An diesem Tag

Darrall Imhoff

US-amerikanischer Basketballspieler

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Darrall Tucker Imhoff (* 11. Oktober 1938 in San Gabriel, Kalifornien; † 30. Juni 2017 in Bend, Oregon) war ein US-amerikanischer Basketballspieler, der auf der Position eines Centers spielte.

Seine zwölf Jahre andauernde Karriere in der National Basketball Association (NBA) brachte ihn zu sechs verschiedenen Mannschaften. Am Basketballturnier der Olympischen Sommerspiele 1960 nahm er als Spieler der University of California, Berkeley teil und gewann bei diesem Großturnier in Rom mit seinem Heimatland die Goldmedaille. Dabei kam er unter Pete Newell, der ihn bereits an der Universität trainierte und der eben erst als Trainer des US-Nationalkaders engagiert worden war, zum Einsatz.

Als Teil der US-amerikanischen Basketballnationalmannschaft des Jahres 1960 wurde er im Jahre 1984 in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen; das Team von 1960 galt bis zum Dream Team von 1992 als das beste in der Geschichte des US-Basketballs.

Highschool- und College-Basketball in Kalifornien

Darrall Imhoff wurde am 11. Oktober 1938 in der Kleinstadt San Gabriel, einem nordöstlichen Vorort von Los Angeles, geboren und besuchte unter anderem die Alhambra High School in der gleich an San Gabriel angrenzenden Stadt Alhambra. Nachdem er dort ebenfalls bereits als Basketballspieler im Einsatz war, jedoch zumeist nur eine Statistenrolle einnehmen musste, schaffte er mit dem Wechsel an die University of California, Berkeley den Durchbruch als Basketballspieler. Der Herrenbasketballmannschaft der California Golden Bears, so der Name der Universitätssportabteilung an der UC Berkeley, gehörte er dabei in den Spielzeiten 1957/58, 1958/59 und 1959/60 an. Dabei entwickelte er sich vor allem in seinen letzten beiden Spielzeiten zu einem Topspieler. Nachdem er es mit der Mannschaft in der Saison 1957/58 bis ins Finalspiel der West-Region, einer von vier Staffeln des NCAA University Division Basketball Tournament, gebracht hatte und dort mit 62:66 der von John Castellani trainierten Seattle University, die daraufhin den Einzug in die Runde der besten vier schaffte, unterlag, triumphierte die Mannschaft in der darauffolgenden Spielzeit 1958/59.

Dabei kam die seit 1954 von Pete Newell trainierte Truppe nach einem klaren 71:53-Halbfinalsieg in der West-Region gegen die University of Utah und einem ebenso deutlichen 66:46-Finalsieg über Saint Mary’s in die Runde der besten vier. Dies war zudem erst das zweite Mal in der Geschichte der Herrenbasketballmannschaft der UC Berkeley, dass es das Team soweit gebracht hatte. Nach einem 64:58-Sieg über die University of Cincinnati in den nationalen Semifinals standen die California Golden Bears daraufhin erstmals seit ihrem Bestehen im saisonentscheidenden Endspiel. Dieses endete in weiterer Folge in einem knappen 71:70-Sieg über die West Virginia University und bedeutete somit den ersten Titelgewinn für die von Pete Newell und dessen Assistenten Rene Herrerias trainierten Basketballherren der UC Berkeley. Für seine Leistungen wurde Imhoff in diesem Jahr ins First-Team-All-AAWU (Athletic Association of Western Universities) gewählt.

Auch das nachfolgende NCAA University Division Basketball Tournament 1960 verlief für die California Golden Bears nicht minder erfolgreich. Nach drei deutlichen Siegen in der Finalserie der West-Region schaffte das Team problemlos den Sprung unter die Top 4 des Turniers; dort schaffte es die UC Berkeley nach einem 77:69-Sieg über Cincinnati zwar ins Finalspiel, unterlag in diesem jedoch deutlich mit 75:55 gegen die bereits über die gesamte Saison übermächtige Ohio State. Diese hatte zu diesem Zeitpunkt spätere NBA-Garanten wie John Havlicek, Jerry Lucas und Larry Siegfried oder Spieler wie Mel Nowell, Joe Roberts oder Bob Knight in ihren Reihen und wurde vom Erfolgscoach Fred Taylor, einem späteren Hall-of-Famer trainiert. Auch in diesem Jahr erfolgte für Darrall Imhoff wieder die Wahl ins First-Team-All-AAWU sowie diesmal auch zum Consensus First-Team All-American. Das heißt, er wurde von der Associated Press, der USBWA, der NABC, der UPI, der NEA, wie auch der Weekly einstimmig zum First-Team All-American gewählt.

