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Chinesisch-Schwedische Expedition

Die Chinesisch-Schwedische Expedition (in der Fachliteratur oft englisch Sino-Swedish Expedition und The Sino-Swedish Sc

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Die Chinesisch-Schwedische Expedition (in der Fachliteratur oft englisch Sino-Swedish Expedition und The Sino-Swedish Scientific Expedition to the North-Western Provinces of China oder schwedisch svensk-kinesiska expedition) war eine von Sven Hedin geleitete internationale Forschungsreise.

Die Expedition untersuchte von 1927 bis 1935 die meteorologischen, topographischen und prähistorischen Gegebenheiten in der Mongolei, der Wüste Gobi und Xinjiang. Sven Hedin sprach von der wandernden Universität, in der die beteiligten Wissenschaftler nahezu selbstständig arbeiteten, während Sven Hedin wie ein Manager vor Ort mit den Behörden verhandelte, alles Notwendige organisierte, Geld beschaffte und seine zurückgelegten Routen kartographierte.

Mit finanzieller Unterstützung der Regierungen von Schweden und Deutschland führte Sven Hedin 1927–1935 die internationale und interdisziplinäre Chinesisch-Schwedische Expedition durch, bei der sich Wissenschaftler an der wissenschaftlichen Erforschung der Mongolei, Xinjiangs und Tibets beteiligten.

Sven Hedin gab Archäologen, Astronomen, Botanikern, Ethnologen, Geographen, Geologen, Meteorologen und Zoologen aus Schweden, Deutschland und China die Möglichkeit, an der Expedition teilzunehmen und Forschungen auf ihren Spezialgebieten zu betreiben.

Trotz chinesischer Gegendemonstrationen gelang es Sven Hedin nach monatelangen Verhandlungen in China, die Expedition durch chinesische Forschungsaufträge und durch die Teilnahme chinesischer Wissenschaftler auch zu einer chinesischen Expedition zu machen und einen Vertrag auszuhandeln, der dieser Expedition, die im Kriegsgebiet mit ihrer Bewaffnung und 300 Kamelen wie eine Invasionsarmee aussah, Reisefreiheit gewährte; die Finanzierung allerdings blieb die private Aufgabe von Sven Hedin. Ein nachhaltiges Ergebnis der Expedition war die dabei entstandene wissenschaftliche Qualifizierung der chinesischen Expeditionsteilnehmer durch westliches Know-how; Huang Wenbi beispielsweise wurde später zu einem der Begründer der modernen chinesischen Archäologie.

Der damals 70-jährige Sven Hedin hatte es wegen seiner angegriffenen Gesundheit, des Bürgerkrieges in Chinesisch-Turkestan und der Dauer seiner Kriegsgefangenschaft sehr schwer, nach der Geldentwertung in der Weltwirtschaftskrise Gelder für die Expedition zu beschaffen, die Logistik für die Versorgung der Expedition im Kriegsgebiet und den Zugang der Expeditionsteilnehmer zu den zwischen Warlords umkämpften Forschungsgebieten sicherzustellen.

Das während der Expedition zusammengetragene wissenschaftliche Material wurde von Sven Hedin und den anderen Expeditionsteilnehmern ab 1937 in den Reports from the scientific expedition to the north-western provinces of China under leadership of Dr. Sven Hedin – The sino-swedish Expedition in mehr als 50 Bänden veröffentlicht. Als Sven Hedin schließlich das Geld für die Druckkosten ausging, verpfändete er seine große, wertvolle Bibliothek, die mehrere Räume füllte, um die Herausgabe weiterer Bände zu ermöglichen.

1935 stellte er sein exklusives Wissen über Zentralasien nicht nur der schwedischen Regierung, sondern auch den Regierungen in China und Deutschland in Vorträgen und Vieraugengesprächen mit den politischen Repräsentanten Chiang Kai-shek und Adolf Hitler zur Verfügung.

Die Ergebnisse der Expedition sind noch heute für die chinesische Archäologie von Bedeutung.

Folgende Expeditionsteilnehmer begleiteten Sven Hedin in verschiedenen Abschnitten der Expedition:

Nils Peter Ambolt, Astronom und Geodät

Erik Norin und Nils Gustav Hörner, Geologen

Birger Bohlin und Gerhard Bexell, Paläontologen

David Hummel, Mediziner, Zoologe, Botaniker und Anthropologe

Georg Söderbom, Übersetzer und Chef von Tross und Küche

Herzog Frans August Larson (genannt „der Herzog der Mongolei“), landeskundiger Kaufmann und Karawanenführer

Gèosta Montell, Ethnograph (Volkskundler)

Henning Haslund-Christensen, landeskundiger Ethnograph, der mongolische Musik und Volkslieder aufzeichnete

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