An diesem Tag

Christian Kössler

Österreichischer Schriftsteller und Bibliothekar an der Universität Innsbruck

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Christian Kössler (* 1. Dezember 1975 in Innsbruck) ist ein österreichischer Schriftsteller und Bibliothekar an der Universität Innsbruck.

2006 begann Kössler, Kurzprosa zu schreiben. Schwerpunkt in seinen Werken sind makabere, aber auch unheimliche Erzählungen, die Kössler mit Lokalkolorit und schwarzem Humor verbindet. Er ist seit 2007 mit Leseabenden, Autorenstunden und kulinarischen Lesungen unterwegs und war damit in Österreich, Deutschland und weiteren Ländern zu Gast. 2012 präsentierte er gemeinsam mit seinen Tiroler Autorenkollegen Thomas Schafferer und Daniel Suckert unter dem Namen SKS einen kabarettistischen Literaturabend, mit dem er auf Tournee ging.

2016 führten Kössler seine Lesungen unter anderem nach Skandinavien und ins Baltikum. Sein Text Rupicapra Rupicapra wurde auf die Longlist zum „Frankfurter Orthographie-Preis“ gesetzt, mit Grenzgänger 2017 die gleichnamige Kurzgeschichte des Tiroler Autors von Felix Gorbach und Moritz Neumayr als Kurzfilm realisiert und bei Kurzfilmfestivals in Innsbruck und Wörgl mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2018 war Grenzgänger beim Filmfest München für den Shocking Shorts Award nominiert, 2019 erfolgte eine Nominierung beim Kurzfilmwettbewerb „Grenzenlos“ des deutsch-französischen Kultursenders ARTE sowie beim Dogslaughter Filmfestival in den USA. Im selben Jahr war der Film Semi-Finalist beim European Cinematography Award in Amsterdam.

An der Universität Tartu/Estland erfolgte die Übersetzung mehrerer Erzählungen Kösslers ins Estnische. Anlässlich einer Lesereise durch Bosnien-Herzegowina gastierte der Autor 2018 an den Österreich-Bibliotheken in Banja Luka, Mostar und Tuzla sowie an der Universität Sarajevo und las bei den Literaturfestivals „Höhenflug“ in Zug bzw. „Prima Vista“ in Tartu. Ausgehend von einer Lehrveranstaltung an der Universität Innsbruck erschien im Frühjahr 2020 mit „Alpi noir - Racconti di demoni e spiriti“ eine italienischsprachige Übersetzung mehrerer, von Kössler bereits veröffentlichten Geister- und Teufelssagen aus Nord-, Ost- und Südtirol sowie der Lombardei. Der Tiroler Mediengestalter Manuel Haigermoser realisierte darüber hinaus und basierend auf Texten aus Kösslers Erstlingswerk „Bestialisches Innsbruck“ ein Podcast-Projekt - mit regionalen Stimmen wie Felix Gorbach, Alex Hager, Manuela Kamper, Ralf Leitner, Sabrina Peer, Harry Prünster, Sunny Rabl und Anna-Maria Stiefmüller.

Im November 2020 präsentierte der Tiroler Autor anlässlich der „German Culture Week“ an der Universität Aberdeen in Schottland erstmals sein Werk „Tiroler Teufelstanz“ im Rahmen einer Online-Lesung. 2021 wurden sieben Kurzgeschichten des Sagenbandes am Institut für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck ins Italienische übersetzt. In Kooperation mit einem Südtiroler Museum initiierte der Schriftsteller im Herbst desselben Jahres eine Sagenausstellung mit Ausschnitten aus seinem Buch, den Quelltexten des 19. Jahrhunderts und entsprechenden Schwarz-Weiß-Fotografien. Darüber hinaus errang Kössler 2021 beim Literaturwettbewerb des „Schwazer Silbersommers“ mit seinem Vampir-Text „Grau“ den dritten Platz.

In Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum Madrid gastierte der Autor mit Sagentexten im Oktober 2022 an den Universitäten von Santiago de Compostela und Salamanca und setzte in Alicante den literarischen Schlusspunkt des E.T.A. Hoffmann-Kongresses der Goethe-Gesellschaft in Spanien. 2023 wurde er mit weiteren Persönlichkeiten aus der Tiroler Kunst- und Kreativszene im Innsbrucker Treibhaus mit der "Illusions-Banderole" ausgezeichnet. Weitere Auftritte im In- und Ausland folgten.

Kössler spielte lange Jahre als Torhüter im Tiroler Fußball-Unterhaus und hat mehrere Einsätze im Tor des österreichischen Fußball-Literaten-Nationalteams vorzuweisen - unter anderem in Basel, Berlin, Laibach, Rom und Wien.

Er ist Mitglied der IG AutorinnenAutoren Tirol.

Bestialisches Innsbruck. 12 mysteriös-düstere Kurzgeschichten. Mit einem Vorw. von Florian Pranger (Hrsg.). Innsbruck 2007. ISBN 978-3-9501923-6-0.

Innsbrucker Totentanz. 12 makaber-dunkle Kurzgeschichten. Zirl 2009. ISBN 978-3-9502705-1-8.

Unheimliches Tirol. 17 Geister- und Teufelssagen aus Nord-, Ost- und Südtirol neu erzählt und in die Gegenwart verlegt. Mit einem Nachwort von Wolfgang Morscher. Zirl 2011. ISBN 978-3-9502705-9-4.

Tiroler Sensenmann-Blues. Hypo-Roman. Innsbruck 2013. ISBN 978-3-9503021-4-1.

Sie wird dich holen. Mysteriös-düstere Kurzgeschichten. Innsbruck 2015. ISBN 978-3-9503021-9-6.

Die toten Seelen Innsbrucks. Innsbruck 2017. ISBN 978-3-9503933-3-0.

Unheimliches Tirol. 17 Geister- und Teufelssagen aus Nord-, Ost- und Südtirol neu erzählt und in die Gegenwart verlegt. Mit einem Nachwort von Wolfgang Morscher. Zirl 2018, zweite Auflage. ISBN 978-3-9504419-2-5.

Alpi noir – Racconti di demoni e spiriti. Innsbruck 2020. ISBN 978-3-903187-91-7.

Tiroler Teufelstanz. 16 düster-schaurige Sagen aus Nord-, Ost- und Südtirol. Neu erzählt und in die Gegenwart verlegt. Innsbruck 2020. ISBN 978-3-9504143-7-0.

Ein Tor ist, wer im Tor isst! Literarisches aus der Torhüterperspektive. Innsbruck 2022. ISBN 978-3-9910503-1-5.

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