Davide Dato (* 20. August 1990 in Biella, Piemont, Italien) ist ein italienischer Balletttänzer.
Mit seiner jüngeren Schwester Greta versuchte Dato sich zunächst im Salsa-Rhythmus oder als Breakdancer. Beide besuchten sie die Tanzschule und qualifizierten sich in Salsa, Merengue und Mambo, gewannen auch bereits drei Jahre hintereinander die Italienische Meisterschaft. Dato wechselte dann auf die Ballettschule in Mailand. Nach seinem dortigen Studium bei Ludmill Cakalli absolvierte Dato 2005 bis 2008 eine Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper (Matura 2008 am BG & BRG Boerhaavegasse, Wien). In der Spielzeit 2008/09 war er Mitglied der Theaterklasse der Ballettschule der Wiener Staatsoper.
Im September 2009 wurde Dato Mitglied des Balletts der Staatsoper und Volksoper und war ab 2011 Halbsolist. Als Solist trat er bei den Neujahrskonzerten 2011, 2012, 2015, 2016, 2017, 2019, 2020, 2021 und 2023 sowie in Rom auf. Ab 2013 wurde er Solotänzer des Wiener Staatsballetts. Seit 26. Mai 2016 ist Dato einer der Ersten Solotänzer der Truppe.
Nach einer verletzungsbedingten einjährigen Unterbrechung trat Dato am 29. Juni 2018 in der Nurejew-Gala in einem eigens für ihn choreographierten Ballett nach Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite auf der Bühne der Wiener Staatsoper auf.
Dato gastierte in zahlreichen Ländern Europas und in Amerika. Mehrfach wurde er für Werbespots herangezogen.
Im Oktober 2018 kam der Film Insane Love von Eitan Pitigliani heraus, in dem Dato die Rolle des Liebhabers übernahm.
Rollen mit dem Wiener Staatsballett (Auswahl)
Frederick Ashton: La Fille mal gardée (Colas)
George Balanchine: Rubies, Who Cares?, Tarantella (Hauptpartien), Violin Concerto
Ferenc Barbay/Michael Kropf: Max und Moritz (beide Titelrollen)
Maurice Béjart: Le Concours (Freund und Variationstänzer) und Arepo (Solo)
August Bournonville: Napoli (Pas de six)
Michael Corder: Die Schneekönigin (Kay)
John Cranko: Onegin (Lenski); Romeo und Julia (Mercutio)
Nils Christe: Before Nightfall
Jorma Elo: Ein Sommernachtstraum (Puck)
William Forsythe: The Vertiginous Thrill of Exactitude und The Second Detail
Gyula Harangozó sen./Gyula Harangozó: Coppélia (Geselle); Der Nussknacker (Pas de trois und Roboter)