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David Coulthard

Britischer Automobilrennfahrer

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David Marshall „DC“ Coulthard, MBE [ˈdeɪvɪd ˈkoʊlθɑrt] (* 27. März 1971 in Twynholm, Schottland) ist ein ehemaliger britischer Automobilrennfahrer.

Zwischen 1994 und 2008 trat er für Williams, McLaren und Red Bull zu 246 Grand Prix in der Formel-1-Weltmeisterschaft an und gewann 13 davon. Sein größter Erfolg in der Formel 1 war die Vizeweltmeisterschaft in der Saison 2001 hinter dem Deutschen Michael Schumacher, viermal wurde er Dritter in der WM-Gesamtwertung. Von 2010 bis 2012 nahm er in einem Mercedes an der DTM teil.

Seit 2016 begleitet Coulthard als TV-Experte für den britischen Sender Channel 4 die Formel-1-Berichterstattung.

Coulthard begann seine Motorsportkarriere im Kartsport. In den Jahren 1983 bis 1985 entschied er die schottische Junioren-Kartmeisterschaft für sich. Von 1986 bis 1988 war er schottischer Open-Kart-Meister. Außerdem war er 1986 und 1987 britischer Super-Kart-1-Meister. 1989 wechselte er in den Formelsport und gewann auf Anhieb den Meistertitel der britischen Formel Ford 1600. Für sein gutes Debüt wurde er mit dem McLaren Autosport BRDC Award, der erstmals verliehen wurde, ausgezeichnet. 1990 trat er in der Formel Opel Lotus Euroserie, in der er den fünften Gesamtrang belegt hatte, und in der Formel Vauxhall Lotus, in der er Vierter wurde, an. Überschattet wurde die Saison von einem schweren Unfall in Spa-Francorchamps, bei dem sich Coulthard ein Bein brach.

1991 wechselte Coulthard in die britische Formel-3-Meisterschaft und startete für Paul Stewart Racing, für die er bereits in der Formel Opel Lotus Euroserie gefahren war. Coulthard gewann fünf Rennen und war der Pilot mit den meisten Siegen. Dennoch reichte es nicht zum Titelgewinn und er wurde Vizemeister hinter Rubens Barrichello. In Szene setzte sich Coulthard bei den prestigeträchtigen Formel-3-Rennen in Zandvoort und Macau, die er beide vor Jordi Gené für sich entschied.

1992 wechselte Coulthard in die Formel 3000 und trat erneut für Paul Stewart Racing an. Sein Teamkollege war Paul Stewart, der Rennstallbesitzer seines Teams. Coulthard stand bei den letzten beiden Rennen als Dritter auf dem Podium und belegte schlussendlich den neunten Gesamtrang. Außerdem machte er bei Testfahrten für das Benetton-Team seine ersten Erfahrungen mit einem Formel-1-Boliden. 1993 bestritt Coulthard seine zweite Saison in der Formel 3000 für Pacific Racing. In Pergusa-Enna gewann er sein erstes Rennen in dieser Meisterschaft und belegte am Saisonende hinter dem Meister Olivier Panis und Pedro Lamy den dritten Platz. Außerdem war er neben Kenny Bräck ein Testfahrer des Formel-1-Rennstalls Williams.

Ursprünglich plante Coulthard 1994 seine dritte Saison in der Formel 3000 zu bestreiten und parallel dazu weiterhin als Formel-1-Testfahrer des Williams-Teams zu fungieren. Nachdem er beim ersten Rennen der Formel-3000-Saison den zweiten Platz belegt hatte, erhielt er bei Williams ein Formel-1-Cockpit, das nach dem Unfalltod Ayrton Sennas frei geworden war. Am 29. Mai gab Coulthard im Alter von 23 Jahren beim Großen Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya sein Renndebüt in der Formel 1. Im weiteren Saisonverlauf trat er zu sieben Formel-1-Rennen für Williams an und erzielte beim Großen Preis von Portugal in Estoril, den er als Zweiter beendete, seine erste Podest-Platzierung in der Formel 1. Bei vier Rennen musste Coulthard sein Cockpit an Nigel Mansell abgeben.

Für die Saison 1995 unterschrieb Coulthard einen Vorvertrag bei McLaren. Jedoch war er bereits durch einen Testfahrervertrag an Williams, die auf seine Dienste bestanden, gebunden. Das Contract Recognition Board entschied bei diesem Vertragskonflikt, dass Coulthard seinen Vertrag bei Williams erfüllen müsse und so blieb er bei dem Rennstall und erhielt das zweite Cockpit neben Damon Hill. Nachdem er bereits bei einigen Rennen auf dem Podest gestanden hatte, gewann er bei seinem 21. Grand Prix in Portugal, wo er ein Jahr zuvor seinen ersten Podiumsplatz erzielt hatte. Am Saisonende belegte er hinter seinem Teamkollegen Hill, der Vizemeister wurde, den dritten Platz in der Meisterschaft.

