David „Jumper“ Munyon (* 19. August 1952 in Newport, Rhode Island) ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und Gitarrist.
David Munyon wurde als letztes von fünf Kindern der Eheleute Chet Munyon (ein NASA-Techniker) und Lola Mae Munyon (die Tochter eines Predigers) geboren und macht seit seinem 12. Lebensjahr Musik.
In den Niederlanden gab es Anfang 2009 einen Kino-Musikdokumentarfilm zu sehen, in dem unter anderen auch David Munyon in seiner Heimat porträtiert wird. Der Film Searchin’ for the heart of the Heartlands wurde im Herbst 2008 in den USA nach einer Idee von Ad van Meurs gedreht.
David Munyon ist auch ein eifriger Hobby-Maler, der seinen eigenen, wohl eher als naive Kunst zu bezeichnenden frugalen Stil selbst gerne als „Cool Art à la Vincent van Gogh trifft auf Forrest Gump“ beschreibt.
Munyon hat in Europa eine weit größere Fangemeinde als in seiner amerikanischen Heimat. Das liegt unter anderem daran, dass er zwischen 1994 und 2006 mehrfach durch verschiedene europäische Länder tourte und dass acht seiner bisherigen Album-CDs von den deutschen Labels Glitterhouse Records und Stockfisch Records veröffentlicht wurden. Von seinem Debütalbum, CodeName: Jumper (1990), wurden ursprünglich in den USA dem Vernehmen nach weniger als 700 Exemplare verkauft, die spätere deutsche Wiederveröffentlichung war dagegen weitaus erfolgreicher. Neben den neun „offiziellen“ Alben hat Munyon noch drei Album-CD-Rs aus Eigenproduktionen in seinem Repertoire, die er jedoch nur nach Bedarf kurzfristig herstellt und dann ausschließlich via Mailorder-Service selbst vertreibt.
Während seine unspektakuläre Roots- oder auch Americana-Music mit zumeist genau auf den Punkt kommenden Texten die Folk-, R&B- und Blues-Fans gleichermaßen erfreut, faszinieren besonders die in audiophilen Kreisen sehr hoch angesehenen Stockfisch-Produktionen aus dem renommierten Tonstudio von Günter Pauler im niedersächsischen Northeim die „Wohlklangfanatiker“ und machten den tiefreligiösen „Jumper“ Munyon, nach vielerlei Alkohol-Problemen in den 1970ern, ab Mitte der 1990er hauptsächlich in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien zu einem echten Insider-Tipp. Diesen Non-Mainstream-Status spiegeln auch seine unspektakulären, fast intimen Auftritte vor kleinem Publikum wider, die nicht selten drei oder sogar vier Stunden dauern und von ihm einzig für kurze „Pinkelpausen“ unterbrochen werden. Und dass er dabei ständig auf die Repertoire-Wünsche seiner Zuhörerschaft eingeht, sich dafür sogar immer wieder artig bedankt, liegt ganz einfach in der Natur des Yogananda-Jüngers und nimmermüden Friedensapostels Munyon und ist unverkennbar alles andere als pure Anbiederei an seine Fans.
David Munyon lässt sich auf seinen eher seltenen Tourneen sogar für so genannte Home concerts bzw. Living room gigs buchen, bei denen er vor ganz kleinem privaten Publikum spielt. Im Rahmen eines derartig intimen Wohnzimmer-Auftritts entstand im September 2005 in Senden im Münsterland auch seine erste DVD.
Munyon ist als Songwriter auch für einige Kollegen attraktiv und schrieb zum Beispiel Eric Burdon für dessen 2004er-Album My Secret Life den Titel Over The Border und für das 2006er-Album Soul Of A Man mit GTO und Never Give Up Blues gleich zwei Songs.
Im Juli 2006 hat David Munyon in den legendären Londoner Abbey Road Studios sein Album Song For Danko aufgenommen. Dieses Solo-Acoustic-Album und besonders sein Titelsong ist dem Musiker Rick Danko (The Band) gewidmet, der 1999 verstarb. Die CD wurde Mitte August 2006 veröffentlicht.
Too Cool – Hymns from Ozark via Adelaide Street erschien im März 2007 auf Mobile Home Records und ist ein sogenanntes Solo/Electric and Drum Maschine Album von David Munyon. Die Aufnahmen entstanden in einem Studio in seinem Heimatort Dothan im Jahr 2005.
Im Juli 2007 war David für Aufnahmen für seine CD Some Songs for Mary erneut in einem Londoner Studio. Die CD wurde im Februar 2008 auf Mobile Home Records veröffentlicht.
Für das audiophile Label Stockfisch-Records in Northeim hat David im August 2007 ebenfalls neue Songs eingespielt. Das Projekt heißt Big Shoes und ist eine Kollektion von Cover-Songs bekannter Musiker. Dieses Album wurde im März 2009 veröffentlicht und auf einer anschließenden, erfolgreichen Tour auch live vorgestellt.
Ron Hitchcock, von Hitchcock Media aus Los Angeles, hat im Oktober 2007 zwei alte Alben von David Munyon veröffentlicht, die dieser Anfang der 1970er in Kalifornien und Florida aufgenommen hatte. Es sind David Munyons Erstlingswerke Dogs Sleeping und For lovin’ someone: Early Acoustic. Beide Alben stehen bisher nur auf iTunes zum Download zur Verfügung. Eine Veröffentlichung auf CD ist vorerst nicht geplant.
Ab April 2008 lebte Munyon für einige Zeit in London. Er hat dort in einem Studio 13 neue Songs eingespielt, die im Dezember 2010 für sein neues Album Meanwhile, Back in Japan auf Mobile Home Records veröffentlicht werden. From The Shade Of The Big Mamosa, von 2001, wurde digital remastered, teilweise re-recorded und ist im Herbst 2008 mit neuem Cover und Booklet wieder veröffentlicht worden.
Zum ersten Mal veröffentlichte David Munyon mit Midwest 2012 ein Album beim amerikanischen Label Tate Music Group.
Am 1. April 2016 erschien das neue Studioalbum Clark, nachdem es im Herbst 2015 mittels Crowdfunding finanziert wurde. Aufgenommen wurden die 10 Songs des Albums am 1. April 2014 während einer Tourpause in Chemnitz. Mitte Mai 2016 erschien dieses neue Album auch erstmals in auf 300 Exemplare limitierter 180g-Vinyl-Schallplatten-Fassung, die jedoch um zwei Songs gekürzt werden musste. Diese Vinyl Fassung wies jedoch teilweise große Herstellungsmängel auf, so dass nur ca. 120 weitgehend fehlerfreie Exemplare in Umlauf kamen.
Ebenfalls am 1. April 2016 erschien, parallel zum Studioalbum, das erste offizielle Livealbum Official Bootleg Collection Vol. 1 – Tour 2013. Das Album dokumentiert Teile der Deutschland-Tour 2013 und ist ausschließlich solo-akustisch.
Am 19. Dezember 2016 erschien das zweite offizielle Livealbum, Live 2014 – Official Bootleg Collection Vol. 2. Darauf wurde erstmals die langjährige Gelegenheitskooperation mit dem deutschen Bluesmusiker Biber Herrmann dokumentiert, der an der zweiten Gitarre intuitiv und improvisiert Munyons Songs untermalt. Entsprechend blueslastig ist daher auch das Album ausgefallen.