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Cirque du Soleil

Kanadisches Entertainmentunternehmen

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Cirque du Soleil [siʀkədysɔˈlɛj] (französisch für Zirkus der Sonne) ist ein Entertainment-Unternehmen aus Montréal in Kanada.

Das Unternehmen wurde 1984 von dem Straßenkünstler Guy Laliberté unter Assistenz von Daniel Gauthier und Gilles Ste-Croix gegründet. Es beschäftigt weltweit ca. 4000 Menschen, davon etwa 1200 Artisten aus etwa 80 Ländern.

Cirque du Soleil zeigt Shows, deren Hauptaugenmerk auf Artistik, Theaterkunst und Livemusik liegt. Im Unterschied zum klassischen Zirkus, zu dem unter anderem Tierdressuren und eine mit Sägespänen ausgestreute Manege gehören, verzichtet der Cirque du Soleil auf diese Elemente, weshalb er dem Cirque Nouveau (wörtlich übersetzt „Neuer Zirkus“) zugerechnet wird.

Weltweit werden gleichzeitig mehrere Shows von verschiedenen Truppen aufgeführt. Die Produktionen werden von bei Cirque du Soleil respektive dessen Tochtergesellschaften angestellten Artisten auf die Bühnen gebracht. Ein mögliches Franchise-Modell wurde in den frühen 2000er-Jahren verworfen.

Das Unternehmen war zu 80 Prozent im Besitz des Gründers Guy Laliberté. Die restlichen 20 Prozent befanden sich im Besitz der Istithmar (arabisch für Investment), einer Private-Equity-Firma aus Dubai, sowie der Nakheel Properties, einem Immobilienunternehmen aus Dubai.

Im April 2015 verkaufte Guy Laliberté die Kontrollmehrheit an ein Konsortium um die texanische Beteiligungsgesellschaft TPG Capital. Zur Käufergruppe zählte die im Besitz des chinesischen Mischkonzernes Fosun International befindliche Fosun Capital Group.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie meldete Cirque du Soleil im Juni 2020 Insolvenz an. Fünf Monate später wurde bekanntgegeben, dass das Insolvenzverfahren mit dem Verkauf an den ehemaligen CEO von MGM Resorts International Jim Murren und Catalyst Capital abgeschlossen wurde.

1982 gründete Guy Laliberté mit einigen Artisten eine kleine Varieté- und Straßentheatergruppe in der kanadischen Stadt Baie-Saint-Paul (Provinz Québec). Zwei Jahre später bekam diese Truppe den Auftrag, eine Vorstellung anlässlich der 450-Jahr-Feier Kanadas zu gestalten. Nach dem durchschlagenden Erfolg dieser Veranstaltung wurde beschlossen, einen artistisch ausgerichteten Zirkus zu gründen. So wurde am 16. Juni 1984 der Cirque du Soleil ins Leben gerufen.

Das Unternehmen beschäftigte anfangs 73 Mitarbeiter und setzte sich als Ziel, sein Publikum im blau-gelben Zelt mit einem dramaturgisch ausgearbeiteten Mix aus Artistik und Straßentheater zu unterhalten. Dabei sollten Thematik, Performance, Kostüme, Beleuchtung und Musik perfekt harmonieren. Bis heute ist es diesem Konzept treu geblieben.

Die erste Show mit dem Namen Le Grand Tour du Cirque du Soleil hatte 1984 in der kleinen Stadt Gaspé Premiere und wurde anschließend in ganz Québec gezeigt. Im Jahr darauf feierte das Programm Cirque du Soleil Premiere. 1986 folgte das dritte Programm (La Magie continue), welches in ganz Kanada gezeigt wurde. Einzelne Nummern daraus sind weiterhin erfolgreich bei verschiedenen Wettbewerben und Festivals.

Mit dem vierten Programm We Reinvent The Circus im Jahr 1987 wurde nach Aufführungen in Kanada erstmals die Grenze in die USA überschritten. Beim Zirkusfestival in Los Angeles, in San Diego und in Santa Monica war das Publikum derart begeistert, dass der Name Cirque du Soleil in Amerika über Nacht Berühmtheit erlangte. 1988 war man damit auch zu Gast bei den Olympischen Winterspielen in Calgary.

1990 wurde mit diesem Programm die erste Überseetournee gestartet, beginnend in London und Paris. Gleichzeitig erlebte ein neues Programm in Montréal seine Uraufführung: „Nouvelle Expérience“.

Für den fernen Osten stellte man als fünftes Programm ein „Best of“ unter dem Titel „Fascination“ zusammen, das 1992 in Tokio und sieben weiteren japanischen Städten 118 Aufführungen erlebte. In der Schweiz ging der „Cirque“ eine Kooperation mit dem Circus Knie ein, woraus sich eine Tournee durch 60 Städte des Landes ergab. Knie war damit der Zeit voraus: Die Saison wurde zum Flop, das Publikum war verwirrt.

Mit „Nouvelle Expérience“ wurde eine Aufführungsserie im Mirage in Las Vegas gestartet. Ein Jahr später übersiedelte sie in ein eigens dafür erbautes Theater im Treasure Island Hotel, während mit dem Mirage ein Zehnjahresvertrag für die Aufführung von „Mystère“ abgeschlossen wurde. Parallel dazu hatte ein weiteres Tourneeprogramm Premiere: „Saltimbanco“. Es war zunächst in Montréal zu sehen, im Laufe der Jahre 1992 und 1993 dann in ganz Nordamerika und schließlich auch in Tokio.

Zum zehnjährigen Jubiläum des Cirque du Soleil erschien 1994 das neunte und bisher erfolgreichste Programm: „Alegría“. Währenddessen eroberte „Saltimbanco“ den europäischen Kontinent, ausgehend von den Niederlanden, Deutschland und Österreich. Die Aufführung fand in dem mittlerweile zum Markenzeichen gewordenen weißen Zelt statt.

Für das nächste Programm „Quidam“ war die Nachfrage so groß, dass allein die Amerikatournee drei Jahre in Anspruch nahm (1996–1999).

1997 wurde in Montréal das neue Hauptquartier in Betrieb genommen, das „Studio“, wo seither alle Produktionen kreiert und produziert werden. Mit „O“ (in Las Vegas, Nevada) im Oktober, und „La Nouba“ (in Orlando, Florida) im Dezember 1998, wurden zwei weitere stationäre Vorstellungen in Betrieb genommen.

1997 begann eine Kooperation zwischen Pomp, Duck & Circumstance (Erlebnisgastronomie) und dem Cirque du Soleil – zunächst in Hamburg, später auch in Düsseldorf und München.

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