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Christopher Nolan

Britisch-US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent

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Sir Christopher Edward Nolan CBE (* 30. Juli 1970 in London) ist ein britisch-US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Nach seinem Spielfilmdebüt 1998 mit Following erhielt er 2002 für Memento erstmals eine Oscarnominierung als bester Drehbuchautor. Internationale Bekanntheit erlangte Nolan durch seine Neuinterpretation der Comicfigur Batman in der The-Dark-Knight-Trilogie. Durch diese Erfolge war es ihm möglich, für spätere Filme wie Inception, Interstellar oder Tenet mit hohen Filmbudgets zu arbeiten. Für das Drama Dunkirk wurde Nolan 2018 erstmals als bester Regisseur für den Oscar nominiert und im Jahr 2024 für Oppenheimer mit dem Oscar, Golden Globe und dem BAFTA jeweils für die beste Regie wie auch für den besten Film ausgezeichnet.

Christopher Nolan zählt zu den wenigen Autorenfilmern in Hollywood. Insbesondere in der frühen Phase seiner Karriere arbeitete er häufig gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Jonathan an den Drehbüchern, während er seine Filme bis heute in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Emma Thomas produziert. In seinen Werken nimmt das Thema der Zeit einen dominierenden Platz ein und wird in verschiedenen Variationen dargestellt. Nolans Arbeit wird von einigen Kritikern in der Tradition eines innovativen Filmemachers wie Stanley Kubrick gesehen.

Seit 2025 bekleidet Nolan das Amt des Präsidenten der Directors Guild of America.

Christopher Nolan ist der Sohn des britischen Werbetexters James Nolan und der US-amerikanischen Stewardess Christina Nolan, geborene Jensen. Er hat zwei Brüder: den älteren Bruder Matthew Francis Nolan, der 2010 wegen Dokumentenfälschung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, und den jüngeren Jonathan Jensen Nolan, der ebenfalls im Filmgeschäft tätig ist. Erste Erfahrungen mit der Kamera machte Nolan im Alter von sieben Jahren. Mit der Super-8-Kamera seines Vaters filmte er seine Actionfiguren. Durch die unterschiedlichen Heimatorte seiner Eltern sowie deren Berufe wuchs Nolan sowohl in London wie auch zeitweise in Chicago auf. Nach eigenen Angaben traf Christopher Nolan mit etwa zehn oder elf Jahren den Entschluss, Filmemacher zu werden.

Ab 1984 besuchte Nolan das Haileybury and Imperial Service College in Hertfordshire. Anschließend studierte er englische Literatur am University College London. An der Universität lernte Nolan seine Kommilitonin und spätere Frau Emma Thomas kennen. Das Studium schloss er 1993 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts ab. Thomas und er heirateten 1997, sie haben vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Das Paar lebt in Los Angeles. Gemeinsam gründeten sie 2001 die in London ansässige Filmproduktionsgesellschaft Syncopy Films.

Berufliche Anfänge und Durchbruch

Im Rahmen seines Studiums engagierte sich Christopher Nolan im dortigen Filmklub und drehte erste Kurzfilme. Tarantella ist seine erste Kurzfilmproduktion und wurde 1989 im US-Fernsehen ausgestrahlt. Larceny wurde 1996 auf dem Cambridge Festival aufgeführt. Dieser Kurzfilm handelt von einem Taschendieb, der von seinen Opfern gejagt wird. Ein Jahr später drehte er das dreiminütige Kammerspiel Doodlebug, in dem ein Mann hektisch etwas in seiner Wohnung jagt und versucht, es mit seinem Schuh zu töten. Doodlebug ist Nolans einziger im Handel erhältlicher Kurzfilm. Er wurde 2003 in der DVD Cinema16: British Short Films mit weiteren britischen Kurzfilmen veröffentlicht und enthält einen Audio-Kommentar von Nolan.

Nolan brachte 1998 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm auf die Leinwand. Bei dem 70-minütigen Low-Budget-Film Following führte er nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und produzierte ihn. Durch die Besetzung mit Familienmitgliedern und Freunden sowie Drehorten im Elternhaus mit einer Drehdauer von einem Jahr konnte Nolan den Film mit einem Budget von 6.000 £ realisieren. Following brachte ihm erste Anerkennung und ermöglichte es Nolan, sein nächstes Projekt in die Kinos zu bringen: Memento. Basierend auf der Kurzgeschichte Memento mori seines Bruders Jonathan schrieb Christopher Nolan das Drehbuch. Für diesen Kriminalfilm bekamen Nolan und sein Bruder Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe, jeweils für das beste Drehbuch. Memento gilt als Nolans Durchbruch in der Filmbranche.

