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Claudia Wissmann

Deutsche Lichtkünstlerin

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Claudia Wissmann (* 6. Februar 1964 in Dingden; † 2026) war eine deutsche Lichtkünstlerin, wohnhaft in Hannover.

Im Mittelpunkt ihrer Kunst steht das Verhältnis von Natur, Architektur und Licht. Dabei setzte Wissmann Tages- und Kunstlicht zur Umdeutung und Interpretation von Bauwerken und Orten ein. Als bezeichnend für ihre Kunstwerke gilt die Auseinandersetzung mit der Entstehung, der Geschichte und der Funktion von Gebäuden, Räumen und Orten.

Claudia Wissmann wurde als Tochter einer Spielwarenhändlerin und eines Schmiedes in Dingden am Niederrhein geboren. Ab 1983 studierte sie Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule in Krefeld. Von 1985 bis 1992 folgte ein Studium der Bildenden Kunst und des Films bzw. Videokunst an der Kunstakademie Münster bei Inge Mahn, Gunther Keusen und Lutz Mommartz. In der Zeit von 1988 bis 1989 hielt sie sich an der University of Reading in England auf. Dort studierte sie unter dem Einfluss der Installationskünstler Richard Wilson, Marc Camilla Chaimowicz und den beiden Lichtkünstlern Ron Haselden und dem Neuseeländer Bill Culbert.

1989 war Claudia Wissmans erste Lichtinstallation mit Tageslicht unter dem Titel Light movements – far five windows in der University Art Gallery in Reading zu sehen, bei der sie selbst als Akteurin im Verhältnis von Licht, Schatten und Identität mitwirkte.

Nach weiteren Installationsexperimenten wandte sie sich schließlich der Lichtkunst im Kontext von Architektur zu. Bedeutend und inspirierend für Wissmann waren dabei, neben ihrer Studienzeit an der Universität in Reading, die Filme und Bodysculptures von Rebecca Horn, Werke von Maya Deren sowie Performances und Projektionen von Nan Hoover im Kontext von Licht und Schatten.

Ihr Hauptinteresse lag zuletzt bei dem Verhältnis von Licht und Architektur sowie Licht und Natur. Wissmann verwendete sowohl Kunstlicht als auch Tageslicht in den verschiedensten Formen der Reflexion als Gestaltungsmedium. Ziel ist nicht die Beleuchtung von Gebäuden oder Naturformen, sondern eine Änderung der Wahrnehmung und Umdeutung durch Licht. Wissmann widmete sich in den letzten Jahren außerdem auch vermehrt der Arbeit mit Kindern. Das mit den Künstlerinnen Ute Heuer, Kirsten Mosel und Andrea von Lüdinghausen in Hannover gegründete Mobile Atelier veranstaltet einwöchige Workshops in Kindergärten, die Kinder von 3 bis 6 Jahren an die verschiedensten Ausdrucksformen der Kunst heranführen.

1989: Five Days a Week, University Art Gallery, Reading, GB

1993: Umgehung, Wewerka Pavillon, Münster

1996: night falls – light falls, Kloster Plasy, (CZ)

1997: Kunst am Bau – Mögliche Projektionen, Museum Ostwall, Dortmund

2000: Light Lift, Lönnströmin Art Museum, Rauma (SF). „Ex Architectura“, Sprengel Museum Hannover, Hannover

2002: Legenda Aurea, St. Petri, Dortmund. Die Stätte, Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna

2004: Lichtarchitektur, Kunstverein Siegen

2006: Winterlicht, Kloster Gravenhorst

2009: Spiegelungen, Schloss Agathenburg, Stade

2009: WIllkommen im Westen, Kaserne, Goch

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1996: Villa Romana, Folkwang-Museum, Essen

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