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Christiane Michel-Ostertun

Deutsche Organistin und Musikpädagogin

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Christiane Michel-Ostertun (* 26. April 1964 in Aalen) ist Professorin für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation, Organistin, Komponistin und Chorleiterin.

Christiane Michel-Ostertun, aufgewachsen in Kiel, erhielt während der Schulzeit Klavier-, Cello- und Orgelunterricht. Ihr Studium der Kirchenmusik erfolgte von 1983 bis 1988 an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold (Gerhard Weinberger, Renate Zimmermann, Alexander Wagner), nebenher ein Klavierstudium (E. Nentwig-von Heimberger) mit Abschluss der Staatlichen Musiklehrerprüfung. 1988 legte sie das A-Examen ab, anschließend verfolgte sie eine Künstlerische Ausbildung im Fach Orgel in Stuttgart (Jon Laukvik) und Karlsruhe (Andreas Schröder) mit Abschluss Reifeprüfung 1991 und Konzertexamen 1993.

Neben mehrfachen Preisen bei „Jugend musiziert“ gewann Christiane Michel-Ostertun 1986 den 2. Preis beim Frankfurter Improvisationswettbewerb.

Unterrichtstätigkeiten führte sie bereits im Kirchenmusikstudium als Assistentin von Alexander Wagner (Chorleitung) und Renate Zimmermann (Orgelimprovisation) aus. 1987 unterrichtete sie im Rahmen der C-Ausbildung in Paderborn, 1988 bzw. 1989 erhielt sie Lehraufträge für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation an den Hochschulen für Kirchenmusik der ev. Kirche von Westfalen Herford (seit 1. Oktober 2025 in Witten) und an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. Berufung auf eine Professur für dieses Fach 1993 in Herford, ein weiterer Lehrauftrag an der HfMDK Frankfurt kam 2024 hinzu. Sie ist bei Fortbildungskursen für haupt- und nebenamtliche Kirchenmusiker tätig und unterrichtet zudem Methodik für Orgelimprovisation.

Christiane Michel-Ostertun spielt zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Seit 2011 tritt sie mit Stummfilmimprovisationen auf, seit 2020 veröffentlicht sie Tutorials zur Orgelimprovisation. Weiterhin war sie bei verschiedenen Wettbewerben für Improvisation und Komposition als Jurorin tätig.

Als Chorleiterin war sie während des Studiums in Senne bei Bielefeld tätig. Von 1988 bis 2003 leitete sie den Chor beim Landesferienkurs für Musik in Schleswig-Holstein. Nach Assistenzen und Vakanzvertretungen übernahm sie 1999 die Leitung des Konzertchors Ludwigshafen (bis 2025 Chor für Geistliche Musik Ludwigshafen), außerdem 2011 den Mannheimer Kammerchor Cantabile (bis 2017 Concerto cantabile). Spätestens seit der Komposition des szenischen Oratoriums Martin Luther hat sie ihre Tätigkeit als Komponistin intensiviert und schreibt Werke für Orgel, für Chor und für Bläser. Seit 2011 ist sie mit Robert Schmiederer verheiratet und heißt seitdem mit bürgerlichem Namen Christiane Schmiederer. Sie wohnt in Mannheim und hat aus erster Ehe mit Johannes Matthias Michel drei Kinder.

Drei Charakterstücke nach Gedichten von Christian Morgenstern. Strube 1995

444 Intonationen zum EG. Strube 1999.

Abendlieds Spaziergang durch den Notenschrank. Strube 2005.

Psalm 126 für Orgel und Sprecher. Strube 2013.

Suite Romantique. Strube 2015.

Präludien zum Weihnachtskreis, Leichte bis mittelschwere Vor- oder Nachspiele für Orgel. Strube 2017

Romantische Begleitsätze zum EG für Orgel oder Klavier. Strube 2017.

Drei Praeludien aus der Geographie: Die Sinfonie aus der Nonenwelt, Die hängenden Terzen von Babylon, Der schiefe Ton von Pisa. Butz 2018.

Romantische Begleitsätze zum „Gotteslob“ für Orgel oder Klavier. Strube 2018.

Praeludien für den Osterfestkreis. Strube 2018.

Praeludien für den Tageskreis. Strube 2020.

Festpräludien. Sieben klangvolle Choralbearbeitungen in variabler Länge. Strube 2024.

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