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Claus Kuhnke

Deutscher Brigadegeneral des Luftwaffe der Bundeswehr

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Claus Kuhnke (* 2. April 1922 in Allenstein; † 5. Mai 1995 in Königswinter) war ein deutscher Brigadegeneral der Luftwaffe der Bundeswehr.

Kuhnke besuchte ein humanistisches Gymnasium und absolvierte das Abitur. Am 15. November 1939 trat er als Offizieranwärter und Fahnenjunker bei der 16./Luftnachrichtenschule in Halle/Saale in die Wehrmacht ein. Kurze Zeit später wurde der Truppenteil als 16./Luftnachrichtenregiment des Oberbefehlshabers der Luftwaffe nach Potsdam-Eiche verlegt. Vom April bis Mai 1940 durchlief er den Unteroffizierlehrgang an der 16./Luftnachrichtenregiment des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, war von Juni bis Oktober 1940 Funktruppführer in der 3./Luftnachrichtenregiment 32 in Belgien, von November 1940 bis Januar 1941 an der Luftnachrichtenschule in Halle/Saale, absolvierte dort im März 1941 den Lehrgang für Fliegerverbindungsoffiziere zu Heeresverbänden, wurde am 1. April 1941 zum Leutnant befördert, war von April 1941 bis Februar 1942 Fliegerverbindungsoffizier und Zugführer im 3./Luftnachrichtenregiment 35 auf dem Balkan und in der Sowjetunion, von März 1942 bis Dezember 1943 Aufsichtsoffizier und Adjutant in der 18./Luftnachrichtenregiment des Oberbefehlshabers der Luftwaffe und absolvierte von August bis September 1943 einen Nahkampf-Lehrgang an der Infanterieschule Döberitz. Am 1. Januar 1943 wechselte er zur Fallschirmjägertruppe, war bis 9. Juli 1944 Kompanieführer der 3./Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 4 und wurde im am 1. Juli 1943 zum Oberleutnant befördert. Vom 10. Juli 1944 bis März 1945 war er Kompaniechef der 3./Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 4 und absolvierte mit der gesamten Kompanie bis März bis Mai 1945 einen Lehrgang über Jagdpanzer in Oberitalien. Von Mai bis 4. Juli 1945 war er in Kriegsgefangenschaft.

Von September 1945 bis April 1946 war Kuhnke Landhelfer bei der Bäuerin Lücke. Vom 2. Dezember 1946 bis Sommer 1948 studierte er an der Pädagogischen Akademie in Bielefeld. Von September 1948 bis Mai 1949 gab er Nachhilfeunterricht und war im ambulanten Handel mit Textilien in Bielefeld tätig. Von Oktober 1948 bis November 1951 studierte er Germanistik, Geographie und Kunsterziehung an der Pädagogischen Akademie in Bielefeld, war vom Mai 1949 bis März 1953, anfangs neben dem Studium, Volksschullehrer in Detmold und von April 1953 bis September 1957 Realschullehrer in Detmold.

Am 1. Oktober 1957 trat Kuhnke als Hauptmann in die Bundeswehr ein und wurde Taktiklehrer. Von Oktober 1960 bis September 1961 wurde er an der Technischen Akademie der Luftwaffe in Neubiberg ausgebildet. Von Oktober 1961 bis September 1962 absolvierte er den 5. Generalstabslehrgang Luftwaffe an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Danach war er von Oktober 1962 bis September 1967 Generalstabsoffizier für Führungsunterstützung (A 6) und für Planung, Ausbildung und Organisation (A 3) der 4. Luftwaffendivision in Aurich, von Oktober 1967 bis März 1970 Stellvertreter und Chef des Stabes beim General der Führungsdienste im Allgemeinen Luftwaffenamt in Köln, vom April 1970 bis März 1971 Regimentskommandeur des Fernmelderegiments 33 in Goch, wo er die Übung „Gute Partie 71“ plante und leitete, und von April 1971 bis März 1974 Referent im Bundesministerium der Verteidigung im Führungsstab der Luftwaffe in der Stabsabteilung III (Führung) im Referat 5 (Fernmelde-Einsatzführung, Fernmelde-Verbindungen, elektronische Kampfführung) in Bonn. Ab April 1974 war er Amtschef des Amtes für Fernmeldewesen der Bundeswehr. Mit Ablauf des September 1982 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Kuhnke war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Töchter sowie einen Sohn.

1982: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen

Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr

Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 2, Hoffmann – Kusserow. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 799–800.

Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie. Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1979, ISBN 3-8033-0293-5, S. 87.

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