An diesem Tag

Christian Habekost

Deutscher Kabarettist

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Christian Konrad Ernst „Chako“ Habekost (* 27. März 1962 in Mannheim) ist ein deutscher Comedian, Kabarettist und Calypso-Sänger.

Christian Habekost wuchs in Mannheim auf. Nach Abitur und Zivildienst als Rettungssanitäter folgte das Studium der Anglistik, Germanistik und Politischen Wissenschaft in Mannheim, London und Kingston, Jamaika. 1991 promovierte er über karibische Performance- und Musik-Dichtung und bestand mit summa cum laude. Er verfasste die Bücher Dub Poetry, 19 Poets (u. a. mit Werkanalysen von Linton Kwesi Johnson und Mutabaruka) sowie Verbal Riddim.

Bereits im Studium als Bühnenperformer tätig, vertiefte Christian Habekost sich während seiner längeren Studienaufenthalte in der Karibik auch künstlerisch in die karibische Musik insbesondere Jamaikas und Trinidads und Tobagos. Als erster weißer Europäer trat er schließlich im Januar 1994 unter dem Namen „Chako“ mit seiner damaligen Frau Bettina („Chako & Tina“) beim Karneval in Trinidad und Tobago vor mehr als 10 000 Menschen im National Stadium von Port of Spain auf. Sein Calypso Whitey wurde dort zum Überraschungshit und so auch in Deutschland bekannt. Das heute-journal berichtete über den „Calypso-King aus Mannheim“.

Es folgten weitere Auftritte bei Soca- und Calypso-Shows in New York und Toronto („Soca Monarch of the World Competition“, 1994, 3. Platz) sowie weitere Auftritte beim Trinidad Carnival in den Jahren 1995 und 1996. 1994 erhielt Habekost einen Plattenvertrag bei WEA Records und veröffentlichte dort seine Maxi-Single „Ragga Riddim ist der Boss“, eines der ersten deutschsprachigen Reggae-Lieder. 1996 strahlte die ARD in der Reihe Teleglobus ein halbstündiges Dokumentarfilm-Feature über Christian und Bettina Habekost aus.

In der Folgezeit trat Christian Habekost, ebenfalls unter dem Pseudonym Chako, als Comedian und Kabarettist auf. Fernsehauftritte in Sendungen wie Ottis Schlachthof, Wat is? (WDR), Wer zuletzt lacht ...! (SAT 1), Hüsch & Co. (SR) machten ihn überregional bekannt. Gemeinsam mit Dieter Hallervorden arbeitete er von 1998 bis 2003 als Autor und Darsteller in der ARD-Show „Hallervordens Spott-Light“. Mehrfach stand Chako Habekost von 2004 an mit dem Sänger Xavier Naidoo auf der Bühne, so etwa während der „Bist du am Leben interessiert“-Tour 2006 und der „O live lait“-TV-Show. Im Rhein-Neckar Fernsehen moderierte Chako Habekost von 2007 bis 2008 den „Comedy Club Pfingstweide“.

2005 gründete Habekost seine eigene achtköpfige Band und setzte mit der Chako Music Show ein lange geplantes Projekt um, Comedy und deutsche Texte mit karibisch-lateinamerikanischen Rhythmen zu verbinden. Das erste Album PaLatinos erschien im selben Jahr.

Seit 1996 tritt Chako Habekost mit Solo-Programmen für die Bühne auf. In ihnen setzt sich der Comedian und Kabarettist intensiv mit seiner heimatlichen (Kur-)Pfälzer Mundart auseinander. Dabei überträgt er auch die rhythmisierten Dichtungsformen der Karibik auf den eigenen Dialekt („Dub Poetry auf pfälzisch“).

Chako Habekosts zahlreiche Rap- und Performance-Texte, insbesondere „Mei Sprooch“ (erschienen auf der CD „Habekostbarkeiten“ sowie in den Büchern „Chako babbelt wie gedruckt“ und „vun unne“), „De MundArtischt“, „MundArtacke“ (erschienen auf gleichnamiger CD), „De Bappe-Räpp“ (erschienen auf der CD „rischdisch.falsch.gebabbelt“), „Ode an das Dubbeglas“ (erschienen auf der CD „Der Palatinator“) und „Gebet“ machen ihn heute zu einem Vertreter der modernen pfälzischen Dichtung.

Dem deutschen Fernsehpublikum als Darsteller bekannt wurde Habekost in seiner Rolle des „Casino-Klaus“ in dem 2015 vom SWR produzierten TV-Mehrteiler Pälzisch im Abgang.

Er ist seit 2012 mit Britta Habekost verheiratet.

2018: Hiwwe wie Driwwe – Pfälzisch in Amerika

Platten- und CD-Veröffentlichungen in Deutschland

Ragga Riddim ist der Boss : WEA Records, 1994

Chako live & direkt : Palatina Viva, 1998

Dialektisch gsehe : Palatina Viva, 2000, ISBN 3-935071-01-9

Der Endsieg des Kaputtalismus : Palatina Viva, 2001, ISBN 3-935071-04-3

Rischdisch.falsch.gebabbelt. : Palatina Viva, 2002, ISBN 3-935071-09-4

Der Wellnässer : Palatina Viva, 2003, ISBN 3-935071-13-2

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