Charles Spaak (* 25. Mai 1903 in Brüssel; † 4. März 1975 in Nizza) war ein belgischer Drehbuchautor, der auch bei einem Film als Regisseur aktiv war.
Spaaks Vater ist der Poet Paul Spaak, seine Mutter Marie Janson ist eine Tochter von Paul Janson und eine Schwester des einstigen belgischen Premierministers Paul-Émile Janson. Charles Spaak ist ein Bruder von Paul-Henri Spaak und ein Schwager von Suzanne Spaak.
Spaak wuchs in einer wohlhabenden bildungsbürgerlichen Familie in Brüssel auf und zog 1928 nach Frankreich. Dort wurde er als Privatsekretär von seinem Landsmann Jacques Feyder engagiert. Der bot ihm eine Beteiligung an der Verfilmung des Stückes von Robert Flers, Les nouveaux messieurs, an. Spaak war neben Jacques Prévert der einflussreichste Drehbuchautor des Poetischen Realismus im französischen Film der 1930er Jahre.
Spaak war mit Claude Marcy verheiratet, ihre gemeinsamen Kinder sind die Schauspielerinnen Catherine und Agnès Spaak.
Im November 1943 wurde er in Paris von der Gestapo verhaftet, weil er sich an Aktivitäten der sogenannten „Roten Kapelle“ beteiligt hatte.
1932: Le Martyre de l’obèse – Regie: Pierre Chenal
1935: Kompanie der Verlorenen (La Bandera) – Regie: Julien Duvivier
1935: Les époux scandaleux – Regie: Georges Lacombe
1935: Sous la griffe – Regie: Christian-Jaque
1936: Les Bas-fonds – Regie: Jean Renoir
1936: Le Mioche – Regie: Léonide Moguy
1939: Irrlichter der Grenze (L’Empreinte du Dieu) – Regie: Léonide Moguy
1941: Mord am Weihnachtsabend (L’Assassinat du Père Noël) – Regie: Christian-Jaque
1941: La Maison des sept jeunes filles – Regie: Albert Valentin
1941: Péchés de jeunesse – Regie: Maurice Tourneur
1942: Le Comte de Monte-Cristo – Regie: Robert Vernay
1942: Le Lit à colonnes – Regie: Roland Tual
1943: Das leichte Leben (La Vie de plaisir) – Regie: Albert Valentin