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Chamonix-Mont-Blanc

Französische Gemeinde im Département Haute-Savoie

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Chamonix-Mont-Blanc (seit 1921 offizieller Name), meistens kurz Chamonix genannt, ist eine französische Gemeinde mit 8.705 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Gemeinde ist ein Skiort und Zentrum des Alpinismus in Frankreich und erlangte weltweite Bekanntheit als Austragungsort der I. Olympischen Winterspiele.

Chamonix-Mont-Blanc wurde im Rahmen der Alpenkonvention zur Alpenstadt des Jahres 2015 gekürt.

Chamonix ist die östlichste Gemeinde des Départements Haute-Savoie. Sie liegt im Tal der Arve, die sich hier mit dem l’Arveyron, Abfluss des Gletschers Mer de Glace, vereinigt. Direkt im Süden wird der Ort vom Mont-Blanc-Massiv überragt, von dem der Glacier des Bossons nach Chamonix hinunterfließt. Im Norden begrenzt der Gebirgszug der Aiguilles Rouges (Naturschutzgebiet) das Tal.

Zu Chamonix gehören mehrere Ortsteile bzw. Ortschaften wie Les Bossons, Les Praz de Chamonix, Les Tines und Le Lavancher.

Zur Gemeinde zählen auch der Ort Argentière mit dem Skigebiet Les Grands Montets sowie Le Tour im Norden des Tals von Chamonix.

Die Geschichte von Chamonix lässt sich bis in das 11. Jahrhundert zurückverfolgen, als das Tal vom Grafen Aimon I. von Genf an das Kloster Sacra di San Michele verschenkt wurde. Am 11. März 1817 wurde der Ort von einem Erdbeben getroffen.

Die erste touristische Erschließung begann Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts.

Nach Nordosten ist Chamonix über den Gebirgspass Col des Montets (1461 m) mit der Schweiz verbunden.

Chamonix-Mont-Blanc liegt an der meterspurigen Bahnstrecke Saint-Gervais–Vallorcine. Im Bahnhof Saint-Gervais-les-Bains-Le Fayet besteht Anschluss an die normalspurige Bahnstrecke La Roche-sur-Foron–Saint-Gervais und TGV-Züge nach Paris sowie an die ebenfalls meterspurige Tramway du Mont-Blanc, einer Zahnradbahn zum Glacier de Bionnassay. In Vallorcine besteht Anschluss in die Schweiz über die ebenfalls meterspurige Bahnstrecke der ehemaligen Martigny-Châtelard-Bahn, welche seit dem 1. Januar 2000 Teil der Transports de Martigny et Régions bildet. Die Strecke führt nach Martigny im Kanton Wallis.

In Chamonix-Mont-Blanc beginnt außerdem die meterspurige Chemin de fer du Montenvers, eine Zahnradbahn auf den 1913 Meter hohen Montenvers.

Aus dem Tal von Chamonix-Mont-Blanc führt eine Seilbahn auf den 3842 Meter hohen Aiguille du Midi. Die Telepherique d'Aiguille du Midi erreicht über eine Zwischenstation auf der Plan de l’Aiguille in 2310 Meter Höhe die Bergstation auf 3777 Meter Höhe.

Chamonix ist einer der größten und bekanntesten Wintersportorte Frankreichs.

Zu Chamonix gehören die beiden Skiberge Le Brévent und La Flégère. An letzterem befindet sich ein Familienskigebiet, während Le Brévent vor allem mittelschwere und sehr schwere Pisten bietet. Die beiden Skigebiete sind durch eine Verbindungsbahn (Flégère/Brévent Liaison) lifttechnisch verknüpft.

Direkt am Ortsrand befindet sich auch noch das kleine Skigebiet Les Planards, das hauptsächlich als Übungsgebiet für Anfänger dient. Weiter nördlich am Talende findet sich das weitläufige Skigebiet Domain de Balme, zu dem von Le Tour (1480 m) und von Vallorcine (1260 m) Gondelbahnen führen.

Die einzelnen Skigebiete und Ortsteile im oberen Tal der Arve sind durch ein öffentliches Bussystem miteinander verbunden und teilweise auch durch die Bahnlinie St. Gervais-Vallorcine erreichbar. Zu den Skigebieten gehören

Domaine de Balme (Vallorcine/Le Tour), 29 Pistenkilometer

Grands Montets (Argentière), 29 Pistenkilometer

Aiguille du Midi (Chamonix), erschließt die Abfahrt durch das Gletschertal Vallée Blanche mit dem größten Höhenunterschied der Alpen mit 2753 Höhenmetern, ist allerdings weder präpariert noch markiert und aufgrund des hochalpinen Geländes nur mit Bergführer empfohlen

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