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Cornelis Pietersz. Bega

Niederländischer Maler und Radierer

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Cornelis Pietersz. Bega (* 1631 oder 1632 in Haarlem; † 27. August 1664 vermutlich an der Pest) war ein niederländischer Barock-Maler und Radierer.

Cornelis Bega war der Sohn des Bildhauers und Goldschmieds Pieter Jansz. Begijn († 1648). Seine Mutter Maria kam aus einer wohlhabenden Malerfamilie und war die Tochter des Haarlemer Künstlers Cornelis van Haarlem und dessen Frau Marietje Deyman.

Vom Vater wegen seines leichtsinnigen Lebenswandels verstoßen, weshalb er den Namen Bega annahm, war er später Schüler des Adriaen van Ostade.

Bevorzugt malte er, ebenso wie sein Lehrmeister van Ostade, Genrebilder. Diese haben Szenen aus den sog. niederen Kreisen des Volkslebes, namentlich aus Wirtshäusern und Bauerngesellschaften, Trinker, Raucher, Alchimisten, Astrologen und dergleichen zum Gegenstand. Die 34 von ihm bekannten Radierungen behandeln die gleichen Stoffe wie seine Gemälde.

Unter anderem radierte er auch in Kupfer. Zu den von ihm ausgeführten, bekannten Blättern gehören:

Das Wirtshaus, Das Bauernhaus mit acht Bauern, Der Bauer am Fenster (ganz mit der kalten Nadel vollendet) und Die junge Wirtin mit zwei alten Bauern.

Von 1653 bis 1654 reiste er zusammen mit den Künstlern Dirck Helmbreker, Vincent van der Vinne und Guillam Dubois durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich. 1654 trat er der Lukasgilde seiner Heimatstadt Haarlem bei. Anfang der 1650er Jahre muss Bega mit dem gleichfalls in Haarlem ansässigen Künstler Leendert van der Cooghen befreundet gewesen sein, der ihn mehrfach porträtierte. Nach 1660 wurden seine Bilder farbiger und konzentrierten sich mehr auf Details und Texturen.

Bilder Begas finden sich beinahe in allen größeren europäischen Galerien, wie zum Beispiel im Louvre in Paris, im Rijksmuseum zu Amsterdam, in München, Sankt Petersburg oder Dresden und Berlin.

Selbstbildnis, ca. 1649/50. Ölskizze auf Papier, 187 × 172 mm. Inschrift unten rechts: „Dit is Het Conterfeijsel van Kornelis Begga van Hem geschildert“. Privatsammlung.

Stillende Mutter mit Kindern, 1652. Schwarze Kreide, sehr wenig braune Tinte, auf bräunlichem Papier, 181 × 232 mm. Unten rechts signiert und datiert: Cor. Begga 1652. Verso: Links die Marke vom Städelschen Kunstinstitut (Lugt 2356). Frankfurt am Main, Städel Museum, Inv.-Nr. 748.

Bildnis Leendert van der Cooghen mit großem Hut, ca. 1653/54. Schwarze Kreide auf Pergament, 113 × 94 mm. Inschrift in schwarzer Kreide oben links und rechts im ovalen Rand: Cornelus Bega. Pitor/Harlemensis. Verso: von späterer Hand, vermutlich um 1800: „het Portrait van Cornelis Bega door hem Zelfs“ und, kaum lesbar, unten rechts: 1789. London, The British Museum, Inv.-Nr. 1836,0811.812.

Doppelbildnis Leendert van der Cooghen und Cornelis Bega, 1654. Schwarze Kreide, grau laviert, 329 × 242 mm. Amsterdam, Rijksprentenkabinet, Inv.-Nr. RP-T-1940-511.

Selbstbildnis mit Barett, ca. 1654/55. Rötel und schwarze Kreide, 261 × 216 mm. Leiden, Universiteitsbibliotheek, Prentenkabinet, Inv.-Nr. PK-T-AW-264.

Das Schulzimmer, ca. 1652–54. Braune Tinte, grau und braun laviert auf schwarzer Kreide und/oder Bleistift, 171 × 278 mm. Signiert, Mitte links, in brauner Tinte: c.bega. Boston, Sammlung Maida und George Abrams, Fogg Art Museum, Harvard University, Cambridge (Massachusetts), Inv.-Nr. 1999.126.

Mutter mit schlafendem Kind, ca. 1654–58. Schwarze Kreide, weiß gehöht auf blauem Papier, 145 × 110 mm. Verso: Skizze eines stehenden Mannes mit einem Sack auf dem Rücken, spätere Inschrift mit Bleistift: C Bega/es - und JOL/5-o VO/165 f 7,5000 –. Privatsammlung.

Bauernstube mit Mutter und Kindern, 1654. Feder in Braun, braun laviert über schwarzer Kreide; Einfassungslinien (Feder in Braun), 172 × 146 mm. Recto: Sammlermarke Esdaile (Lugt 2617). Verso: Inschrift mit Feder in Braun von Esdaile: 1834 WE (verschlungen), 120 x, Bega und, ebenfalls mit Feder in Braun, von der Hand Ploos van Amstels (Lugt 3004): h: 7d/b: 6d [schwer leserlich, weil teilweise von Esdaile überschrieben]. Hamburg, Hamburger Kunsthalle, Inv.-Nr. 21684.

Wirtshausszene, ca. 1654/55. Eiche, 38 × 33,5 cm. Signiert unten rechts auf dem Stock: bega. Mainz, Landesmuseum, Inv.-Nr. 102.

Tanz in der Dorfschenke, ca. 1655. Eiche, 46,5 × 44,5 cm. Signiert unten links von der Mitte: cbega. Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Galerie-Nr. 1476.

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