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Daniel-Alexandre Chavannes

Schweizer evangelischer evangelischer Geistlicher, Politiker und Naturforscher

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Daniel-Alexandre Chavannes (* 21. Juli 1765 in Vevey; † 29. Oktober 1846 anderes Datum 28. Oktober 1846 in Lausanne) war ein Schweizer evangelischer Geistlicher, Politiker und Naturforscher.

Daniel-Alexandre Chavannes war der älteste Sohn des Pfarrers François Chavannes und dessen Ehefrau Henriette Madeleine (geb. Friquet).

Sein Onkel war Alexandre César Chavannes (1731–1800), bei dem er seit 1775 auch aufwuchs und der seine Erziehung und Ausbildung übernahm. Seine Tante war Etiennette Chavannes, die einen angesehenen Salon führte und mit Jacques Abram Daniel Clavel de Brenles (1717–1771) verheiratet war.

Seine Neffen waren Edouard-Louis Chavannes (1805–1861), Professor der Botanik an der Akademie Lausanne, und der Pastor Jules Chavannes (1805–1874).

Daniel-Alexandre Chavannes war seit 1793 mit Hélène-Cornélie († 1858), verheiratet. Sie war Tochter von Daniel Zacharie Châtelain (1723–1807), Bürger in Amsterdam, ehemaliger Pastor der wallonischen Kirche in Rotterdam; gemeinsam hatten sie acht Kinder:

Jeanne Henriette Cornélie Chavannes (* 22. März 1794 in Vevey; † 15. März 1874 anderes Datum 14. Mai 1874 in Lausanne), Direktorin der 1837 eingeweihten Lehrerschule im Kanton Waadt, und damit die erste Schweizer Frau in einem derartigen Amt;

César Daniel Chavannes (* 2. November 1795; † 21. Oktober 1811);

Jacqueline Herminie Chavannes (* 20. Oktober 1798; † 5. April 1853), schrieb Kinderbücher sowie die Biografien von Albert de Haller, Johann Caspar Lavater und Johann Heinrich Pestalozzi; sie erzog auch die Tochter von Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge;

Henriette Cornélie Elizabeth Chavannes (* 7. Februar 1800; † 23. Februar 1881);

Jacques Félix Chavannes (* 5. Dezember 1802; † 6. September 1863), Pastor in La Sarraz, war während des Sonderbundkrieges sowie 1849 Feldprediger. Er war, gemeinsam mit Jule Chavannes, Mitglied der Kommission, die sich 1839 mit der Revision des Kirchengesetzes befasste. Mit dem befreundeten Frédéric de Gingins-La Sarraz (1790–1863) war er einer der Gründer der Société d'histoire de la Suisse Romande. Als Mitglied von Belles-Lettres veröffentlichte er unter anderem Les Etrennes vaudoises und Le Quêteur;

Jean Alexandre Chavannes (* 20. November 1805);

Adelaide Marie Victoire Chavannes (* 21. Januar 1807; † 1. April 1850);

Jacque Auguste Chavannes (* 1. Oktober 1810; † 16. September 1879), promovierte an der Universität Heidelberg zum Doktor der Naturwissenschaften und wurde Professor für Zoologie an der Akademie von Lausanne. Er reiste im Frühjahr 1839 nach Brasilien, um seinen Cousin Gustave Perdonnet (1822–1913) zu begleiten und übersandte seinem Vater eine Sammlung brasilianischer Vögel. Später wurde er Kurator des Kantonsmuseums und bereicherte es mit seinen Sammlungen.

Die Familie lebte unter anderem bis 1810 zwischen Vevey und Tour-de-Peilz in einem Haus seines Schwiegervaters, in dem ursprünglich Edmund Ludlow, nach seiner Flucht aus England 1660, lebte; von dort liess Daniel-Alexandre Chavannes sich in Lausanne im Stadtteil St. Pierre nieder. 1832 zog er in Lausanne in ein Haus in der Rue Cité-Derrière 23 (ehemals 28), in dem er auch verstarb.

Daniel-Alexandre Chavannes besuchte die Académie de Lausanne in Lausanne und wurde am 20. Juli 1788 ordiniert; während des Unterrichts an der Akademie hatte er Unterricht in Griechischer Sprache und Moral bei Frangois-Louis Allamand (1709–1784) und er hörte Theologie-Vorlesungen bei François Louis de Bons; unter anderem war Louis Secretan (1758–1839) sein Kommilitone.

Von 1789 bis 1796 war er Vikar in Vevey und darauf von 1796 bis 1798 in Corsier-sur-Vevey; von 1790 bis 1791 hielt er sich zu einem Studienaufenthalt in Deutschland, Frankreich sowie Holland auf und sammelte Informationen zu Geschichte, Gesetzgebung, Industrie und Armenwesen in den jeweiligen Ländern.

Als Anhänger der Helvetischen Republik wurde er vom Helvetischen Direktorium, zusammen mit Jean-Louis-Philippe Bridel, im Juli und August 1798 als Gesandter der Freiheit in den Kanton Léman und nach Freiburg geschickt. Im Dezember 1798 genoss er in Luzern die Gastfreundschaft von Philipp Albert Stapfer, mit dem er über das Verhältnis zwischen Kirche und Staat ausführlich diskutierte; während dieses Aufenthaltes traf er auch unter anderem seinen Freund, den Politiker und Juristen Henri Vincent Carrard (1766–1820).

Seine Bewerbung von 1798 für die vom Direktorium geschaffene Pfarrstelle in Luzern blieb erfolglos, worauf er von 1798 bis 1811 als Katechet und Subdiakon in Vevey tätig war.

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