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Davis Cup

Internationaler Tenniswettbewerb der Herren

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Der Davis Cup (Schreibweise laut Duden Daviscup oder Davis-Cup) ist der wichtigste Wettbewerb für Nationalmannschaften im Herrentennis. Er wird jedes Jahr unter über hundert Nationen in Gruppen und Runden ausgespielt. Veranstalter ist die International Tennis Federation (ITF). Der vergleichbare Wettbewerb im Damentennis ist der Billie Jean King Cup.

Jede Begegnung zwischen zwei Mannschaften (englisch tie) wird an zwei Tagen in zwei Einzeln und einem Doppel ausgespielt. Zunächst werden zwei Einzelpartien ausgetragen, am Folgetag dann die Doppelpartie. Alle Partien, Einzel wie Doppel (englisch rubbers), gehen über zwei Gewinnsätze (Best-of-Three). Grundsätzlich gilt: Wenn eine Mannschaft bereits zwei Partien gewonnen hat und als Sieger der Begegnung feststeht, wird das Doppel nicht mehr gespielt.

Es stehen sich die führenden 26 Nationen der Nationenweltrangliste in 13 Duellen gegenüber, bei denen jeweils ein Team zuhause und eines auswärts antritt. Die 13 Gewinner dieser Runde ziehen in eine zweite Qualifikationsrunde ein. In dieser Runde spielen sie gemeinsam mit dem letztjährigen Davis-Cup-Sieger in sieben Duellen um die sieben Plätze des Final 8. Der achte Startplatz des Finals geht an das Gastgeberland.

2025 haben sich 161 Nationen für den Davis Cup angemeldet, von denen 157 spielten.

2025 wurden insgesamt 7.000.000 $ ausgeschüttet. Jedes Team teilt das Preisgeld unter den teilnehmenden Spielern auf.

Beim Davis Cup werden keine Punkte für die Weltrangliste vergeben.

Anmerkung: Die Gesamtanzahl der Nationen in der zweiten Stufe beträgt 24. Die Aufteilung auf die drei Zonen kann sich jährlich ändern und hängt von den Relegationsergebnissen ab.

1900: Beginn als jährliches Duell zwischen den USA und Großbritannien.

1904: Teilnahme anderer Nationen, die in einem weltweiten Turnier einen Herausforderer für den Titelverteidiger ermittelten.

1923: Aufteilung der Herausforderer-Runde in zwei Gruppen (Europa und Rest der Welt), deren Sieger den zweiten Finalteilnehmer ermittelten.

1956: Ergänzung einer dritten Gruppe mit den asiatischen Ländern.

1966: Aufteilung der Europa-Gruppe in zwei Gruppen.

1972: Wegfall der automatischen Finalqualifikation des Titelverteidigers.

1981: Einführung einer Weltgruppe, die in vier Runden den Sieger ermittelte. Darunter wurden drei regionale Gruppen eingerichtet. Zwischen den verschiedenen Ligen gab es Auf- und Abstieg.

2019: Einführung einer Finalrunde an einem zentralen Ort. Das Punktesystem der Davis-Cup-Nationenrangliste wurde aktualisiert, um dem neuen Format des Wettbewerbs Rechnung zu tragen.

2024: Es erfolgten weitere Formatänderungen und Anpassungen für die Heim- und Auswärtsspiele. Hierfür wurden neue Ranglistenpunkte vergeben, um die richtige Balance zwischen den verschiedenen Wettbewerbsstufen zu gewährleisten.

Die Entstehung des Nationenwettbewerbs ging auf die Idee von vier Mitgliedern des Tennisteams der Harvard University zurück. Diese fassten 1899 den Entschluss, Großbritannien, das Mutterland des Tennis, in einem Wettkampf herauszufordern. Nachdem die beiden Tennisverbände ihr grundsätzliches Einverständnis gegeben hatten, erarbeitete Dwight Filley Davis, einer der vier Spieler des Teams, ein Wettkampfkonzept und erwarb einer Anekdote zufolge mit exakt jenem Geldbetrag, den er gerade bei sich hatte, einen Pokal aus Sterlingsilber. Der Pokal wird scherzhaft als „hässlichste Salatschüssel der Welt“ bezeichnet.

Die erste Partie zwischen den USA und Großbritannien wurde im Jahr 1900 in Boston ausgetragen. Die US-amerikanische Mannschaft (mit Dwight Davis) erwies sich, insbesondere zur Überraschung der Briten, als so stark, dass sie die ersten drei Begegnungen gewann. Im Jahr darauf fiel der Wettkampf aus. 1902 gewannen erneut die USA. Bis 1913 erweiterte sich das Teilnehmerfeld um Deutschland, Belgien, Österreich, Frankreich und „Australasia“, einem von Australien und Neuseeland gebildeten Gemeinschaftsteam (1905 bis 1913). Das Turnier, das ursprünglich als „International Lawn Tennis Challenge“ bekannt war, erhielt dann zum Gedenken seines „Erfinders“ Dwight Davis den heutigen Namen, nachdem dieser 1945 gestorben war.

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