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Canon

Japanisches Unternehmen

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Canon (japanisch キヤノン株式会社, Kiyanon kabushiki-gaisha) ist ein japanisches Unternehmen mit Sitz in Tokio, das 1937 gegründet wurde. Canon ist Weltmarktführer beim Verkauf von digitalen Kameras mit einem Marktanteil von 45,4 Prozent (2019). Canon stellt unter anderem auch Drucker und Scanner her und ist an dem Raumfahrtunternehmen Space One beteiligt.

Der Unternehmensname (Firma) Canon (キヤノン), der am 26. Juni 1935 angemeldet wurde, leitet sich wohl von der Bezeichnung des ersten Kameraprototyps „Kwanon“ ab, der nach dem buddhistischen Bodhisattva der Barmherzigkeit Kannon genannt wurde. 1937 wurde ein Labor für optische Präzisions-Instrumente von Yoshida Goro, Uchida Saburo und dem Arzt Takeshi Mitarai gegründet.

Im Jahre 1964 stellte Canon einen ersten elektronischen Taschenrechner her.

Das ursprüngliche Ziel des Unternehmens war es, preisgünstige Nachbauten der damals technisch führenden Kleinbildkameras von Leica und Contax herzustellen. Von den 1960er Jahren bis zur Mitte der 1970er Jahre gab es hohe Zuwachsraten im Kamerabau. Dabei arbeitete auch Canon mit geschicktem Marketing.

Mit dem Canon V-20 brachte Canon 1983 einen MSX-Heimcomputer auf den Markt. Im Jahre 1985 machte Canon 55 Prozent seines Umsatzes mit Bürotechnik; dazu gehörten elektronische Schreibmaschinen, Kopierer und Tischrechner. Canon produzierte zudem Faksimile-Übertragungsgeräte und Geräte für die Halbleiterproduktion.

Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 machten Sony und Canon erfolgreich Übertragungsversuche von Magnetbildern mit Zeitungsverlagen.

Seit 2002 ist Canon in Westeuropa Marktführer bei Digitalkameras. Die Rekordumsätze, die das Unternehmen etwa seit der Jahrtausendwende erwirtschaftete, resultierten vor allem aus dem sprunghaft gestiegenen Absatz von Digitalkameras.

2003 erwirtschaftete Canon einen Rekordumsatz von 3198 Milliarden Yen (rund 24,1 Milliarden Euro; 2002: 2940 Milliarden Yen, rund 22,2 Milliarden Euro). Der operative Gewinn lag bei 454,4 Milliarden Yen (rund 3,4 Milliarden Euro; 2002: 346,4 Milliarden Yen, 2,6 Milliarden Euro).

Ebenfalls im Jahre 2003 erreichte Canon in Japan zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Marktführerschaft für Digitalkameras. Mit einem Marktanteil von etwa 19 % verdrängte Canon die bisherigen Spitzenreiter und Konkurrenten Fuji Photo Film (14,9 Prozent) sowie Sony (15,3 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2008 erlitt Canon in der Folge der Weltwirtschaftskrise und des rasanten Yen-Anstiegs den ersten Ergebnisrückgang seit neun Jahren. Dabei sank der Gewinn 2008 um 36,7 % auf 309,15 Mrd. Yen. Der Umsatz reduzierte sich um 8,6 % auf 4,1 Bio. Yen.

Mit der Übernahme des Druckerherstellers Océ am 16. November 2009 strebte Canon die Weltmarktführung in der Druckerindustrie an.

Im Jahre 2011 produzierte Canon wie die Mitbewerber Nikon und Sony auch in Thailand.

2013 hat Canon 3825 Patente in den USA angemeldet.

2015 erwirtschaftete Canon einen 3800 Milliarden Yen (rund 30,3 Milliarden Euro), der Nettogewinn lag bei 220,2 Milliarden Yen (rund 1,8 Milliarden Euro).

Im März 2016 wurde bekanntgegeben, dass Canon von Toshiba den Geschäftsbereich Toshiba Medical Systems für rund 5,3 Milliarden Euro erwirbt. Damit sollte der Bereich Medizintechnik ausgebaut werden. Im Jahre 2018 wurde aus dem Bereich Toshiba Electron Tubes & Devices, der sich mit Röhren- und Röntgentechnik befasste, die Canon Electron Tubes & Devices Co; er hatte etwa 400 Mitarbeiter. 2016 wurden 56 Prozent der Kameras in Japan hergestellt.

2018 kündigte Fujio Mitarai die Eröffnung eines Forschungs- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley an.

Im Jahre 2019 erwirtschaftete Canon ¾ des Umsatzes nicht mit Kameras.

2020 wurde Océ offiziell umbenannt in Canon Production Printing.

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