Curt Timm (* 29. Januar 1926 in Hamburg; † 22. Juli 2015 in Speyer) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Sprecher und Intendant.
Curt Timm, Sohn von Anna Timm und des Ingenieurs Carl Timm, hat an der Schule für Musik und Theater in Hamburg eine Ausbildung als Schauspieler und als Regisseur für Schauspiel und Oper absolviert. Nach diversen Engagements als Schauspieler, Regieassistent und Dramaturg wurde er Chefdramaturg und Oberspielleiter des Stralsunder Theaters. Ab 1953 war er dort Intendant. Parallel dazu wirkte er als Dozent an der Staatlichen Schauspielschule für dramatischen Unterricht und Sprechtechnik.
Anfang der 1960er-Jahre lebte er in Hamburg, wo er als Schauspieler am Thalia-Theater bei Willy Maertens und als Regisseur am Künstlertheater Engagements hatte. 1967 übernahm er kurzzeitig das „Intime Theater“, das der Baden-Badener Großkaufmann und Theaterunternehmer Heinz Mehnert kurz zuvor in den Kellerräumlichkeiten des theaters 53 eröffnet hatte. Als Regisseur beim Norddeutschen Rundfunk und bei Radio Bremen produzierte er mehr als 60 Hörspiele, zudem Features für den Rundfunk. Timm hatte Ende der 1960er Jahre auch einige Rollen bei Europa.
Von 1974 bis 1986 war er Intendant des Theaters Niederdeutsche Bühne Flensburg.
Neben seinen vielen Bühnenrollen konnte man ihn immer mal wieder auch im Fernsehen entdecken, wo er in verschiedenen Serien wie Tatort oder Bella Block mitwirkte.
Seit 1986 war Timm verstärkt als Rezitator in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Mit seiner CD-Reihe Spuren des Wortes trug er zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Bibel bei. Jedes biblische Thema wird in Dialog zu seiner literarischen Aufarbeitung gesetzt. Musikalische Interpretationen runden den jeweiligen Themenkomplex ab. Bisher sind erschienen:
Die Schöpfung mit Martin Bruchwitz an der Orgel
Das Paradies mit Matthias Janz an der Orgel
Im Jahr 2007 arbeitete Timm als Rezitator an Klaus Störtebeker, basierend auf dem Roman von Wilhelm Lobsien. 2008 sprach er das Hörbuch zu dem Roman Der Fall von Paris von Gerdt Fehrle. Curt Timm war evangelisch und ab 1950 verheiratet mit Marga Timm, geborener Dingler. Im März 2014 zog er sich aus dem Berufsleben zurück. Am 22. Juli 2015 starb er im Alter von 89 Jahren in Speyer am Rhein, wo er seit 2008 lebte.
„Babel“ von Günther Weißenborn, deutsche Erstaufführung des Schauspiels
„Vorstadtlegende“ von dem tschechischen Dichter Vraszek
„Don Giovanni“ mit Staatskapellmeister Hans Löwlein von der Staatsoper Berlin, Vlasta Urbanova vom Nationaltheater Prag und Manfred Schmidt von der Staatsoper Berlin
Urfassung des „Jedermann“ von Hans Stricker (1584) zur 700-Jahr-Feier der Stadt Flensburg in der Marienkirche; musikalische Leitung Matthias Janz
„Thomas Chatterton“ von Hans Henny Jahnn (erste Inszenierung nach der Uraufführung der Gründgens-Inszenierung)
1964: Das Kriminalgericht – Der Fall Nebe
1965: Das Feuerzeichen (Fernsehfilm)
1965: 1939 – Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager
1967: Dreizehn Briefe – Bergromane sind gesünder