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Dennis Schröder

Deutscher Basketballspieler

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Dennis Mike Schröder (* 15. September 1993 in Braunschweig) ist ein deutscher Basketballspieler auf der Position des Point Guards. Er steht bei den Charlotte Hornets in der nordamerikanischen Liga National Basketball Association (NBA) unter Vertrag.

Schröder gewann 2023 mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft und 2025 die Europameisterschaft; bei beiden Turnieren wurde er als Most Valuable Player ausgezeichnet.

Zu seinen Stärken zählen wegen seiner Schnelligkeit das Pick-n-Roll-Spiel und das Eins-gegen-Eins.

Schröder begann mit elf Jahren leistungsmäßig Basketball zu spielen, nachdem er von Basketballtrainer Liviu Călin auf einem Freiplatz beim Braunschweiger Prinzenpark entdeckt und zum Training eingeladen worden war. Als Jugendlicher machte Schröder laut Călin „eine richtige Rebellenzeit“ durch, legte sich mit Trainern an und wurde aus Auswahlkadern verwiesen. Zwischenzeitlich spielte Schröder eineinhalb Jahre in Wolfenbüttel. Călin sagte später, Schröder selbst, seine Familie und andere Spieler hätten den Trainer gebeten, ihm noch eine Chance zu geben. Dieser habe laut Călin „eine Vertrauensperson mit viel Toleranz“ gebraucht. Schröder sagte später, er und seine Familie verdankten Călin „fast alles“. Der Trainer betonte, Schröder sei seit dem 13. Lebensjahr recht selbstständig gewesen. Die beiden bauten ein Vater-Sohn-Verhältnis auf, er sei gleichzeitig aber kein derart enger Vertrauter Schröders, so Călin.

In Folgejahren kam Schröder neben der Juniorenmannschaft in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga auch in der Erstliga-Reservemannschaft SUM Baskets Braunschweig in der drittklassigen ProB Staffel Nord zum Einsatz. Zusammen mit Daniel Theis bildete er im Braunschweiger Nachwuchs ein Gespann, das im Buch Dunke-Schön. 25 Jahre 1. Bundesliga Basketball in Braunschweig als „kongeniales Duo“ bezeichnet wurde. Die beiden befreundeten Talente entwickelten „eine Art Telepathie-Spielkultur“, beschrieb Călin das gute Zusammenspiel der beiden von ihm geförderten Talente. Als Schröder 16 Jahre alt war, starb sein Vater Axel an einem Herzinfarkt, woraufhin er seine bisherige Trainingseinstellung änderte, da er seinem Vater versprochen hatte, es in die NBA zu schaffen.

Von 2011 bis 2013 war Schröder für die Erstligamannschaft New Yorker Phantoms Braunschweig aktiv und erhielt so ab der Saison 2011/12 mittels einer „Doppellizenz“ seine ersten Spielminuten in der Basketball-Bundesliga. Zuvor hatte er das Jugendprogramm von Braunschweig durchlaufen. Während er in seiner ersten Saison unter Trainer Sebastian Machowski eher unregelmäßige und wenige Einsatzzeiten pro Spiel erhielt (8 Minuten je Begegnung) und im Saisonverlauf nach mehreren Disziplinlosigkeiten für ein Spiel aus dem Aufgebot ausgeschlossen wurde, setzte der 2012 nach Braunschweig gekommene Trainer Kostas Flevarakis in der Bundesligasaison 2012/13 im Spielaufbau auf Schröder als Stammkraft, der während des Spieljahres im Schnitt rund 25 Minuten auf dem Feld stand und als zweitbester Braunschweiger Korbschütze 12 Punkte je Begegnung erzielte. Damit gelang Schröder in der Bundesliga der Durchbruch.

Schröder stand außerdem bei der Europameisterschafts-Endrunde der Junioren 2012 in Slowenien im Kader der U20-Nationalmannschaft. Mit der Mannschaft holte er den fünften Platz. Anfang 2013 wurde er zum alljährlichen „Nike Hoop Summit“ eingeladen, einem prestigeträchtigen Einladungswettkampf zwischen einer Auswahl der mutmaßlich besten Juniorenspieler der Vereinigten Staaten und einer gleichaltrigen Auswahl aus dem „Rest der Welt“. Schröder erhielt von seinem Verein die Freigabe, an diesem Spiel teilzunehmen, obwohl Braunschweig zum Zeitpunkt des Turniers abstiegsbedroht war. Schröder war bei diesem Spiel mit 18 Punkten zweitbester Punktesammler seiner Mannschaft. Zudem verteilte er sechs Vorlagen und holte zwei Rebounds. Nach diesem Auftritt wurde er als künftiges NBA-Talent für die erste Draftrunde gehandelt.

Aufgrund seiner Leistungen in der Saison 2012/13 wurde er von einem Fachgremium am 12. April 2013 als Most Improved Player und Bester deutscher Nachwuchsspieler (U24) der Basketball-Bundesliga in dieser Saison ausgezeichnet. Weiterhin wurde er der bis dahin jüngste deutsche All-Star der Bundesligageschichte.