Nachdem Williams Jacques Villeneuve für die Saison 1996 verpflichtet hatte, erhielt Coulthard von Williams die Freigabe für einen Teamwechsel. Coulthard entschied sich für McLaren, wo er Teamkollege des Finnen Mika Häkkinen wurde. Er stand zweimal auf dem Podest und erzielte sein bestes Rennergebnis in Monaco, wo er hinter seinem ehemaligen Formel-3000-Rivalen Panis den zweiten Platz belegte. Am Saisonende belegte er hinter Häkkinen, der Fünfter wurde, den siebten Gesamtrang. 1997 bestritt Coulthard seine zweite Saison für McLaren, die nach einem Sponsorenwechsel von Marlboro zu West in einer silbernen Lackierung antraten. Da McLaren zudem mit Motoren von Mercedes unterwegs war, wurden die Boliden in Anlehnung an die Mercedes-Rennfahrzeuge aus den 1930er- und 1950er-Jahren „Silberpfeile“ genannt. Coulthard gewann den Saisonauftakt in Australien und holte dabei den ersten McLaren-Sieg seit 1993, als Senna ebenfalls in Australien für den britischen Rennstall gewann. Mit einem weiteren Sieg in Italien belegte er am Saisonende als bester McLaren-Pilot den dritten Gesamtrang.

1998 gingen die McLaren-Piloten als Favoriten auf den Titel in die Saison. Allerdings war es Häkkinen, der die Weltmeisterschaft für sich entschied. Coulthard erzielte nur einen Sieg beim Großen Preis von San Marino und stand bei fünf McLaren-Doppelsiegen als Zweiter auf dem Podest. Für Schlagzeilen sorgte er beim Regenrennen in Spa-Francorchamps. Nach dem Start prallte er, nachdem er im Regen die Kontrolle über seinen Rennwagen verloren hatte, gegen die Begrenzungsmauer. Wegen der Gischt sahen einige Fahrer das Wrack nicht und es kam zu einer Massenkarambolage, in die 13 Autos involviert waren. Nachdem das Rennen abgebrochen worden war, konnte Coulthard zum Neustart mit dem Ersatzwagen antreten. In der Mitte des Rennens kam es zu einer Kollision mit Michael Schumacher. Schumacher führte das Rennen an und fuhr bei der Überrundung von Coulthard auf den McLaren auf, verlor ein Vorderrad und musste das Rennen aufgeben. Als die beiden in der Boxengasse aufeinander trafen, kam es zu einer lautstarken Diskussion zwischen den Rennfahrern. Am Saisonende belegte Coulthard erneut den dritten Gesamtrang.

1999 hatte McLaren erneut einen guten Rennwagen gebaut. Allerdings hielt Coulthard wie im Vorjahr nicht mit Häkkinen mit und wurde wieder durch seinen Teamkollegen, der die Weltmeisterschaft gewann, in den Schatten gestellt. Coulthard gewann in dieser Saison zwei Rennen und beendete die Saison als Vierter in der Weltmeisterschaft. In der folgenden Saison verlief es für Coulthard besser und er war nach drei Siegen, unter anderem beim prestigeträchtigen Grand Prix in Monaco, zusammen mit Häkkinen und Schumacher in den Titelkampf involviert. Allerdings musste er sich erneut Häkkinen, der hinter Schumacher Vizeweltmeister wurde, geschlagen geben und belegte den dritten Platz in der Meisterschaft. Erstmals seit 1997 setzte sich Coulthard 2001 gegen Häkkinen durch und wurde im Laufe der Saison zum Weltmeisterschaftsrivalen Schumachers. Gegen Schumacher hatte er allerdings keine Chance und er gewann mit zwei Siegen den Vizemeistertitel.

Nachdem Häkkinen zurückgetreten war, erhielt Coulthard 2002 mit Kimi Räikkönen abermals einen finnischen Teamkollegen und wurde zur neuen „Nummer 1“ im McLaren-Team. Allerdings gelang es McLaren in dieser Saison nicht, mit den Boliden von Ferrari und Williams mitzuhalten, und Coulthard belegte am Saisonende hinter den vier Piloten dieser Teams den fünften Gesamtrang. Der Höhepunkt der Saison war ein Sieg in Monaco. 2003 begann Coulthard die Saison mit einem Sieg beim Auftaktrennen in Australien. Obwohl er noch einige Jahre in der Formel 1 aktiv sein sollte, war dies sein letzter Sieg in der „Königsklasse“ des Motorsports. Im Saisonverlauf hielt er immer seltener mit seinem jüngeren Teamkollegen Räikkönen, der die Vizemeisterschaft gewann, mit und er belegte am Ende den siebten Gesamtrang. 2004 wurde früh bekannt gegeben, dass Coulthard zum Saisonende durch Juan Pablo Montoya ersetzt werden sollte. Erstmals in seiner Karriere stand Coulthard bei keinem Rennen auf dem Podest und er verabschiedete sich mit dem zehnten Platz in der Fahrerwertung von McLaren.

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