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Christopher Ondaatje

Kanadischer Geschäftsmann und Autor

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Sir Philip Christopher Ondaatje, OC, CBE (* 22. Februar 1933 in Kandy, Britisch-Ceylon, heute Sri Lanka; † 20. Juli 2026), war ein aus Sri Lanka stammender britisch-kanadischer Schriftsteller, Philanthrop, Abenteurer, Unternehmer und Teilnehmer an den Olympischen Spielen. Seit 2007 lebte er in Chester in der kanadischen Provinz Neuschottland. Er war der Bruder des Schriftstellers Michael Ondaatje.

Christopher Ondaatje wurde in Sri Lanka, das zu jener Zeit noch Ceylon hieß, als ältester Sohn einer wohlhabenden Burgher Familie mit portugiesischen, niederländischen, singhalesischen und tamilischen Vorfahren geboren. In Ceylon besuchte er die St. Thomas Schule in Guruthalawa, ab 1947 war er Schüler eines Internates in Tiverton, Devon in Großbritannien, der Blundell’s School. Nach der Unabhängigkeit Ceylons im Jahr 1948 verfiel das Vermögen der Familie schnell, daher musste Christopher die Schule im Jahr 1951, ein Jahr vor seinem Abschluss, verlassen. Im Jahr 1956 wanderte er nach Kanada aus und kam in Toronto praktisch ohne Geld an. Ab 1962 arbeitete er für die Financial Post in Toronto. In Kanada gründete er zusammen mit Geschäftspartnern im Jahr 1970 die Firma Loewen, Ondaatje, McCutcheon, Kanadas erste unabhängige Brokerfirma und verdiente als Aktienhändler damit viel Geld, so dass er das Vermögen der Familie schnell wieder aufbauen konnte. Er gründete die Pagurian Press, die später an die Familie Bronfman verkauft wurde, und verdiente damit auch im Verlagswesen gut.

Ondaatje war Mitglied der Kanadischen Viererbob-Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck.

In Kanada wurde er als Förderer verschiedener gemeinnütziger Organisationen bekannt, dazu gehören die Lakefield College School, das Lester B. Pearson United World College of the Pacific, die Dalhousie University, die National Ballet School, das Royal Ontario Museum (mit der Sir Christopher Ondaatje South Asian Gallery), das Massey College an der University of Toronto und das Chester Playhouse.

Nach vielen erfolgreichen Berufsjahren, in denen er zu den aggressivsten und rücksichtslosesten Geschäftsleuten von Toronto gezählt wurde, gab er seine geschäftliche Tätigkeit 1995 auf. Er zog um nach Großbritannien und führte dort ein ereignisreiches Leben, förderte aber weiterhin verschiedene Organisationen. So reiste er durch Indien und Afrika und begann auch, wie sein jüngerer Bruder, der bekannte Romanautor Michael Ondaatje, Bücher zu schreiben. Seine Bücher handeln von seinen Reisen und den dabei erlebten Abenteuern.

2000 unterstützte er finanziell die Erweiterung der National Portrait Gallery, in der ein Flügel nach ihm als Ondaatje Wing benannt wurde. Diese und weitere seiner Spenden trugen 2000 zu seiner Ernennung zum Commander des Order of the British Empire durch die Britische Regierung bei sowie zu seiner Ernennung zum Ritter durch die Königin im Juni 2003. Darüber hinaus wurde er 1992 auch mit der höchsten kanadischen Auszeichnung für Zivilisten, der Ernennung zum Offizier des Order of Canada, geehrt sowie zum Senior Fellow des Massey College ernannt.

In seinem Buch Hemingway in Africa legt er seine Ansichten zu Leben und Motivation von Ernest Hemingway dar.

Ondaatje war seit 1959 mit seiner aus Litauen stammenden Frau Valda verheiratet. Er hatte mit ihr drei Kinder (David, Seira, Jans).

Leopard in the Afternoon – An Africa Tenting Safari. 2006

The Man-eater of Punanai – A Journey of Discovery to the Jungles of Old Ceylon. 2006

Woolf in Ceylon: An Imperial Journey in the Shadow of Leonard Woolf, 1904–1911. 2005

Journey to the Source of the Nile. 1999

The Prime Ministers of Canada, 1867–1967. 1968

Olympic victory: The story behind the Canadian Bob-Sled Club’s incredible victory at the 1964 Winter Olympic Games. 1967

Webpräsenz von Christopher Ondaatje (Memento vom 4. Februar 2014 im Internet Archive) (englisch)

Christopher Ondaatje in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)

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