Johann Carl Ludwig Engel (* 3. Juli 1778 in Berlin, Königreich Preußen; † 14. Mai 1840 in Helsinki, Großfürstentum Finnland, Russisches Kaiserreich) war ein deutscher Architekt und Maler. Er war ein Studienfreund von Karl Friedrich Schinkel.
Carl Ludwig Engel wurde als Sohn eines Berliner Maurermeisters geboren und studierte von 1800 bis 1804 Architektur an der dortigen Bauakademie. Wegen der französischen Besatzung stellungslos, trat er in russische Dienste und ging 1809 als Stadtbaumeister nach Reval und danach als Chef des Neubaukomitees ins damals russische Helsinki. 1824 wurde er Generalintendant des Bauwesens für das Großfürstentum Finnland.
Engel war neben Alvar Aalto der bedeutendste Baumeister in Finnland. Er baute u. a. in Helsinki den Senat und die Universität in klassizistischer Formenstrenge, prägte aber auch das Gesicht anderer finnischer Städte maßgebend. Viele seiner Entwürfe wurden erst nach seinem Tod verwirklicht oder fertiggestellt.
St. Marien, Neuruppin 1801–1804 (Mitwirkung)
Kiseleff-Haus, Helsinki, 1816–1818
Herrenhof Moisio, Elimäki, 1820
Senatsplatz in Helsinki mit Schloss des Staatsrats 1822, Hauptgebäude der Universität 1832, Dom (Tuomiokirkko) 1830–1852 und Universitätsbibliothek 1845
Glockenturm von Ahlainen, 1832
Haus der Provinzverwaltung, Hämeenlinna, 1832
Denkmal Keisarinnankivi, Helsinki, 1835
Umbau des Präsidentenpalais, Helsinki, 1845
Glockenturm der Kirche von Hollola, Hollola, 1848
Alte Kirche von Helsinki, 1826
Kirche von Säkkijärvi (Karelien), 1833
Post- und Zollhaus von Eckerö in Åland, 1828
Orthodoxe Kirche St. Nikolaos in Suistamo (Karelien), 1844
Domkirche von Oulu (Wiederaufbau), 1845
Bebauungspläne für die Städte Turku (1828), Tampere (1830), Hämeenlinna (1831), Porvoo (1832), Jyväskylä (1833) und Mikkeli (1837)