An diesem Tag

Daniel Abt

Deutscher Automobilrennfahrer und Webvideoproduzent

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Daniel Johannes Abt (* 3. Dezember 1992 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Unternehmer, Influencer und ehemaliger Rennfahrer. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an internationalen Motorsportserien wie der GP2-Serie und der FIA-Formel-E-Meisterschaft, in der er von 2014 bis 2020 startete.

Nach dem Erwerb der Fachhochschulreife an einer Fachoberschule nahm Abt ein Studium der Wirtschaftsinformatik auf, das er später abbrach. In einem Podcast berichtete er, während seiner Schulzeit einmal von der Schule verwiesen worden zu sein.

Abt selbst ist Geschäftsführer der Abt Lifestyle GmbH sowie im Aufsichtsrat der ABT SE (Hauptgesellschafterin der Abt Sportsline GmbH).

Seit April 2014 betreibt Abt aktiv den YouTube-Kanal Daniel Abt, auf dem er sein Leben als Rennfahrer zeigt. Im Dezember 2023 hatte der Kanal rund 632.000 Abonnenten bei mehr als 204 Millionen Aufrufen; aktuell zählt er etwa 688.000 Abonnenten (Stand: 26. Oktober 2025). Seit April 2020 betreibt er zudem den Podcast Reden am Limit gemeinsam mit Benedikt Mayr und Mitja Lafere.

Daniel Abt fungierte von 2020 bis 2023 als Experte für Sat.1 und ProSieben bei der Übertragung der Formel E. Ende 2023 war Abt zudem als Formel-E-Experte für ServusTV und den neuen Fernsehsender DF1 (2024) (ehemals ServusTV Deutschland) tätig, die die Übertragungsrechte für Deutschland übernommen hatten.

Am 8. August 2025 heiratete Abt seine Verlobte Bianca aus Sulzberg standesamtlich in Kempten (Allgäu).

Im Juni 2025 erwarb Abt die Privatpilotenlizenz (PPL). Diese absolvierte er im Flieger- und Freizeitzentrum in Tannheim.

Anfänge im Motorsport (2001–2007)

Abt – der aus familiären Gründen früh mit dem Motorsport in Kontakt gekommen war – begann seine Karriere 2001 im Kartsport, in dem er bis 2007 aktiv war. Unter anderem gewann er 2007 den Vizemeistertitel der ADAC-KF2-Kart-Meisterschaft.

ADAC Formel Masters (2008–2009)

2008 wechselte Abt in den Formelsport und trat in der ADAC Formel Masters für das Team seines Vaters Abt Sportsline an. Er startete einmal von der Pole-Position und erzielte einen dritten und zwei zweite Plätze als beste Resultate. Er beendete die Saison auf dem achten Gesamtrang. Er unterlag damit seinem Teamkollegen Markus Pommer, der mit einem Sieg Gesamtfünfter wurde. 2009 bestritt Abt seine zweite Saison in der ADAC Formel Masters für Abt Sportsline und gewann mit acht Siegen dominant den Meistertitel vor Klaus Bachler. Er erzielte sieben Pole-Positions und stand insgesamt zehnmal auf dem Podium. Mit 224 zu 90 Punkten setzte er sich intern deutlich gegen seinen Teamkollegen René Binder durch.

Nachdem Abt bereits 2009 für Performance Racing als Gastpilot im deutschen Formel-3-Cup angetreten war, wechselte er 2010 in diese Serie zum Meisterteam Van Amersfoort Racing. Er setzte sich teamintern gegen seine Teamkollegen Stef Dusseldorp und Willi Steindl durch und hatte bis zum letzten Rennwochenende Chancen auf den Meistertitel. Schlussendlich unterlag er Tom Dillmann mit 112 zu 120 Punkten und wurde mit zwei Siegen und insgesamt zehn Podest-Platzierungen Vizemeister.

Formel-3-Euroserie (2010–2011)

Im Anschluss an die Deutsche Formel-3-Cup Saison startete er für Signature beim prestigeträchtigen Macau Grand Prix. Er führte das Rennen vor seinen Teamkollegen Edoardo Mortara und Laurens Vanthoor an, verlor jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug und schied nach einem Unfall aus.

2011 ging Abt in der Formel-3-Euroserie für Signature an den Start. Mit vier dritten Plätzen als beste Resultate beendete er die Saison auf dem siebten Gesamtrang. Teamintern unterlag er damit Marco Wittmann und Vanthoor – die die Platzierungen zwei und sechs erreichten – und wurde vor Carlos Muñoz – der Gesamtachter wurde – drittbester Pilot seines Rennstalls. Darüber hinaus war er in der FIA-Formel-3-Trophäe 2011 punkteberechtigt. Dort erreichte er den vierten Platz.

Am Ende des Jahres absolvierte er für Audi Testfahrten im DTM-Auto.

Nachdem er Ende 2011 bei GP3-Testfahrten für Lotus GP mehrmals die Bestzeit erzielt hatte, erhielt er für GP3-Serie 2012 ein Cockpit bei dem Rennstall, der im Vorjahr den Meister und Vizemeister gestellt hatte. Er gewann zwei Rennen, stand insgesamt siebenmal auf dem Podest, hatte bis zum letzten Saisonrennen Titelchancen und benötigte in diesem einen Sieg. Tatsächlich ging er in diesem Rennen – in dem er vom achten Startplatz startete – in Führung, allerdings verlor er diese kurz vor dem Ende des Rennens und wurde Zweiter. Damit unterlag er Mitch Evans im Titelkampf mit 151,5 zu 149,5 Punkten. Im Anschluss an die GP3-Saison erhielt er bei Tech 1 Racing ein Cockpit für die letzten drei Veranstaltungen der Formel Renault 3.5. In dieser blieb er ohne Punkte. Darüber hinaus kehrte er für eine Veranstaltung in die deutsche Formel 3 zurück. Dabei erzielte er einen dritten Platz.

2013 blieb Abt bei seinem Rennstall – der in diesem Jahr wieder als ART Grand Prix antrat – und wechselte in die GP2-Serie. Während der gesamten Saison hatte er Probleme mit der Abstimmung seines Fahrzeugs, deren Ursache von den Teamingenieuren nicht ausfindig gemacht werden konnte. Er erzielte nur bei vier von 22 Rennen Punkte, mit einem fünften Platz als bestem Ergebnis. Während sein Teamkollege James Calado 159 Punkten Gesamtdritter wurde, erreichte er mit elf Punkten den 22. Gesamtrang. 2014 wechselte er innerhalb der GP2-Serie zu Hilmer Motorsport. Er beendete die Saison auf dem 16. Platz im Gesamtklassement. Er erzielte 27 der 33 Punkte seines Rennstalls.

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