Charles Reznikoff (* 30. August 1894 in Brooklyn, New York; † 22. Januar 1976) war ein US-amerikanischer Poet.
Der Sohn jüdisch-russischer Einwanderer wuchs in Brooklyn auf und fing schon in jungen Jahren an zu schreiben. Er fand in seinem Viertel Freunde, mit denen er über die Werke junger Autoren wie Arthur William Symons diskutierte. Seine eigenen, frühen Gedichte sind geprägt vom Imagismus, seine Prosa lässt den Einfluss von James Joyce erkennen.
Sein Studium der Geschichte gab er schnell zugunsten eines Jurastudiums auf, auch wenn er zeitlebens ein starkes Interesse an der Geschichte hatte. Er wurde Rechtsanwalt, gab diesen Beruf aber nach wenigen Wochen ebenfalls wieder auf.
Reznikoff druckte und verlegte seine Werke selbst, kümmerte sich aber nicht um deren Verbreitung.
Paul Auster entdeckt Charles Reznikoff. Aus dem Amerikan. von Andrea Paluch und Robert Habeck. Europa-Verlag, Hamburg/Wien 2001, ISBN 978-3-203-84305-6.
Charles Reznikoff: Holocaust. Five Leaves, Nottingham 2010, ISBN 978-1-905512-63-8
Charles Reznikoff: Holocaust. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem amerikanischen Englisch von Georg Deggerich. Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2013, ISBN 978-3866601611.
Jacek Partyka: Disarchiving Anguish: Charles Reznikoff and the Modalities of Witnessing. Peter Lang, Berlin/Bern/Wien 2021, ISBN 978-3-631-83175-5.
Literatur von und über Charles Reznikoff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Academy of American Poets: Kurzbiografie, Werk, Literatur, drei Gedichte (englisch)