Sein Vertrag bei den Phantoms Braunschweig lief ursprünglich bis 2014, enthielt allerdings eine Ausstiegsklausel für den Fall eines Wechsels in die NBA.

Am 20. April 2013 meldete sich Dennis Schröder für das NBA-Draftverfahren 2013 an. Am 28. Juni 2013 wurde er an 17. Stelle von den Atlanta Hawks ausgewählt.

Am 10. Juli 2013 unterschrieb er einen Vertrag bei den Atlanta Hawks. Sein Vertrag bei Braunschweig wurde nach Verhandlungen mit den Hawks aufgelöst. Es soll dabei eine Ablösesumme von 550.000 US-Dollar an Braunschweig gezahlt worden sein. Allerdings wurde dieser Geldbetrag von Braunschweig nicht bestätigt. Am 24. September 2013 wurde vom Aufsichtsratschef der Phantoms ein Geldbetrag in Höhe von 370.000 Euro nach Abzug der Tradekosten genannt.

Zunächst hatte Schröder leichte Probleme, sich in der besten Basketballliga der Welt zu akklimatisieren. Am 4. Dezember 2013 gaben die Atlanta Hawks bekannt, dass Schröder in beiderseitigem Einvernehmen ein paar Spiele für das NBA Development League Team des Bakersfield Jam bestreiten würde, um dort Spielpraxis zu sammeln und ihm somit die Eingewöhnung in seine neue Wirkungsstätte zu erleichtern. Nach sechs Spielen in der D-League kehrte Schröder schließlich ins Aufgebot der Hawks zurück, für das er beim 118:85-Erfolg gegen die Utah Jazz zum Einsatz kam. In der Folge kam er zu weiteren Einsätzen, z. B. beim 112:97-Sieg gegen die Milwaukee Bucks. Bei der knappen Niederlage gegen Oklahoma erzielte er zehn Punkte und hatte keinen Ballverlust. Insgesamt absolvierte Schröder in seiner ersten Saison 49 von 82 Spielen der regulären Saison (zwei Playoff-Einsätze) und stand im Schnitt 13 Minuten auf dem Feld. Im Sommer wurde Chefscout Jeff Peterson nach Deutschland geschickt, um mit Schröder in Braunschweig insbesondere an dessen Mitteldistanzwurf zu arbeiten.

Schröders zweite Saison begann besser. Da sich Jeff Teague am Oberschenkel verletzt hatte, bekam Schröder von Beginn an mehr Spielzeiten. Zu Beginn seiner zweiten Saison wirkte er in 26 von 27 Partien mit. Seine Spielzeit lag durchschnittlich bei 18,5 Minuten, und er schaffte im Schnitt 9,2 Punkte und 3,5 Assists pro Spiel. Noch gehörte Schröder bei den Hawks nicht zur „ersten Fünf“, war jedoch erster Ersatz für den etablierten Spielmacher und All-Star Jeff Teague.

Im Februar 2015 trat Schröder im Rahmen des NBA All-Star Weekends in der Rising Stars Challenge an. Dabei spielten die besten US-amerikanischen Rookies und Sophomores gegen die besten internationalen. Schröder trug zum 121:112-Sieg der Weltauswahl 13 Punkte und 9 Assists bei, wobei er mit einem Dunk kurz vor Ende das Spiel entschied. Beim 91:86-Sieg gegen die Los Angeles Lakers am 15. März 2015 stellte Schröder mit 24 Punkten eine neue persönliche NBA-Bestmarke auf. Zudem verteilte er in diesem Spiel zehn Assists und erzielte damit das dritte Double-Double seiner bisherigen NBA-Karriere. Aufgrund seiner stark verbesserten Leistungen wurde Schröder als Außenseiterkandidat für die Wahl zum meistverbesserten Spieler der Saison (Most Improved Player) gehandelt und bekam bei der Journalistenabstimmung vier Nennungen. Schröder verbesserte in 77 Spielen, davon 10 in der Startaufstellung, seine Punkteausbeute auf 10,0 Punkte, verteilte 4,1 Vorlagen und holte 2,1 Rebounds pro Spiel. Dennis Schröder entwickelte sich in seinem zweiten Jahr in der NBA mit seiner temporeichen Spielweise zu einem Spieler von Format. Er wurde immer öfter von Trainer Mike Budenholzer in den entscheidenden Phasen des Spiels zum Einsatz gebracht. Mit den Hawks erreichte er die beste Saisonbilanz in der Eastern Conference.

In den Viertelfinal-Playoffs gegen die Washington Wizards zeigte Schröder starke Leistungen, unter anderem im vierten Spiel der im Best-of-Seven-Modus ausgetragenen Serie. Schröder kam in diesem Spiel knapp 30 Minuten zum Einsatz und überzeugte mit 14 Punkten, acht Assists und vier Rebounds. In den Conference Finals der Eastern Conference mussten sich die Hawks allerdings den Cleveland Cavaliers geschlagen geben und schieden aus den Playoffs aus. Kurz vor dem Saisonstart der Saison 2015/16 verlängerte der Verein Schröders im Sommer 2016 auslaufenden Rookie-Vertrag per Option um ein Jahr.

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