Corinna Kirchhoff (* 9. März 1958 in Düsseldorf) ist eine deutsche Schauspielerin.
Kirchhoff studierte an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Ihr spektakuläres Theaterdebüt gab sie 1984 unter der Regie von Peter Stein an der Schaubühne am Lehniner Platz als Irina in Tschechows Drei Schwestern. Im selben Jahr erhielt sie den O.-E.-Hasse-Preis. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Theaterstücken sowie diversen Produktionen für Film und Fernsehen mit. 1996 wurde sie von der Theaterzeitschrift Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt. In Peter Steins Inszenierung von Goethes Faust I und II spielte sie die Helena. Am Wiener Burgtheater, wo sie ab 1999 engagiert war, spielte sie Hauptrollen unter der Regie von Andrea Breth, unter anderem die Titelrolle in Maria Stuart von Friedrich Schiller. Für ihre Darstellung der Maria Stuart erhielt sie 2002 eine Nestroy-Nominierung als Beste Schauspielerin. Bei den Salzburger Festspielen war sie als Genia in Schnitzlers Das weite Land zu sehen. Kirchhoff war ab Sommer 2005 am Schauspielhaus Zürich engagiert und wirkte hier in der erfolgreichen Uraufführung von Yasmina Rezas Der Gott des Gemetzels mit (Einladung zum Berliner Theatertreffen 2007). Sie ist
seit der Spielzeit 2017/18 Mitglied des Berliner Ensembles. Zwischenzeitlich war sie am Schauspiel Frankfurt engagiert. Für den Film Ein Leben lang war sie als beste Schauspielerin für den Deutschen Fernsehpreis 2022 nominiert.
Im Februar 2023 war Kirchhoff Erstunterzeichnerin einer von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierten Petition an Olaf Scholz, die zu Diplomatie und Verhandlungen und gegen weitere „eskalierende Waffenlieferungen“ an die Ukraine im Zuge des russischen Überfalls aufrief.
1984: Drei Schwestern von Anton Tschechow, Regie: Peter Stein, Rolle: Irina
1993: Hedda Gabler von Henrik Ibsen, Regie: Andrea Breth, Rolle: Hedda
2000: Onkel Wanja von Anton Tschechow, Regie: Andrea Breth, Rolle: Elena Andrejewna – Burgtheater
2001: Maria Stuart von Friedrich Schiller, Regie: Andrea Breth, Rolle: Maria Stuart – Burgtheater
2003: Was ihr wollt von William Shakespeare, Regie: Roland Koch, Rolle: Olivia
2004: Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Andrea Breth, Rolle: Gräfin Orsina
2004: Die Ziege oder Wer ist Sylvia? von Edward Albee, Regie: Andrea Breth, Rolle: Stevie
2010: Das Begräbnis von Thomas Vinterberg, Regie: Thomas Vinterberg, Rolle: Else, die Mutter – Burgtheater
2011: Das weite Land von Arthur Schnitzler, Regie: Alvis Hermanis, Rolle: Anna Meinhold-Aigner – Burgtheater
2012: Der Komet von Justine del Corte, Regie: Roland Schimmelpfennig, Rolle: Greta – Akademietheater
2014: König Lear von William Shakespeare, Regie: Peter Stein, Rolle: Goneril – Burgtheater
2020: Gespenster von Henrik Ibsen, Regie: Mateja Koležnik, Rolle: Frau Helene Alving
2001: Józef Ignacy Kraszewski: Gräfin Cosel (Gräfin Cosel) – Regie: Walter Niklaus (Hörspiel (5 Teile) – MDR)
2004: Karin Fossum: Dunkler Schlaf – Regie: Götz Naleppa (Kriminalhörspiel – DLR)