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Cory Doctorow

Kanadischer Science-Fiction-Autor, Journalist und Blogger

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Cory Doctorow [ˈkɒri ˈdɒktəroʊ] (* 17. Juli 1971 in Toronto, Ontario) ist ein kanadisch-britischer Science-Fiction-Autor, Journalist und Blogger. Im Jahr 2000 wurde er mit dem John W. Campbell Award als bester Nachwuchsautor ausgezeichnet.

Seine Bücher veröffentlicht er unter einer Creative-Commons-Lizenz.

Als Kind trotzkistischer Eltern wuchs Doctorow in einem Aktivisten-Haushalt auf. Schon als Kind kam Doctorow mit nuklearer Abrüstung und Greenpeace-Kampagnen in Berührung. Zwischenzeitlich besuchte er gemeinsam mit Tim Wu eine Grundschule in Toronto. Seinen Schulabschluss machte er an der anarchistischen SEED School, einer „freien Schule“ der Stadt, und besuchte vier Universitäten ohne Abschluss.

1992 war er Teilnehmer des renommierten Clarion Workshops für angehende Science-Fiction- und Fantasy-Autoren, bei dem er in der Folge auch als Dozent wirkte. Ihm zufolge hatte der Workshop einen bestimmenden Einfluss auf sein weiteres Leben und seine Laufbahn als Schriftsteller:

Von 2001 bis Anfang 2020 war Doctorow Co-Autor des Boing-Boing-Blogs. Kurz danach, am 19. Februar 2020, startete er sein eigenes Blog mit dem Titel Pluralistic auf einer eigenen Website, auf der er Artikel, Kommentare und weiterführende Links u. a. zu gesellschafts- und netzpolitischen Themen veröffentlicht.

In London arbeitete er als Koordinator für Europa-Angelegenheiten bei der Electronic Frontier Foundation (EFF) und wurde 2007 mit dem EFF Pioneer Award ausgezeichnet.

2005 ist er einer der Mitgründer der Open Rights Group in England, die sich, ähnlich wie die EFF, unter anderem für eine Liberalisierung des Urheberrechts, gegen Digitale Rechteverwaltung und für den Datenschutz engagiert.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Doctorow auch aktivistisch und künstlerisch tätig. Er kooperierte dabei u. a. mit Gruppen wie monochrom.

Seit Sommer 2006 lebt Doctorow im Großraum Los Angeles, zuletzt in Burbank, und arbeitete dort bis 2007 als Gastprofessor am Fulbright Chair in Public Diplomacy der University of Southern California.

Er kreierte 2022 in einem Blogpost den Begriff Enshittification, der sich auf die Tendenz von Onlineplattformen wie TikTok oder Facebook bezieht, mit der Zeit immer schlechter zu werden. 2023 wurde der Begriff von der American Dialect Society zum Wort des Jahres gewählt.

Doctorow ist Mitglied der paneuropäischen Parteienbündnisses Democracy in Europe Movement 2025 (DiEM25). Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Doctorow ist seit 2025 als Gastprofessor an der Cornell University tätig.

In seiner letzten Veröffentlichung erhob David Golumbia (Virginia Commonwealth University) 2024 die Kritik, Cory Doctorows Faible für dezentrale Technologien und Netzneutralität trage indirekt zur Verbreitung rechtslibertärer Positionen bei, indem etwa sozialstaatliche Maßnahmen und öffentliche Regulierung geringere Würdigung erführen, als dies bei den von ihm vertretenen progressiven Werten zu erwarten sei. Doctorow trüge so unbemerkt zum Gedeihen technooptimistischer und minarchistischer Akteure bei.

Down and Out in the Magic Kingdom. Tor Books, 2003. (Creative Commons License)

deutsch: Backup. Heyne 2007, ISBN 978-3-453-52297-8.

Eastern Standard Tribe. Tor Books, 2004. (Creative Commons License)

deutsch: Upload. Heyne 2008, ISBN 978-3-453-52413-2.

Someone Comes to Town, Someone Leaves Town. Roman. Tor Books, 2005.

Makers. Roman. Tor Books, 2009, ISBN 978-0-7653-1279-2.

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