man als Gastgeber automatisch qualifiziert. Neben vier Vorrundenniederlagen reichte es nach Siegen über die philippinische und die senegalesische Olympiaauswahl auch zu einem Sieg über Polen. In den Platzierungsspielen verlor man jeweils mit einem Punkt achtbar gegen Australien und Spanien und belegte am Ende den zwölften Platz. Obwohl man sich 1980 erstmals sportlich für die Olympischen Spiele qualifizierte, schloss man sich dem Olympiaboykott der USA an und trat nicht an.

Nach einem achten Platz bei der EM 1983 wurde der deutschstämmige israelische Nationaltrainer Ralph Klein deutscher Nationaltrainer und führte die Nationalmannschaft nach dem Olympiaboykott der Warschauer-Pakt-Staaten (bis auf Rumänien) und befreundeter Nationen erstmals auch nach sportlicher Qualifikation zu einem Olympiaturnier. Dort reichte es für die Mannschaft um die seinerzeit für Hochschulmannschaften in den Vereinigten Staaten spielenden und zukünftigen NBA-Profis Detlef Schrempf, Uwe Blab und Christian Welp in fünf Vorrundenspielen zu zwei Siegen über unter anderem Brasilien und zum Einzug ins Viertelfinale. Dort unterlag man mit nur elf Punkten Unterschied dem Gastgeber USA, zu deren ausschließlich aus Studenten bestehenden Auswahl mit Michael Jordan, Patrick Ewing und Chris Mullin drei Spieler zählten, die acht Jahre später als NBA-Profis auch dem „Dream Team“ bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona angehörten. Nach zwei Niederlagen in Platzierungsspielen belegte man am Ende den achten Platz. Bei der folgenden EM-Endrunde 1985 im eigenen Land wurde man als Gastgeber sogar Fünfter. Nach der Viertelfinalniederlage gegen Spanien besiegten die Deutschen in den Platzierungsspielen die damals erneut enttäuschende jugoslawische Basketballnationalmannschaft sowie Frankreich. Bei der ersten Teilnahme Deutschlands an einer Weltmeisterschaft im Jahr 1986 schied Deutschland jedoch ohne Schrempf und Blab, die mittlerweile NBA-Profis waren, schon in der Vorrunde aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs beim Korbverhältnis aus. 1987 reichte es bei der EM-Endrunde in Athen für den sechsten Platz.

Europameisterschaftstriumph unter Trainer Pešić (1987 bis 1993)

Nach dem Rücktritt von Bundestrainer Klein übernahm Svetislav Pešić 1987 das Amt. Pešić war zuvor als Trainer einer besonders talentierten jugoslawischen Juniorenauswahl um Toni Kukoč, Vlade Divac und Dino Rađa tätig gewesen, die die U19-Weltmeisterschaft im selben Jahr gewonnen hatte. Bei diesem geschichtsträchtigen Erfolg wurde erstmals eine Auswahl der Vereinigten Staaten unter den gleichen Bedingungen bezwungen, da die Herrennationalmannschaft der USA nur mit College-Spielern im Alter von höchstens 23 Jahren antrat. Nach einer verpassten Olympiateilnahme für die Spiele 1988 stellten sich für Pešić als Bundestrainer erste Erfolge nach der erfolgreichen Olympiaqualifikation vier Jahre später ein. Mit NBA-Profi Schrempf und dem aus der NBA in die deutsche Bundesliga zurückgekehrten Christian Welp wurde bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona ein siebter Platz erreicht.

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