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Cincinnati

Stadt im Bundesstaat Ohio, Vereinigte Staaten

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Cincinnati [ˌsɪnsɪˈnætɪ] (deutschsprachig veraltet Zinzinnati) im US-Bundesstaat Ohio ist eine der bedeutendsten Handels- und Fabrikstädte der Vereinigten Staaten, genannt die „Königin des Westens“. Die City ist Verwaltungssitz des Hamilton County. Bei der Volkszählung 2020 hatte sie 309.317 Einwohner. Der Großraum Cincinnati reicht bis in die benachbarten Bundesstaaten Kentucky und Indiana und hat annähernd zwei Millionen Einwohner.

Cincinnati liegt im Staatendreieck von Ohio, Indiana und Kentucky am rechten Ufer des hier 600 m breiten Flusses Ohio auf zwei Terrassen (16 und 33 m über dem höchsten Wasserstand), von denen die obere allmählich zum Auburnhügel und anderen Hügeln ansteigt. Diese von Landhäusern und Weingärten bedeckten Hügel fassen die Stadt in großem Halbkreis ein und erreichen eine Höhe von 142 m. Der Mill Creek durchquert das 201,9 km² umfassende Stadtgebiet, wovon 4,1 km² auf Wasserflächen entfallen.

Die Cincinnati Middletown Metropolitan Statistical Area (MSA) umfasst Hamilton, Butler, Warren, Clermont und Brown als Countys von Ohio, von Kentucky werden Boone, Bracken, Campbell, Gallatin, Grant, Kenton und Pendleton dazugezählt, Indiana steuert Dearborn, Franklin und Ohio zu der über zwei Millionen Einwohner zählenden Region bei. Cincinnati selbst gliedert sich in knapp 60 Neighborhoods. Diese entwickelten oft sehr starke eigenständige Charaktere.

District One: Downtown, Mount Adams, West End, Over-the-Rhine (stark deutsch geprägt), Pendleton, Queensgate, Mulberry

District Two: Evanston, East Walnut Hills, O’Bryanville, Oakley, Hyde Park, Mount Lookout, Kennedy Heights, Pleasant Ridge, Madisonville, East End, Linwood, Mount Washington, California, Columbia-Tusculum

District Three: Sayler Park, Riverside, West Price Hill, Millvale, English Woods, East Price Hill, West Price Hill, Westwood, South Cumminsville, Faye Apartments, East Westwood, Sedamsville, Lower Price Hill, North Fairmount, South Fairmount

District Four: Corryville, Carthage, Hartwell, Walnut Hills, Paddock Hills, North Avondale, Bond Hill, Roselawn, Avondale, Mount Auburn, Floating

District Five: Spring Grove Village, Northside, Mount Airy, Winton Terrace, Findlater Gardens, Silver Oak, Clifton mit Clifton's Gaslight District, Camp Washington, College Hill, The Heights (Clifton Heights, University Heights, Fairview)

Cincinnati wurde 1788 als eine der ersten dauerhaften Ansiedlungen im damaligen Nordwestterritorium an der Stelle des früheren Forts Washington unter dem Namen Losantiville gegründet. Die ersten Siedler waren Auswanderer aus Neuengland und New Jersey.

Der heutige Name der Ansiedlung leitet sich von der von vielen deutschen Söldneroffizieren 1783 gegründeten Society of the Cincinnati ab, deren Mitglied und erster Präsident George Washington war; die Kriegsveteranen wählten den Namen im Gedenken an Lucius Quinctius Cincinnatus (519–430 v. Chr.), einen vorbildlichen Militärführer des alten Roms.

1814 erhielt der Ort eine städtische Verfassung. Während der Sklaverei und des Bürgerkrieges war Cincinnati eine bedeutende Transitstation der Underground-Railroad-Bewegung, welche es sich zum Ziel gesetzt hatte, flüchtigen Sklaven den Weg nach Kanada zu ermöglichen.

Seit Eröffnung des Miami and Erie Canals (1830) und dem Bau von Eisenbahnen (1840) wuchs die Bevölkerung bis 1850 rasch auf 115.436 Einwohner.

Seit 1850 kamen sehr viele Einwanderer aus Nordwestdeutschland nach Cincinnati, was an den Familiennamen noch zu erkennen ist. 1880 zählte die Stadt mehr als 255.000 Einwohner, von denen über 112.000 (44 %) Deutschamerikaner der ersten und zweiten Generation waren. Im frühen 20. Jahrhundert hatte die Stadt einen deutschen Einwohneranteil von 60 %. Den deutschsprachigen Einwanderern wird eine sehr große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zugewiesen.

Das ehemalige deutsche Einwandererviertel Over-the-Rhine galt zu Beginn des 21. Jahrhunderts als Problemviertel der Stadt und wurde Presseberichten zufolge sogar zwischen 2005 und 2007 als „America’s most dangerous neighborhood“, also Amerikas gefährlichstes Viertel, bezeichnet. Seit 2004 wurden hunderte Millionen Dollar in Revitalisierungsprojekte investiert und Over-the-Rhine erlebte eine Renaissance. Heute ist Over-the-Rhine eines der nachgefragtesten Wohnviertel der Stadt.

Die Bevölkerung bestand laut dem Zensus von 2020 zu 50,3 Prozent aus Weißen und zu 41,4 Prozent aus Afroamerikanern; 2,2 Prozent waren asiatischer Herkunft. 4,2 Prozent der Bevölkerung waren Hispanics. Der Median des Einkommens je Haushalt lag 2015 bei 33.604 US-Dollar. 30,5 Prozent der Bevölkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze. Die Armutsquote in Cincinnati ist eine der höchsten unter den amerikanischen Großstädten. Aufgrund der stetigen Abwanderung in die Vorstädte verlor das Stadtgebiet seit dem Jahr 1960 über 40 Prozent seiner Einwohner.

1980 bis 2020: Volkszählungsergebnisse. 1810 bis 1970: physics.bu.edu.

Cincinnati ist Sitz der anglikanischen Diözese von Süd-Ohio mit der Christ Church Cathedral sowie des römisch-katholischen Erzbistums Cincinnati mit der Kathedrale St. Petrus in Ketten.

Um 1910 gab es Industrie, und Handel, insbesondere Getreide- und Viehhandel, sowie einen Pferdemarkt.

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