An diesem Tag

Christoph Meineke

Deutscher Volkswirt und Public Manager, ehem. Kommunalpolitiker (parteilos), Bürgermeister a.D.

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Christoph Meineke (* 13. März 1979 in Hannover) ist ein deutscher Volkswirt und Public Manager. Er ist Geschäftsführer der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Zuvor war er Bürgermeister und Mitglied im Präsidium des Niedersächsischen Städtetages.

Nach dem Abitur am Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden studierte Meineke Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universität St. Gallen und der Zeppelin University Friedrichshafen. Er promoviert bei Birger Priddat an der privaten Universität Witten/Herdecke. Im Jahr 2012 absolvierte er an der Harvard Kennedy School eine Senior Executive Ausbildung.

Erstmals in Norddeutschland gelang es ihm im Jahr 2006, als Einzelbewerber ohne Unterstützung durch eine Wählergemeinschaft gegen drei parteigebundenen Kandidaten der SPD, CDU und FDP in einer Direktwahl zum Bürgermeister gewählt zu werden. Meineke wurde durch die abschließende Stichwahl jüngster Hauptverwaltungsbeamter in Niedersachsen bis zum Jahr 2013. Diese Wahl sorgte deutschlandweit für Aufsehen und gilt als Referenz parteiloser Politik in Deutschland. Wesentlich für seinen Erfolg war das starke persönliche Engagement im Wahlkampf. Der damals neue Einsatz von Social Media ist in wissenschaftlichen Arbeiten untersucht worden.

Zur Bürgermeisterwahl im Mai 2014 trat Meineke erneut als parteiloser Kandidat an. Die SPD sprach sich für Meineke aus, die FDP und Bündnis 90/Die Grünen stellten keinen Kandidaten. Meineke gewann die Wahl mit 89,6 % gegen einen Kandidaten aus der CDU.

Im Oktober 2020 erklärte die SPD, sie wolle bei der nächsten Wahl „einen Wechsel im Rathaus herbeiführen“. Im Januar 2021 kündigte Meineke in einem offenen Brief an die Bürger an, zur Kommunalwahl 2021 im September nicht erneut anzutreten.

Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Meineke angekündigt, online Impulse zur Erneuerung der Idee der kommunalen Selbstverwaltung und digitaler Bürgerbeteiligung setzen zu wollen. Er baute unter anderem eine Kooperation mit dem Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen auf. Dadurch wurde Wennigsen mit dem Projekt Klimaversprechen Teil des Programms „e2democracy“. Im Jahr 2012 errang die Gemeinde den erstmals in Deutschland verliehenen Preis für Online-Partizipation für das von Meineke auf den Weg gebrachte Bürgerbeteiligungsverfahren zum Wennigser Wohnquartier Hohes Feld. Die Digitalprojekte waren auch ein Teil der Nominierung der Gemeinde zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie Governance und Verwaltung. Zu weiteren Aktionen mit der Online-Community gehörte zum Beispiel die Partnerschaft mit Wikimedia Deutschland zur Aktion Wiki Loves Monuments Wennigsen. Er betrieb einen Blog und kommunizierte mit den Bürgern in Social-Media-Kanälen.

Im Rahmen der Initiative Wissenschaftsjahr 2014 Die Digitale Gesellschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gesellschaft für Informatik wurde er mit der Auszeichnung Deutschlands Digitale Köpfe geehrt. Die Auszeichnung gilt jenen, die mit ihren Ideen und Projekten die digitale Entwicklung in Deutschland vorantreiben.

Meineke war seit 2008 Mitglied und Vortragender im Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Er referierte zu Themen der Bürgerbeteiligung im Internetzeitalter bei Institutionen wie der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, dem Deutschen Institut für Urbanistik oder der ADV Österreich. Im November 2013 wurde Meineke ins Präsidium des Niedersächsischen Städtetages gewählt. Er vertrat dort als Nachfolger des ehemaligen Hildesheimer Oberbürgermeisters Kurt Machens die parteilosen Bürgermeister.

Ab 2023 war Meineke bei der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg e. V. Geschäftsführer für den Verein Kommunen. Ab 2024 leitet er als Geschäftsführer die Metropolregion Hannover Braunschweig Wolfsburg Göttingen GmbH.

mit Franz-Reinhard Habbel und Diane Robers: GovTech-Startups : Impulse und Praxisbeispiele für die Verwaltung. Springer Gabler, Wiesbaden 2025. ISBN 978-3-658-48647-1.

mit Holger Fuchs, Christian Groß und Marcus H. V. Lohr: Dezentrale Wärmeversorgung. Der klimaneutrale Weg in die Transformation. Springer Vieweg, Wiesbaden 2025. ISBN 978-3-658-48023-3. DOI:10.1007/978-3-658-48023-3.

Der Gegenort. Warum das Silicon Valley kein Vorbild ist – und was wir trotzdem von ihm lernen können. In: Habbel, FR., Robers, D., Stember, J. (Hrsg.) Die innovative Kommune. Edition Innovative Verwaltung. Springer Gabler, Wiesbaden 2022, doi:10.1007/978-3-658-35675-0_21

Digitalität vor Ort gestalten – die kommunale Herausforderung. In: Birger P. Priddat & Sven Wilhelm (Hrsg.), Digitale Welten. Metropolis, Marburg 2022. ISBN 978-3-7316-1490-6.

mit Birger Priddat: Ökonomie. In: Robert Theis & Alexander Aichele (Hrsg.), Handbuch Christian Wolff. Springer VS, Wiesbaden 2018. S. 291–313. ISBN 978-3-658-14736-5. DOI:10.1007/978-3-658-14737-2_14.

Herausforderung online-Partizipation. In: Hermann Hill (Hrsg.): Verwaltungskommunikation. Wissenschaftliche Analysen und praktische Beispiele (= Verwaltungsressourcen und Verwaltungsstrukturen. 25). Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0711-9, S. 133–144.

Kommunalwahlkampf 2.0 Erfahrungen und Tipps. In: Franz-Reinhard Habbel, Andreas Huber (Hrsg.): Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik. Neue Formen der Öffentlichkeit und der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger. Werner Hülsbusch, Boizenburg 2008, ISBN 978-3-940317-36-0, S. 9–14.

Den demografischen Wandel gestalten. In: Innovatie Verwaltung 46, 34–36 (2024). https://doi.org/10.1007/s35114-024-2005-8

mit Maria Real Perdomo: Durch Teilen für Kommunen mehr erreichen. Innovative Verwaltung 44, 31–33 (2022). https://doi.org/10.1007/s35114-021-0760-3

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