Conrad Paul Wusching (* 10. Januar 1827 in Großmanyok, Komitat Tolna, Kaisertum Österreich; † 26. August 1900 in Lugos, Königreich Ungarn) war ein rumäniendeutscher Komponist, Kirchenmusiker und Chorleiter.
Der Handwerkersohn Wusching hatte ersten Instrumentalunterricht, unter anderem im Orgelspiel, in seiner Schulzeit beim Oberlehrer seiner Heimatgemeinde. Er setzte seine Ausbildung in Fünfkirchen fort und absolvierte 1843 das Lehrerseminar. Danach wirkte er ein Jahr in Kömöd und vier Jahre in Buda. Von 1848 bis zu seiner Pensionierung 1893 wirkte er als Lehrer und Regens chori der katholischen Gemeinde in Lugosch. 1849 gründete er den Lugoscher Gesang- und Musikverein. Als Komponist trat Wusching mit mehr als 150 überwiegend kirchenmusikalischen Werken hervor. 1869 machte er eine Studienreise nach Würzburg, wo er auch unterrichtete.
1883 – Goldene Erinnerungsmedaille des Lugoscher Gesang- und Musikvereins
Requiem für Gesang und Orgel, 1847
Tantum ergo für gemischten Chor und Orchester, 1851
Tantum ergo in C, für gemischten Chor und Orchester, 1855
Antiphona (Ecce sacerdos magnus) bei Visitationen oder Firmungsfeierlichkeiten zu gebrauchen, für 4 Männerstimmen, 1855
Offertorium In te Domine speravi für Männerchor, um 1860
Tavaszi Dal für gemischten Chor mit Klavier, um 1860
Graduale Pastorale O große That, erwünschte Nacht für vier Männerstimmen mit obligater Orgelbegleitung, 1864
Offertorium (Am Christihimmelfahrtstage) für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Streicher und Klarinetten, 1868
Tantum ergo für gemischten Chor und Orchester, 1868
Daláröröm: "Édes hazám" und "Bordal", Männerchöre, 1868
Hymne zu Ehren des h. Vaters für vier Männerstimmen mit Orgelbegleitung, 1869
Komámasszony, Lied mit Klavierbegleitung, 1870
Tantum ergo in C für gemischten Chor und Orchester, um 1870
Abendfeier nach einem Gedicht von Carl Johann Philipp Spitta für Männerchor, um 1870
Geständnis für Gesang und Klavier, um 1870