Etablierung als unabhängiger Filmemacher

Bereits vor Memento wollte Christopher Nolan das Drehbuch zur Neuverfilmung des norwegischen Thrillers Todesschlaf von 1997 schreiben, Warner Bros. hatte den Auftrag für das amerikanische Remake allerdings bereits an die Drehbuchautorin Hillary Seitz vergeben. Nachdem sich sein Regiekollege Steven Soderbergh bei Warner Bros. für ihn eingesetzt hatte, durfte er jedoch die Filmregie bei dem Projekt übernehmen. Nolan erkannte, dass Seitz’ Ideen seinen Vorstellungen für den Film ähnelten, und beide arbeiteten gemeinsam an mehreren Drehbuchentwürfen. Während der Produktion standen Nolan erstmals ein hohes Filmbudget und Schauspieler wie Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank zur Verfügung. Insomnia – Schlaflos erschien 2002 in den Kinos und der Brite konnte sich mit dem Krimi zunehmend in Hollywood etablieren.

Nach seinen Arbeiten an Insomnia – Schlaflos plante Christopher Nolan, eine Filmbiografie über Howard Hughes zu inszenieren. Er schrieb lange Zeit an einem Drehbuch, das er selbst für das beste Skript hielt, das er je geschrieben habe. Zudem war Jim Carrey bereits als Hauptdarsteller vorgesehen. Als jedoch Martin Scorseses Aviator in Produktion ging, entschloss er sich, das Vorhaben ruhen zu lassen. Warner Bros. hatte Nolan angeboten, die Regie für Troja zu übernehmen, er lehnte jedoch ab und Wolfgang Petersen übernahm diese Aufgabe. Ebenfalls hatte Nolan die Möglichkeit sein Drehbuch zum Roman The Keys to the Street zu verfilmen, welches er bereits nach Following geschrieben hatte. Jedoch war ihm die Geschichte zu ähnlich zu seinen letzten Filmen und er schlug auch diese Option aus. Christopher Nolan widmete sich stattdessen der Neuverfilmung Batman Begins. Mit Christian Bale in der Hauptrolle erzählte Christopher Nolan die Geschichte von Batman im Jahr 2005 neu, die zuletzt 1997 unter der Regie von Joel Schumacher im Kino zu sehen war. Für das Drehbuch von Batman Begins arbeitete Nolan mit dem Comicexperten David S. Goyer zusammen.

Bereits ein Jahr später folgte 2006 das im 19. Jahrhundert angesiedelte Magierdrama Prestige – Die Meister der Magie, für dessen Drehbuch Christopher Nolan gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan fünf Jahre investiert hatte. Es basiert auf dem Roman Das Kabinett des Magiers des britischen Authors Christopher Priest. Als Regisseur inszenierte Nolan den Film in seiner Erzählstruktur selbst als einen Zaubertrick.

Im Jahr 2008 brachte Nolan die Batman-Fortsetzung The Dark Knight in die Kinos. Die Kritiken zu diesem Thriller waren durchweg sehr gut, vor allem wurde die Leistung des verstorbenen Joker-Darstellers Heath Ledger gewürdigt, dessen Besetzung Nolan während des Castings unbedingt gefordert hatte. Mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar war The Dark Knight nach seinem Erscheinen der vierterfolgreichste Film der Welt.

Nach dem tragischen Tod Heath Ledgers wollte Nolan zunächst keinen weiteren Batman-Film drehen. Der Brite betonte, dass der Joker nicht für eine Fortsetzung eingeplant war und es generell keine Pläne für einen dritten Film im Vorfeld gab. Nolan fehlte nach The Dark Knight eine stimmige Idee für einen Trilogieabschluss. Daher widmete er sich dem Traumdiebstahl-Thriller Inception, den er 2010 in die Kinos brachte. Die Idee zu diesem Film hatte Nolan bereits zehn Jahre zuvor. Inception brachte ihm Oscarnominierungen für den besten Film und das beste Drehbuch ein. Zudem wurde er für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch bei den Golden Globes nominiert. Des Weiteren wurde sein Drehbuch mit dem Writers Guild of America Award ausgezeichnet.

Christopher Nolan konnte gemeinsam mit seinem Bruder und David S. Goyer letztlich ein aus seiner Sicht passendes Drehbuch für einen abschließenden Batman-Film entwickeln. So erschien 2012 der letzte Teil seiner Batman-Trilogie mit dem Titel The Dark Knight Rises. Mit einem Einspielergebnis von 1,084 Mrd. US-Dollar war dieser bis 2026 Nolans finanziell erfolgreichster Film. Der Film wurde in mehrere Listen der besten Filme des Jahrzehnts oder aller Zeiten aufgenommen. Nominierungen für renommierte Preise blieben jedoch aus. Nach Abschluss der Trilogie wollte Nolan vorerst keine weiteren Superheldenverfilmungen umsetzen. Trotzdem unterstützte er Zack Snyders Superman-Neuverfilmung Man of Steel als Produzent und Storyschreiber. Der Film lief im Juni 2013 in den Kinos an.

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