Basketballturnier der Olympischen Sommerspiele 1960

Durch seinen College-Trainer Pete Newell, der aufgrund seiner Erfolge mit den California Golden Bears zum US-amerikanischen Olympiatrainer für das Basketballturnier der Sommerspiele 1960 ernannt wurde, schaffte Imhoff aufgrund seiner Leistungen der vorangegangenen Jahre den Sprung in den US-Olympiakader. Bei diesem Großturnier in Rom war die Basketballnationalmannschaft der Vereinigten Staaten weitgehend konkurrenzlos. Nach drei deutlichen Siegen über Italien, Japan und Ungarn in der Vorrunde, erspielte sich das Team im Pool II des Halbfinales ebenso deutliche Siege gegen Jugoslawien, Uruguay und die UdSSR. In der finalen Gruppe gegen Italien, Brasilien und die UdSSR konnten sich die US-Amerikaner ebenfalls deutlich beweisen und gewannen gegen Italien mit 112:81 und gegen Brasilien mit 90:63; weiters wurde auch noch die Ergebnisse aus den direkten Halbfinal-Duellen der Finalteilnehmer (im Falle der USA der 81:57-Sieg über die UdSSR) miteinbezogen. Damit gewannen die US-Amerikaner zum fünften Mal in Folge Olympiagold im Basketball; Imhoff bildete über den kompletten Turnierverlauf ein kongeniales Duo mit Walt Bellamy und konnte sich dabei vor allem gegen die großgewachsenen Sowjets unter Beweis stellen. Von den damaligen zwölf Amateurspielern schafften es im weiteren Verlauf zehn in die NBA. Vier Spieler wurden für ihre Leistungen in der „Spieler“-Kategorie (Walt Bellamy, Jerry Lucas, Oscar Robertson und Jerry West) und die beiden Trainer Pete Newell und Dutch Lonborg in der „Trainer“-Kategorie in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.

Darrall Imhoff war einer der zehn späteren NBA-Spieler der Olympiamannschaft von 1960. Dabei wurde er beim NBA-Draft 1960 als dritter Pick in der ersten Runde zu den New York Knicks gedraftet und galt bereits im Vorfeld als der am meisten umworbene Draftpick dieses Jahres. Zum Zeitpunkt seines Wechsels zu den Knicks waren mit Richie Guerin und Willie Naulls bereits zwei All-Stars im Kader, wobei Imhoff als potentieller All-Star-Anwärter in der größten Stadt der Liga angesehen wurde. Sein Debüt im Profibasketball gab er daraufhin bereits im ersten Saisonspiel, einer 105:113-Niederlage gegen die Cincinnati Royals am 20. Oktober 1960, wobei er mit einem Field Goal lediglich zwei Punkte beisteuern konnte. Auch im weiteren Verlauf der Saison konnte er dem Druck der Konkurrenz auf seiner Position nicht standhalten und war zum Ende der Spielzeit zumeist nur mehr Ersatzspieler auf seiner angestammten Position des Centers. Bis zum Ende der Saison 1960/61 brachte er es auf 62 von 79 möglich gewesenen Ligapartien und die Knicks verpassten mit lediglich 26,6 % gewonnenen Spielen deutlich den Einzug in die saisonabschließenden Play-offs.

In der geschichtsträchtigen Spielzeit 1961/62 kam Imhoff bereits regelmäßiger zum Einsatz und wurde bis zum Ende des Jahres immerhin in 76 der 80 Meisterschaftsspiele eingesetzt. Am 2. März 1962 trat er mit den New York Knicks auch im berüchtigten Spiel gegen die Philadelphia Warriors an, als der damalige Starspieler der NBA, Wilt Chamberlain, 100 Punkte beim 169:147-Sieg seiner Mannschaft beisteuerte; ein bis heute (Stand: Juli 2017) bestehender Rekord. Die Niederlage und die Höhe von Chamberlains erreichten Punkten wird mitunter Imhoffs Teamkollegen Phil Jordon zugeschrieben, der in diesem Spiel nicht mitwirkte, da er offiziell an einer Grippe erkrankt war und deshalb nicht mitspielen konnte. Was offiziell als Grippe galt, wurde in der Öffentlichkeit weitgehend als Kater bezeichnet, da sich Jordon am Vortag betrunken hatte und aus diesem Grund unfähig war am Spielbetrieb teilzunehmen. Damit hatten die Knicks mit Darrall Imhoff nur einen einzigen großen Spieler im Kader, der Chamberlain verteidigen sollte, was jedoch nur vereinzelt gelang. Mit 36,3 % gewonnenen Partien schafften die New York Knicks erneut nicht den Einzug in die Play-offs und beendeten die Saison abermals auf dem letzten Platz der Eastern Division.

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